Weihnachts(mann)gedanken

von Anett Yvonne Heinisch
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Der Weihnachtsmann wird langsam müde
vom Alter her schon recht betagt
sein Rauschebart verliert das Rauschen
weil Kummer seine Seele plagt

Wo sind sie nur, die alten Zeiten
als aller Augen strahlten vor Glück
die kleinen Dinge Große waren
die Zeit, die wünscht er sich zurück

Als Lebkuchenduft die Stuben erfüllte
die Menschen unterm Baum noch Lieder sangen
leuchtend Kerzenschein die Herzen einhüllte
wo sind die Zeiten nur hin gegangen

Die kleinen Kinder, die sind gar lieblich
sie freuen sich drüber, was er ihnen bringt
er hat schon immer gern gebastelt
ihm das auch noch heute gelingt

Doch bei den Größeren wird’s schwierig
ein Spiel, ein Roller tut’s nicht mehr
ein Fahrrad ohne Markennamen...
da wird es für den Mann sehr schwer

Und die dann noch paar Jahre älter
da kommt der Weihnachtsmann nicht mit
bei Apple, Sony und Konsorten
hält selbst sein Schlitten nicht mehr Schritt

Doch die Erwachsenen sind fast schlimmer
sie schenken sich schon lang nichts mehr
nicht mal was Kleines, zum Fest der Liebe
da bleiben seine Säcke leer

So kratzt er sich am weißen Schopfe
und klopft sich seinen Mantel in Rot
greift brummend zu der alten Rute
es muss sich was ändern, es tut Not

Er schwingt sich auf seinen mächtigen Schlitten
und die Fanfaren tönen im Licht
er will das wieder in Ordnung bringen
ihr kennt den Weihnachtsmann noch nicht?!... ;)

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