So sparst du Geld beim Bücherkauf

15. Januar 2020
Bild zeigt viele Bücher in einer Bibliothek
Viele Bücher kosten viel Geld
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Bücher sind das Tor zur Welt. Um dieses Tor weit aufzustoßen, bedarf es jedoch Geld, denn die Autoren wollen für ihre Arbeit natürlich auch vergütet werden. Besonders für Studenten, aber auch für die gemeine Leseratte können die aufsummierten Preise für ein gehöriges Loch im Budget sorgen. Es gibt aber einige Möglichkeiten, um günstiger an Bücher zu kommen. Dabei lernst du auch, über den Tellerrand hinauszuschauen und kommst in den Genuss von Titeln, die du sonst nicht auf deiner Wunschliste hättest.

Schnäppchen im Internet finden

Das Internet ist in der heutigen Zeit für fast alles die erste Anlaufstelle. Beim Online-Shopping lohnt es sich daher auch, nach seinen Wunschbüchern Ausschau zu halten. Hier finden sich oft Aktionen, die den Bücherkauf trotz Buchpreisbindung preiswerter machen als der Kauf in der Buchhandlung. Beispielsweise listet das Schnäppchen-Portal Mein Deal auch Aktionen rund um Bücher, Hörbücher und eBooks. Neben Gutscheinen und Rabatten kannst du auch kostenlose Exemplare oder Probeabonnements für Hörbuchanbieter abstauben.

Der Klassiker: Flohmarkt

Der Flohmarkt ist der Klassiker, wenn es darum geht, günstig an Bücher zu kommen. Zahlreiche Privatverkäufer nutzen die Stände dazu, um ihre gelesenen und ausgemusterten Bücher zu verkaufen. Da das Angebot in der Regel recht groß ist, sind die Preise niedrig. Belletristik ist hier oft für wenige Euro oder sogar für 50 Cent zu erhalten. Spezielle Bücher für das Studium o. Ä. sind zwar etwas teurer, kosten aber neu oft 50 Euro und mehr.

Falls du für dein Studium bestimmte Exemplare suchst, bietet sich auf dem Campus oft eine Alternative. Zum Semesterstart gibt es an vielen Studienstandorten mitunter spezielle Bücherflohmärkte, auf denen sich Studenten mit Büchern zu günstigen Preisen versorgen können. 

Bücherflohmärkte finden aber nicht nur auf dem Campus statt. In vielen Städten gibt es die Flohmärkte, die einzig und allein dem geschriebenen Wort gewidmet sind. Neben dem Feilschen bietet sich dir hier oftmals auch die Gelegenheit zur Diskussion, da sich die Leseratten auf solchen Veranstaltungen nur so tummeln.

Eine weitere Möglichkeit, die dem Flohmarkt ähnlich ist, ist der Privatverkauf. Häufig werden Exemplare für wenig Geld an schwarzen Brettern (beispielsweise in Unis) oder auch im Internet (Facebookgruppen o. Ä.) angeboten. Dort findest du natürlich auch ein breites Angebot an Lehr- und Fachbüchern sowie Belletristik.

Mängelexemplare kaufen

Bei den Mängelexemplaren handelt es sich um Bücher, die äußerlich Mängel aufweisen und daher nicht mehr der Buchpreisbindung unterliegen. Die Bücher sind also leicht beschädigt, beispielsweise durch falsche Lagerung oder Transport. Falls dich geknickte Seiten oder zerkratzte Cover nicht stören, sind Mängelexemplare die optimale Möglichkeit, um beim Bücherkauf Geld zu sparen. Die Verfügbarkeit solcher Bücher ist recht hoch. Der Preis hingegen ist niedrig.

Grundsätzlich zahlst du für Mängelexemplare nur ein paar Euro, was oft einer Ersparnis von 75 Prozent und mehr entspricht. Du findest die beschädigten, aber inhaltlich korrekten Ausgaben nicht nur in Läden, die sich auf die günstigen Exemplare spezialisiert haben, sondern auch in normalen Buchhandlungen. Oftmals gibt es hier ausgewiesene Bereiche mit einigen Mängelexemplaren, die einen Blick wert sind.

eBooks lesen

Eine weitere Möglichkeit, um Geld beim Bücherkauf zu sparen, bietet die Digitalisierung. In der heutigen Zeit liegen Bücher oftmals nicht mehr nur gedruckt vor, sondern auch als Datei. Die eBooks sind natürlich günstiger, weil sie keine Produktionskosten für die Vervielfältigung aufweisen. Ein paar Mausklicks genügen für eine Kopie. Meist musst auch du nicht mehr als ein paar Mal die Maus betätigen und kommst so an dein eBook.

Allerdings sind die eBooks nicht bei allen beliebt. Das ist nun einmal Geschmackssache, ob man das bedruckte Papier in Händen halten will oder den Text von einem Bildschirm abliest. Insofern du bereits ein eReader zur Verfügung hast, kannst du mit eBooks jedoch viel Geld sparen. Alternativ bietet sich auch ein Tablet an für die Lektüre. Kaufst du dir einen neuen eReader, dauert es aber auch nicht lange, bis dieser sich amortisiert hat.

Oftmals kannst du mit dem Kauf eines eBooks zwischen 30 und 50 Prozent gegenüber der gedruckten Ausgabe sparen. Bedenken musst du dabei, dass die gedruckten Bücher gegenüber eBooks Vorteile aufweisen. Vor allem für Studenten dürfte es interessant sein, dass man sich schlechter an Texte erinnert, die man als eBook gelesen hat. Das hat die Stavanger Universität herausgefunden.

Bücherblogger werden

Falls du dein Hobby mit Leidenschaft ausübst und gerne deine Meinung kundtust, ist Bücherblogger werden für dich vielleicht eine Option. Wenn du qualitativ gute bis hochwertige Rezensionen schreibst und dein Blog einigermaßen bekannt ist, kannst du kostenfrei an Bücher gelangen. Autoren und Verlage schicken mitunter kostenlose Exemplare an Bücherblogger, um ihre Reichweite zu erhöhen. In der Regel handelt es sich hier um unbekannte Autoren und kleine Verlage, aber so kommst du in den Genuss von Material, das dir sonst womöglich nicht in die Hände gefallen wäre.

Falls du kein Blog eröffnen, dich aber dennoch an Rezensionen versuchen willst, kannst du spezielle Internetportale nutzen. Auf der Seite wasliestdu.de kannst du Punkte dafür erhalten, deine Meinung in Worte zu fassen. Diese Punkte kannst du gegen Prämien eintauschen und kommst damit ebenfalls quasi kostenlos an Bücher.

Ab in die Bibliothek

Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeit, die Bücher nur auszuleihen. Der Gang in die Bibliothek ist heutzutage zwar nicht mehr ganz so in den Köpfen verankert, aber weiterhin die kostengünstigste Variante der Bücherbeschaffung. Falls du nicht vergisst, die Bücher wieder abzugeben, ist der Nutzen deutlich höher als die Gebühren für die Mitgliedschaft. Der Nachteil liegt hier natürlich darin, dass du die Bücher auch zurückgeben musst. Allerdings sorgt dies dafür, dass dein Stauraum nicht übermäßig strapaziert wird. Überdies lesen die wenigsten Bücher ein zweites Mal. Falls dir das ausgeliehene Buch dann doch so gut gefällt, dass du es unbedingt haben willst, kannst du es dir ja danach trotzdem kaufen.

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