Völkermorde

von Jürgen Wagner
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Kollektive Morde hat es in der Menschheitsgeschichte
vermutlich immer gegeben. Seit der Antike sind sie uns bekannt.

Geschätzte 50 Millionen Schwarzafrikaner wurden
über mehrere Jahrhunderte hinweg im Namen 'Mohammeds'
durch muslimische Sklavenjäger und Jihadisten getötet

Seit der Ankunft von Christoph Kolumbus im Jahr 1492
seien in Nordamerika bis heute 15 Mio. Menschen ermordet worden

Über 1 Million Armenier wurden in der Türkei
während des 1. Weltkrieges großteils in den Hungertod getrieben

Von 6 Millionen Juden und einer nunbekannten Zahl von
Sinti und Roma 'reinigte' sich das nazistische Deutschland
während des 2. Weltkrieges

Zwischen 100.000 und 180.000 Kurden sind 1988-89 im Nordirak
vom irakischen Baath-Regime systematisch ermordet worden

Bis zu einer Million Hutus starben
in Ruanda 1994

8000 Bosniaken wurden im genau geplanten
Massaker von Srebrenica 1995 umgebracht

So wie die Türkei aktuell sich jeder Verantwortung
gegenüber der Geschichte verweigert,
finden wir auch in den USA, in Russland, in China,
selbst in der katholische Kirche
kein wirkliches Eingestehen und
kein stellvertretendes Trauern
über dies, was die Vorfahren einst in
ungeheuerlicher Weise getan hatten.

So wird Vergangenheit verdrängt -
und nicht bewältigt.

Video:

Musik nach einem klassischen Thema - Einspielung: JW
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Interne Verweise

Kommentare

03. Jun 2016

Nun, das geschah aus aktuellem Anlass. Das deutsche Parlament hat gerade die Einschätzung der Geschehnisse von 1915-17 in der Türkei als Völkermord anerkannt, während Premier Erdogan die völlig weiße Weste der Türken in dieser Sache stets beteuert. Ich finde schon, dass Dichter nicht nur über Frühling und Herbst dichten und satirische Einlagen liefern sollten, sondern dass ab und zu auch mal ein Wort über ungeheuerliche Dinge verloren werden, die immer wieder geschehen sind und tagtäglich stattfinden. Angenehm ist das nicht, das empfinde ich auch. Aber einen anderen Weg weiß ich nicht, weil die bequemere Unbewusstheit die Dinge nicht verhindern wird, die weiterhin tagtäglich geschehen. Vielleicht werden kommende Generationen noch ganz andere Texte schreiben ... . Eine Lamentation sollte es nicht sein - sorry - aber eine Reflexion. JW

04. Jun 2016

Beklagenswärt wär' es ja schon, doch Worte sind dabei meist Hohn. Grüße! JW