Der dumme Geist

von Alf Glocker
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Dunkelheit umgibt mich – bin ich tot?
Nein, dann würde ich nichts fühlen!
Oder etwa doch?
Genau betrachtet wate ich im Kot -
nur um meinen Mut zu kühlen?
Ich stecke tief im Loch!

Es reicht noch nicht? Wo bin ich kalt?
In meiner Seele knackt das Eis!
Ich bin erstarrt!
Und um mich ahne ich die Staatsgewalt,
die, gottseidank, nichts von mir weiß!
Sie ist so hart!

Auf ihren Fahnen preist die alte Pest
den allerneuesten Wahnsinn an!
Wir sind verrückt!
Die Furcht zieht ein, sie ist ein Fest,
vor dem man sich nicht hüten kann.
Wer ist verstrickt?

Nichts wird den falschen Weg beenden!
Die Nacht bricht schonungslos herein!
Wie komm ich raus?
Wird man die Gegenwart verschwenden?
Verschüttet ist der ganze reine Wein!
Was tritt ins Haus?

Man hört den Abgesang der Seelen!
Die Prozession der Leiber ist morbid!
Die Welt bricht um!
Es hilft nichts die Vernunft zu wählen,
für sich, denn alle andern gehen mit -
der Geist ist dumm!

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Kommentare

01. Mai 2016

Noch nicht dumm: des Dichters Geist -
Doch grad uns dies Gedicht beweist ...

LG Axel