Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

empfohlene
von Kurt Tucholsky
von Joachim Ringelnatz
von Kurt Tucholsky
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von Peter K.
von Uwe Röder
von Viktor Iversen
die schönsten
von Annelie Kelch
von Ella Sander
von Volker Harmgardt
von Annelie Kelch
Mitglied

Die Last der Abschiedstränen
Nimmt auf harten Polstern Platz
Am Bahnsteig weint und wimmert
Was uns läuten sollte ...
Erschöpften Mundes spricht ein
Casanova seinen letzten Satz
Die allerletzte Lüge aus, bevor…

von Ella Sander
Mitglied

Da stehen wir nun,
auf Schultern von Riesen,
den Sternen viel näher,
als Bergen und Seen:
blicken ins Kleine,
reisen ins Große,
und maßen uns an,
wir könnten weit sehn.

Da stehen wir nun,
im…

von Volker Harmgardt
Mitglied

An roten Tagen,
zwischen den zeitgenössischen Bildern
kommt der Kompaß zur Geltung.

Mit einem Schwung
zum spiegelblanken Abgrund.

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Alles flüchtet! Jeder RENNT!
Ist ja kein Wunder – wenn ES BRENNT!
Zum NOTAUSGANG! Ganz sonnenklar –
Mensch! Was machen SIE denn da?!

Der MALKURS fällt nun nämlich AUS!
Wir haben einen BRAND! Im Haus!
Tun Sie…

von Annelie Kelch
Mitglied

All diese Leute auf der anderen Seite
Des Zauns ... dort, wo unser Leid verklingt ...
Augen, die vor Neugier überquellen,
Hände, die nach unseren Wunden tasten,
Drin zu wühlen, Gesichter ohne Mitleid ...
Empört euch…

von Volker Harmgardt
Mitglied

Trugbild oder Abbild -
Das ist die Frage.
Mit meinen Phantasien gehe
ich sorgsam um,
doch was tummeln sich für
Aussagen in den Medien:
Amerika zuerst, ein Sultanat im
vorderen Orient ist ausgerufen,…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Joachim Ringelnatz
Bibliothek

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im Geringsten.
Ich merke nur: die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff,…

von Uwe Röder
Mitglied

Der Mantel meiner
Überzeugung
hat geplatzte
Nähte.

Erst bei Regen ist
zu merken, der
war niemals
wasserdicht.

Und nach dem
Waschen bleiben
von ihm nur die
Knöpfe übrig.

von Soléa P.
Mitglied

Beruf oder Berufung –
er weiß es nicht,
sieht im Badspiegel sein Gesicht,
das blass und müde ihn angähnt –
er dreht das kalte Wasser auf,
im selben Moment stockt der Atem –
sprunghaft steigt der Blutkreislauf…

von Soléa P.
Mitglied

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tot...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit hr noch spricht
die…

von Annelie Kelch
Mitglied

Grüner Deich ...
Zeuge verschwisterter Flut,
Totes, das uferwärts treibt.

Auflaufen lässt er die
Wasser des Stroms
nahe dem „Tor zur Welt“:
ein nordischer Saurier,
Koloss unter sanfteren
Brüdern,…

von Angélique Duvier
Mitglied

Sie haben Freude am Lügenschaum,
lassen sich Honig ums Maul schmieren.
Suchen ewig nach Zeit und Raum,
lassen sich gar blind verführen.

Warten auf erlösendes Heil,
wollen mehr als sie schon haben.
Nehmen…

von Monika Jarju
Mitglied

Der Tag

..........an dem Aziz unterm Mangobaum
..........den springenden PUMA in Ahmeds
..........Kraushaar scharf rasierte & in den
..........staubigen Straßen Serekundas
..........sich helle Hunde durch die…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Die ihr die Häuser und die Läden
ausraubt und plündert und verdreckt,
die ihr mit Handgranaten jeden,
der grad passiert, aufs Pflaster streckt…

von Annelie Kelch
Mitglied

Kaum schält sich die Morgenröte aus dem
Rußigen Mantel der Nacht, streust du auch
Schon das Salz deines Lebens in frische Wunden.

Neuer Tag – neue Verheißung: Sonne ist von
Bord gegangen … Ans Licht kommen deine Worte…

von Monika Jarju
Mitglied

Hier, zwischen gleichgültigen Winden sichten
Schmetterlinge Einzelheiten verschwundener Gene
das ganze unsichere Terrain alter Erde & Erbe

im Oderbruch beschriften Bauern Felder neu
bestimmen nachhaltige Distanzen…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Suche mich nicht,
denn Du hast mich gesehen -
mit der Entschuldigung,
dass Du mich nicht gefunden hast
oder übersehen,
nur eine Strassenbreite
von der Wahrheit entfernt.

von Soléa P.
Mitglied

Schon ein allerletzter kleiner Funke –
das Aufbäumen vom Restverstand,
könnte eine Wende bringen,
in diesem und in jenem Land.

Alles ist so krass geworden
oder plätschert vor sich hin.
Was dazwischen gibt es…

von Angélique Duvier
Mitglied

Um Hoffnung
bittest du
jeden Tag
und bewunderst
den Mut
anderer Menschen,
die den Glauben
nicht verlieren,
an eine Zukunft,
die besser
sein wird,
ehrlicher und
gerechter.…

von Monika Jarju
Mitglied

Zuerst verschwanden die Fische
in den Trawlern vor Mauretanien
dann das Geld in den Netzen der Lobby

Mittlerweile leert sich das Land
Flüchtlinge statt Fische auf dem Weg
ins schnelle Europa

Wo leere Wasser…

von Annelie Kelch
Mitglied

Regen löschte das Silber des Mondes,
gefallen aufs Pflaster einer sündigen
Meile wie ein Vergeltungsschlag.

Du, dort am Straßenrand, mit Haaren,
nasser als das Fell jener streunenden
Katze, die mich keine Sekunde…

von Rio Reiser
Bibliothek

Da war ein Licht am Anfang der Welt,
ein Strahl, der die dunkelste Nacht erhellt,
der in die finsterste Ecke fällt,
das war das Licht am Anfang der Welt.

Am Anfang der Welt war da ein Klang,
schöner als jeder…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Gnädige Frau – Sie machen Wind?
Es geht hier nicht nur um IHR Kind …
Da wir doch eine SCHULE sind!
Gar eine gute – wie ich find …

Leicht abgehoben scheint er schon,
Ihr etwas durchgedrehter Sohn …
Nein, das…

von Ella Sander
Mitglied

Virtuelle Welt:
Fesselnde Spiele dämmen
Sensomotorik.

Binäre Daten,
einzigartig gebündelt:
Glasklare Menschen.

Filterblase stützt
den Echokammer-Effekt:
Verzerrte Weltsicht.

von marie mehrfeld
Mitglied

Mit eigenen Augen hab ich’s gelesen,
das ist vor ein paar Wochen gewesen,
deutsche Geschichte sei nur unrühmlich,
das schien mir einseitig, eigentümlich,
unser Land schaffe sich ab, schrieb er,
das brachte mich zum…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Ich frage mich voll Unbehagen
so manches Mal in diesen Tag
wie weit wird er noch gehn?

Ein jeder schaut heut unverwandt
und voller Sorge auf ein Land
in dem ER droht der Welt

Er rasselt mit dem Säbel

von Peter Eisheuer
Mitglied

In einer Zeit
in der die Menschen sich entfremdeten
so möchte ich mal meinen
in einer Zeit ,in der die Menschen sich entfremdeten
lernte ich Dich kennen

In dieser gottverdammtverfluchtbeschissenen Zeit
stand…

von Ella Sander
Mitglied

Zu viele kalte Füße
-taub vom Schuhwerk
der Erhabenheit-
gedankenfrei für den
Asphalt, auf dem sie
arglos schreiten-
blicken gesichtslos
durch das ungerührte
Auge des Erbarmungslosen,
während…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Ach du Schreck! Du meine Güte!
Das sind ja aaaalles olle Hüüüte!
Die PERFORMANCE zählt! Allein!
KUNST?! DIE interessiert kein Schwein ...

GORRO sprengte sich! Tat KRACHEN!
Leider konnt er‘s nur EIN MAL machen ...…

von Soléa P.
Mitglied

Esst, solange ihr essen könnt –
noch ist die Tafel reichlich gedeckt!
Trinkt, solange die Traube wächst
und Wasser massig vom Himmel fällt –
bald gibt's das nicht mehr,
auch nicht für Geld …

Liebt, solange es…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Exzellent resistent fortbewegen
– wie zeitlos befristet vergänglich –
im Anfang des Endes kurzer Zeit
Aber bitte erst am Ende ab Ende
November Anfang Dezember
Des Zeitmaßes eingerücktes Panorama
Revue des…

von Angélique Duvier
Mitglied

In eingehüllter Geborgenheit
schweben, in ewiger Vergessenheit
weit fort durch das Leben gleiten.
Erdrückende Sorgen abstreifen.

Lasst gelebtes Leben neu entflammen,
das Alltagsgrau für immer verbannen.
Lauft…

von Olaf Lüken
Mitglied

Die Geburt macht den einen zum Milliardär,
den anderen schickt sie zum Militär.
Der Zufall schafft den Unterschied.
Nur der Geist wird alles ändern.
Wirklich ?

von Monika Laakes
Mitglied

Niemandem wünsch' ich
zum Weihnachtsfest Zahnweh.
Lieber die Unschuld
von glitzerndem Schnee.

Niemand soll sich darauf
die Haxen brechen,
und sich danach
für's Ausrutschen rächen.

Niemand soll…

von Susanna Ka
Mitglied

Das ist keine Gute,
lassen Sie sich bloß nicht mit der ein,
die passt nicht in „unser ehrenwertes“ Haus.

Das ist keine Gute,
Zum Einzug hat sie uns noch nicht einmal eingeladen.
Es gab weder Würstchen und…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

8 Milliarden Menschen
Teilen sich die Welt
Und alle wollen das Eine
Wohlstand alleine zählt

8 Milliarden Menschen
Genügt nicht mehr das Brot
Sie sehen den goldenen Westen
Dort kennt man nicht die Not…

von Ekkehard Walter
Mitglied

Ehrlich währt am Längsten, so hieß einst einmal.
Doch Lügenhans hat's längst vergessen,
was früher stets war der Fall
hat heut der Zeitgeist aufgefressen.
Gelogen wird, dass sich die Balken biegen;
Ein normales,…

von marie mehrfeld
Mitglied

Den Kopf hoch tragen
und den Mut nicht verlieren.
Widerspruch wagen.

von Ella Sander
Mitglied

Echtes, Wahres, Unverfälschtes
reicht nicht mehr für ein
vermeintlich schönes Leben:
Künstliche Füße lassen uns
fahren statt laufen;
Künstliche Flügel lassen uns
wie Vögel fliegen;
Künstliche Schönheit,…

von Ella Sander
Mitglied

Wohin wanderst Du, Welt?
Liebe kaum zählt
Schau doch-
Moloch

Geld streitet für Geld
Tugend wahrhaft entfällt
Ohne Moral-
Skandal

Computer diktieren das Leben
Versprechen reichlichsten Segen…

von Regina Bäcker
Mitglied

Die Stille scheint zwischen Raum und Zeit
stumm zu sein,
surreal das Leben,
die Wirklichkeit irreal erscheint.
Krieg und Qual gehen nicht hinfort,
die Unaufmerksamkeit bleibt.
Ungehörte Sehnsucht nach dem…

Rezitation:
Sprecher Christof Bauersch Klang Christof Bauersch Text Regina Bäcker
von * noé *
Mitglied

Freundlich sein ist keine Schwäche,
wenn’s auch gern missdeutet wird.
Nicht, dass ich den heilig spräche,
der mit Nettigkeit verwirrt,
doch einmal „Bitte/Danke" sagen,
kann selbst der größte Waldschrat wagen ...…

von Annelie Kelch
Mitglied

Natsuko, Kind des Sommers,
steigt den Frühlingsweg hinunter ...
In einem Dorf am Fudschijama
steht ihr kleines Haus. –
Noch halb im Schlaf: Natsuko ...
ist betäubt, kein bisschen munter. –
Sie hält die…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Wenn früher unsre kecken jungen Damen
im Café schwelgten, süß in Süßigkeit:
die Sahne war dabei. – Man kennt den Namen
davon heut nur noch aus…

von Ella Sander
Mitglied

Gesät, im verschleiernden Zwielicht.
Austrieb, im Blanken der Nacht.
Knospen, mit zaghafter Aussicht.
Erblüh'n, ohne sichtbare Pracht.

Des Lebens treibende Kräfte,
Geprägt, durch des Anfang's Gewicht.

von Ella Sander
Mitglied

Moral und Ethik sind bloß Sachen,
Die uns das Leben schwerer machen!
Und das Gewissen, gar nicht schlau,
Sorgt nur für unnötig Radau!

Bewusstsein! Was soll dieses Ding?
Zwängt uns in einen Ego-Ring!
Der bläht…

von Joachim Ringelnatz
Bibliothek

Manche Leute verneigen
Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts
Langdauernd schweigen.

Manche Leute neigen
Dazu, zu grollen, wenn andere schweigen.

Schonet das Schweigen. Es sagt doch nichts.

von Angélique Duvier
Mitglied

Hüten wir uns den Menschen zu sehr zu vertrauen,
zu schnell werden wir verletzt,
und zurück bleibt ein taubes Gefühl,
danach schier unerträgliche Leere,
welche die Reinheit in Verzweiflung wandelt.
Zurück bleibt…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Im Kein das letzte ErbGUT längst verschwunden
Im Knistern zur Heißzeit verWUNSCHener Sommer
nostalgisches FlIRREn gewichen geöffneten Büchsen

erkoren ausschmelzendem Schnee gerinnender Gletscher
Zur HÖLLEN-See vermüllt…

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