Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

empfohlene
von Kurt Tucholsky
von Christian Morgenstern
von Kurt Tucholsky
neue
von Valeria Frank
von Ella Sander
von Soléa P.
die schönsten
von Ella Sander
von Annelie Kelch
von Axel C. Englert
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 1072 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Die Last der Abschiedstränen
Nimmt auf harten Polstern Platz
Am Bahnsteig weint und wimmert
Was uns läuten sollte ...
Erschöpften Mundes spricht ein
Casanova seinen letzten Satz
Die allerletzte Lüge aus, bevor…

von Ella Sander

Da stehen wir nun,
auf Schultern von Riesen,
den Sternen viel näher,
als Bergen und Seen:
blicken ins Kleine,
reisen ins Große,
und maßen uns an,
wir könnten weit sehn.

Da stehen wir nun,
im…

von Axel C. Englert

Alles flüchtet! Jeder RENNT!
Ist ja kein Wunder – wenn ES BRENNT!
Zum NOTAUSGANG! Ganz sonnenklar –
Mensch! Was machen SIE denn da?!

Der MALKURS fällt nun nämlich AUS!
Wir haben einen BRAND! Im Haus!
Tun Sie…

von Volker Harmgardt

An roten Tagen,
zwischen den zeitgenössischen Bildern
kommt der Kompaß zur Geltung.

Mit einem Schwung
zum spiegelblanken Abgrund.

von Annelie Kelch

All diese Leute auf der anderen Seite
Des Zauns ... dort, wo unser Leid verklingt ...
Augen, die vor Neugier überquellen,
Hände, die nach unseren Wunden tasten,
Drin zu wühlen, Gesichter ohne Mitleid ...
Empört euch…

von Soléa P.

Beruf oder Berufung
er weiß es nicht
sieht im Spiegel sein Gesicht
das blass und müde ihn angähnt
dreht das kalte Wasser auf
in diesem Moment stockt sein Atem
sprunghaft steigt der Blutkreislauf
doch ist…

von Annelie Kelch

Kaum schält sich die Morgenröte aus dem
Rußigen Mantel der Nacht, streust du auch
Schon das Salz deines Lebens in frische Wunden.

Neuer Tag – neue Verheißung: Sonne ist von
Bord gegangen … Ans Licht kommen deine Worte…

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Joachim Ringelnatz

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im Geringsten.
Ich merke nur: die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff,…

von Soléa P.

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tot...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit hr noch spricht
die…

von marie mehrfeld

Mit eigenen Augen hab ich’s gelesen,
das ist vor ein paar Wochen gewesen,
deutsche Geschichte sei nur unrühmlich,
das schien mir einseitig, eigentümlich,
unser Land schaffe sich ab, schrieb er,
das brachte mich zum…

von Volker Harmgardt

Trugbild oder Abbild -
Das ist die Frage.
Mit meinen Phantasien gehe
ich sorgsam um,
doch was tummeln sich für
Aussagen in den Medien:
Amerika zuerst, ein Sultanat im
vorderen Orient ist ausgerufen,…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Die ihr die Häuser und die Läden
ausraubt und plündert und verdreckt,
die ihr mit Handgranaten jeden,
der grad passiert, aufs Pflaster streckt…

von Monika Jarju

Der Tag

..........an dem Aziz unterm Mangobaum
..........den springenden PUMA in Ahmeds
..........Kraushaar scharf rasierte & in den
..........staubigen Straßen Serekundas
..........sich helle Hunde durch die…

von Annelie Kelch

Grüner Deich ...
Zeuge verschwisterter Flut,
Totes, das uferwärts treibt.

Auflaufen lässt er die
Wasser des Stroms
nahe dem „Tor zur Welt“:
ein nordischer Saurier,
Koloss unter sanfteren
Brüdern,…

von Monika Jarju

Hier, zwischen gleichgültigen Winden sichten
Schmetterlinge Einzelheiten verschwundener Gene
das ganze unsichere Terrain alter Erde & Erbe

im Oderbruch beschriften Bauern Felder neu
bestimmen nachhaltige Distanzen…

von Angélique Duvier

Hüten wir uns den Menschen zu sehr zu vertrauen,
zu schnell werden wir verletzt,
und zurück bleibt ein taubes Gefühl,
danach schier unerträgliche Leere,
welche die Reinheit in Verzweiflung wandelt.
Zurück bleibt…

von Annelie Kelch

Regen löschte das Silber des Mondes,
gefallen aufs Pflaster einer sündigen
Meile wie ein Vergeltungsschlag.

Du, dort am Straßenrand, mit Haaren,
nasser als das Fell jener streunenden
Katze, die mich keine Sekunde…

von Monika Jarju

Zuerst verschwanden die Fische
in den Trawlern vor Mauretanien
dann das Geld in den Netzen der Lobby

Mittlerweile leert sich das Land
Flüchtlinge statt Fische auf dem Weg
ins schnelle Europa

Wo leere Wasser…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Suche mich nicht,
denn Du hast mich gesehen -
mit der Entschuldigung,
dass Du mich nicht gefunden hast
oder übersehen,
nur eine Strassenbreite
von der Wahrheit entfernt.

von Ella Sander

Virtuelle Welt:
Fesselnde Spiele dämmen
Sensomotorik.

Binäre Daten,
einzigartig gebündelt:
Glasklare Menschen.

Filterblase stützt
den Echokammer-Effekt:
Verzerrte Weltsicht.

von Angélique Duvier

In eingehüllter Geborgenheit
schweben, in ewiger Vergessenheit
weit fort durch das Leben gleiten.
Erdrückende Sorgen abstreifen.

Lasst gelebtes Leben neu entflammen,
das Alltagsgrau für immer verbannen.
Lauft…

von Yvonne Zoll

Im Kein das letzte ErbGUT längst verschwunden
Im Knistern zur Heißzeit verWUNSCHener Sommer
nostalgisches FlIRREn gewichen geöffneten Büchsen

erkoren ausschmelzendem Schnee gerinnender Gletscher
Zur HÖLLEN-See vermüllt…

von Peter Eisheuer

In einer Zeit
in der die Menschen sich entfremdeten
so möchte ich mal meinen
in einer Zeit ,in der die Menschen sich entfremdeten
lernte ich Dich kennen

In dieser gottverdammtverfluchtbeschissenen Zeit
stand…

von Sigrid Hartmann

Ich frage mich voll Unbehagen
so manches Mal in diesen Tag
wie weit wird er noch gehn?

Ein jeder schaut heut unverwandt
und voller Sorge auf ein Land
in dem ER droht der Welt

Er rasselt mit dem Säbel

von Axel C. Englert

Ach du Schreck! Du meine Güte!
Das sind ja aaaalles olle Hüüüte!
Die PERFORMANCE zählt! Allein!
KUNST?! DIE interessiert kein Schwein ...

GORRO sprengte sich! Tat KRACHEN!
Leider konnt er‘s nur EIN MAL machen ...…

von Axel C. Englert

Ihr Knalltüten! Beeilt euch schon!
ICH steh längst an der Rezeption …
Nein! Kein Gepäck – ich will nur wohnen –
Her mit der Suite! Für FÜNF „Personen“!

Da seid ihr endlich?! Trübe Tassen!
Ist denn so etwas zu fassen…

von Soléa P.

Kupferfarben, der trostlose Bau,
der auf seinen Abriss wartet –
vor langem schon zog das Leben aus,
Lachen, Weinen, Kindergeschrei,
alles das gibt es nicht mehr –
seelenlos die Räume, kalt und leer.

von Yvonne Zoll

Im kreise planlos vorbereitet reisen
Ohne ziel wer will schon viel
verloren sein verbleibend sinn
im modul der kompetenz in konkurrenz
ein ärgernis geblockt kontrakt
verschwunden unverbunden - und gelesen?

von Michael Dahm

Früher gab es rote Sterne
und die wehten uns voraus
und der Vater sprach: Wie gerne
käm' ich hier einmal heraus.

Früher gab es kalte Kriege,
die fast heiß waren ab und an
und es gab 'ne alte Riege…

von Monika Laakes

Niemandem wünsch' ich
zum Weihnachtsfest Zahnweh.
Lieber die Unschuld
von glitzerndem Schnee.

Niemand soll sich darauf
die Haxen brechen,
und sich danach
für's Ausrutschen rächen.

Niemand soll…

von J.W. Waldeck

seit fabrizierten Jahren
schwarzweißer Zeichentrick

Vorbildpärchen erfahren:
abgefahrener Multi-Inkulti-Fick
prahlen aufgewertete Worte und übermalen
fortgeschrittene Verlust-Zahlen

an meinem Totengemach…

von J.W. Waldeck

der Affe wütet!
man hat ihm wiedersprochen.
den geheiligten Grund entzogen
auf dem er gläubig brütet
glücklich und selbstverlogen
auf Teppichen gekrümmt, zum Abgrund hin:
der Affe liebt was sein Vorbild will!…

von Ella Sander

Wohin wanderst Du, Welt?
Liebe kaum zählt
Schau doch-
Moloch

Geld streitet für Geld
Tugend wahrhaft entfällt
Ohne Moral-
Skandal

Computer diktieren das Leben
Versprechen reichlichsten Segen…

von Yvonne Zoll

Exzellent resistent fortbewegen
– wie zeitlos befristet vergänglich –
im Anfang des Endes kurzer Zeit
Aber bitte erst am Ende ab Ende
November Anfang Dezember
Des Zeitmaßes eingerücktes Panorama
Revue des…

Seiten