Wunderbare Welt

Bild von Alf Glocker
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Können wir uns nicht glücklich schätzen?! Nein, nicht nur schätzen, im Sinne von „Ich schätze, daß ich glücklich bin“ … das Glück wird so langsam zur absoluten Gewissheit! Es ist, als würde ein überaus gütiger Gott über uns wachen und immer sofort einschreiten, wenn hier auf Erden etwas schiefzugehen droht – nichtwahr?!

Schauen wir uns doch nur mal an, was in der letzten Zeit so alles passiert ist. Nachdem die „Guten“ in der Vergangenheit kläglich versagt haben, bereitet sich jetzt endlich, frei nach Gottes Wille, der Teufel auf seine 100ste Amtszeit vor und seine Vasallen, die ein wenig geistig eingeschränkt wirken, unterstützen ihn nach schlechtestem Wissen und Gewissen.

Wenn ich hier „Er, der Teufel“ sage, dann muss man das aber nicht Ernst nehmen, aber auch nicht Fritz, wir können genauso gut auch „Sie, der Teufel“ sagen, das ist heutzutage auch schon völlig egal! Ob Er, Sie, Es oder Pausenclown, darauf kommt es nicht an, sondern nur auf die Modernität, mit der irgendwas zu Werke spinnt.

Soll doch keiner glauben, der große Gott Dings habe für Beelzebuben und Beezelmädchen keine Arbeit. Ha, jetzt werden alle Kräfte eingespannt, um das tollste Gesamtwerk aller Zeiten zu vollbringen: Die Befriedung der gesamten Erdoberfläche – was Höhlen und Höllen natürlich nicht ausnimmt: Jetzt müssen alle müssen zusammenarbeiten!

Aber Ernst beiseite: Die neue Welt der Wahrheit ist sagenhaft! Denn 1. gibt es sie (die Wahrheit) gar nicht, und 2. darf sie, sollte ein Zipfel davon auftauchen oder einer über sie sprechen, nicht erwähnt werden, sonst erfolgt ein „Gottesurteil“. Und Gott schützt z. B. nur die ihn Liebenden. Präsidenten unter anderem, die ihr Volk zum Wohle Gottes betrügen …

Wenn gegen einen solchen Präsidenten das (hunds)gemeine Volk auf die Straße geht und sagt: „Wir möchten, daß du schleunigst verschwindest, oder wenn ein dämonischer Kanzler, der auch durchaus eine Sie sein kann, einen unwahrscheinlich großen Mist, unter dem Motto „Gemeinsam“ verbreitet, dann hat Gott Sorgenfalten hinten in der Hose!

Dann muss etwas unternommen werden – aber was? Es könnte ja ganz einfach, oder sogar überdeutlich, nach Unterdrückung aussehen. Und wer will das schon?! Sagen wir mal: kein Unmensch! Unmenschen legen Wert auf Recht und Ordnung, besonders auf Letzteres – also fangen sie an zu beten! Aber an wen richten sie ihre Gebete?

Eventuell an den heiligen Bill. Er ist, in der Gemeinschaft der Heiligen, einer der Heiligsten, er zählt zu den sogenannten „Innovativen Kreisen“, zu Leuten, die etwas bewegen können, weil sie die Mittel dazu haben und ihnen deshalb auch immer das Richtige einfällt. In diesem Fall hat er uns, zum Wohle aller, einen Virus aus seiner Hexenküche geschickt …

Einen, der alles legitimieren kann – einen Virus, der die Unschuldigen unter der Flagge harmlosen Mitläufertums versammelt, damit sie ausgemerzt werden können, um jene zu schützen, die entweder vor lauter Hoffnung auf bessere Zeiten schwarz geworden sind, oder den einen Gott lieben, der wiederum seine Kinder, also seine ganz bestimmten Kinder liebt.

Ja, richtig, gegen die Schwarzgewordenen, oder die Kinder Gottes, darf man nicht einschreiten! Immer wenn man das tut, kommt das Versammlungsverbot, dann lässt man wieder den Virus frei, der ausschließlich die Ganzbösen befällt, die frech genug sind, sich dem Willen Gottes (und seiner gläubigen Kinder) entgegenzustellen.

Und dann kommen die neuen Steintafeln … Der neue Moses steigt von seinem neuen (Müll)Berg herab und hält seinem Volk, das lieber ums Goldene Kalb tanzt als an Phantome zu glauben, seine Gesetze vor die Nase und droht allen mit der Exkommunikation, die nicht kuschen möchten – so geht Demokratie! Hat jemand Einwände, oder 4 Wände?

Des Weiteren heißt es dann „Fresst Manna!“, oder, nach heutigen Maßstäben: „Betäubt euch gefälligst und muckt bloß nicht auf!“. Nun muss alles für göttlich befunden werden, was der heilige Bill und sein komischer Klüngel nicht brauchen kann. Sagt nichts gegen das massenweise Abferkeln Unbotmäßigen, versammelt sie an euren Tischen, damit …?

Damit es der Gemeinschaft der Heiligen überlassen bleibt, wie viele von euch sie in der neu geregelten Zukunft noch ausbeuten können. Wer das sooo nicht nachvollziehen kann, der ist ungebildet, der ist ein Radikaler, der kommt ganz bestimmt nicht aus der Mitte, sondern wird ausgefordert, ab durch dieselbe zu gehen – ins Niemandsland, das ihm zusteht.

Inzwischen müssen alle einst soliden Bräuche vernichtet werden, die eine gewisse anrüchige „Identität“ darstellen. Glaubt ja nicht, es gäbe ein Erfindergeschlecht, angesichts der Tatsache, daß jeder alles nachbauen kann, was wir (die Gemeinschaft der Heiligen) benötigen. Und haltet euch keinesfalls für gut, wenn ihr euch besser wähnt!

Ein Wirtschaftssystem kann durchaus zerstört, sprich „ausgetauscht“ werden, wenn jene einfach nicht parieren wollen, die es aufgebaut haben. Zeigt ihnen einerseits ein Vorbild durch die recht(s)gläubigen Kinder eines ewigen Gottes und steuert sie andererseits technisch ins Abseits der Menschheitsgeschichte, die sie nun getrost vergessen darf.

Die da oben werden’s schon richten. Hin oder her, was soll’s! Weg mit denen, die sich mehr oder weniger gesittet fortgepflanzt haben und kurioserweise nach Gleichheit vor dem Gesetz und bei Mann und Frau gestrebt haben. Mann und Frau gibt es nicht mehr – und „gleich“ sind jetzt alle, auch wenn sie die Anderen nur beiseiteschaffen wollen. Ganz einfach!

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Kommentare

22. Dez 2020

Der Moses teilte doch das Meer -
Dank Plastikmüll ist das kaum schwer ...

LG Axel

22. Dez 2020

Schutz vor Glück
in einem Stück
- da mach ich mit!

Sagenhafte Grüße,
Monika

23. Dez 2020

"Kommst immer nur, um anzuklagen. Ist dir auf Erden gar nichts rechts ?" (Faust I, Prolog im Himmel. Gott vs Mephisto.
HG Olaf

23. Dez 2020

Des Pudels Kern wohl aufzuspüren
zählt zu den edelsten Allüren...

Man dankt

LG Alf