Bücher, die man gelesen haben muss – die Top 5 als Einstieg

06. August 2018
Bild zeigt Bücher
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Als regelmäßiger Leser steht man immer wieder vor der Frage, welches Buch als nächstes gelesen werden sollte. In welche Welt taucht man nun ein, was kann dem vorherigen Buch überhaupt gerecht werden, hört man auf Freunde, oder durchforstet man die umstrittenen Bestellerlisten? Es kommt nicht selten vor, dass das dann begonnene Buch nicht den Geschmack oder Nerv trifft. Es gibt allerdings Bücher, die völlig unabhängig von der Zeit, »dem Nerv« und jeder Bestsellerliste jedem Literaturliebhaber mindestens einmal in seinem Leben in die Hände fallen sollten. Meine persönlichen Top 5 der Bücher, die man gelesen haben muss, stelle ich Ihnen in diesem Artikel vor.

Der empfohlene Einstieg in die Weltliteratur

Sicherlich, es fällt nicht leicht aus den unzähligen großartigen Werken der Weltliteratur die 5 auszuwählen, die man in einem derartigen Artikel unterbringen sollte. Andererseits erschlagen einen die vielen unendlich langen Listen, die man an zahlreichen Orten im Web finden kann. Wöllte man alle Bücher aufzählen, die laut der Meinung vieler Kritiker, Bestenlisten oder Literaturportale jeder einmal gelesen haben muss, würde man wohl nicht so schnell zum Schluss kommen können (weder mit dem Lesen der Liste, noch mit dem Lesen der Bücher daraus). Meine Intention liegt also eher darin, Literaturinteressierten in einer übersichtlichen, kurzen Liste Anregungen zu geben, welche Bücher sie unbedingt mit auf ihre persönliche Leseliste setzen sollten. Jeder leidenschaftliche, langjährige Leser hat diese und zahlreiche andere (oder alle) Bücher der jeweiligen Autoren mit großer Sicherheit schon gelesen. Für die jüngeren Leser und neuen Entdecker der Literaturwelt sind genau diese Bücher ein wunderbarer Einstieg in die großartigsten und bekanntesten Werke der Weltliteratur.

5 Bücher, die man gelesen haben muss

Literatur/Allgemein - Oktav. Gebunden. 77 Seiten
EUR 3,80
Die nordafrikanische Stadt Oran wird von einer Pest heimgesucht. Camus baut anfangs die… weiterlesen
EUR 9,99
Mit dem Antikriegsroman »Im Westen nichts Neues« erlangte Erich Maria Remarque 1928… weiterlesen
EUR 22,80

Thomas Mann - »Buddenbrooks: Verfall einer Familie«

Der Roman zeichnet nicht lediglich das Ende einer Familie- er zeigt die unglaubliche Kraft, die im Ende einer alten Ordnung liegt. Das Buch ist das großartigste und dabei am wenigsten zu fassende Werk von Thomas Mann.

Leseprobe: https://www.fischerverlage.de/media/fs/308/LP_978-3-596-52148-7.pdf

Albert Camus »Die Pest«

5 Jahre hat Albert Camus an seinem Roman »Die Pest« gearbeitet, bevor er es gegen Ende 1946 fertigstellen konnte. Im Sommer des darauffolgenden Jahres war das Buch bereits ein großer Erfolg. Will man wissen, welche Bücher man gelesen haben sollte, gehört diese zu den bedeutendsten Romanen der Nachkriegsliteratur zählende Chronik mit Sicherheit dazu.

»Die Pest von Albert Camus (1913 bis 1960) ist ein hundertprozentiger Nachkriegsroman. Sein Autor und seine Helden sind Kriegsversehrte. Egal, ob davon gesprochen wird oder nicht: Hinter ihnen liegen endlose Leichenfelder, vor ihnen ist nichts als Ungewissheit, in ihnen brennt eine Leere, die sie mit Anstand zu ertragen versuchen. «

12. Juli 2012 DIE ZEIT Nr. 29/2012

Franz Kafka »Die Verwandlung«

Die Verwandlung ist unumstritten das am meisten verbreitete und am liebsten genannte Werk Kafkas. In Kunst und Kultur wird das Werk und sein Protagonist immer wieder herangezogen, zitiert, kommt in Zeichentrickserien wie »Die Simpsons« vor und wurde sogar in einem Videospiel verwendet. Franz Kafka gehört darüber hinaus mit seinem gesamten Werk zum Kanon der Weltliteratur.

Erich Maria Remarque »Im Westen nichts Neues«

Natürlich gefiel den Nationalsozialisten der Antikriegsroman von Remarque nicht. Um seinem Werk das Gewicht und die Authentizität zu nehmen behaupteten sie, der Autor hätte niemals am 1. Weltkrieg teilgenommen. Letztlich fielen viele Exemplare seines Buchs der Bücherverbrennung von 1933 zum Opfer. Die »Bayerische Staatsbibliothek« kritisiert die Behauptungen »Im Westen nichts Neues« müsse in die Kategorie der Trivialliteratur eingeordnet werden. Rein vom literarischen Anspruch her ist es wohl durchwachsen, gehört Aufgrund seiner Bedeutung innerhalb einer Epoche - und als authentischer Antikriegsroman - zu den Büchern, die man gelesen haben muss.

Hermann Hesse »Der Steppenwolf«

Wikipedia: Als Hesse den Steppenwolf schrieb, litt er unter den Auswirkungen der technisch-rationalisierten Welt und der Zivilisation, durch die er Geist und Seele der Menschen gefährdet sah. Das Gefühl der Bedrohung durch nahe Katastrophen und neue Kriege ließ ihn nicht los. Der Steppenwolf ist der literarische Ausdruck einer tiefen seelischen Krise Hesses. Um seine Lebenskonflikte zu bewältigen, hatte Hermann Hesse parallel zur Niederschrift des Steppenwolfs therapeutische Sitzungen mit dem befreundeten J. B. Lang, einem Psychoanalytiker aus der Schule C. G. Jungs.