Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Joachim Ringelnatz
von Angélique Duvier
von Angélique Duvier
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von Angélique Duvier

Hab wohl zu lange geträumt,
von Rosen ohne Dornen,
nun endlich bin ich erwacht,
von tausenden Stacheln bedeckt.
Zerstochen sogar mein Herz.

von Joachim Ringelnatz

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im Geringsten.
Ich merke nur: die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff,…

von Angélique Duvier

Ich stand vor einem Baum,
an ihm wuchsen nur Herzen,
der Wind schüttelte sie kaum,
drum litten sie nie Schmerzen.

Sie wuchsen, wo sie hingen,
sogar an dem dünnsten Ast.
Ein Sturm ließ sie erklingen,

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von Soléa P.

Beruf oder Berufung
er weiß es nicht
sieht im Spiegel sein Gesicht
das blass und müde ihn angähnt
er dreht das kalte Wasser auf
in diesem Moment stockt der Atem
und sprunghaft steigt der Blutkreislauf

von Soléa P.

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tod...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit Ihr noch spricht
die…

von Angélique Duvier

Wer Seelenpein kennt,
weiß, warum ich leide,
warum mein Herz sich stemmt
gegen unbekannte Feinde.
Ich blicke in die Ferne,
sehne mich nach Frieden.

Möchte just, so gerne,
leben abgeschieden,
fern…

von Volker Harmgardt

Trugbild oder Abbild -
Das ist die Frage.
Mit meinen Phantasien gehe
ich sorgsam um,
doch was tummeln sich für
Aussagen in den Medien:
Amerika zuerst, ein Sultanat im
vorderen Orient ist ausgerufen,…

von Angélique Duvier

In eingehüllter Geborgenheit
schweben, in ewiger Vergessenheit
weit fort durch das Leben gleiten.
Erdrückende Sorgen abstreifen.

Lasst gelebtes Leben neu entflammen,
das Alltagsgrau für immer verbannen.
Lauft…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Die ihr die Häuser und die Läden
ausraubt und plündert und verdreckt,
die ihr mit Handgranaten jeden,
der grad passiert, aufs Pflaster streckt…

von Angélique Duvier

Es schnitt ein Messer in meine Seele,
beinah, als hätt ich es nicht selbst erlebt.
Ob ich's gespürt, oder verhehle,
hab ich zu sehr nach Glück gestrebt?
Ich war durch diesen Stich getroffen,
die Seelenwunde liegt nun…

von Axel C. Englert

Wohl bin ICH ‘ne Dame! ‘ne GUTE!
ICH bin sogar die SIEGER-STUTE!
Hier ist mein Kranz! Da der Pokal!
Also – was soll der Skandal?!

WIE?! ICH sehe KOMISCH aus?!
Tu ich NICHT! Sie MICKY MAUS!
Das ist kein HELM…

von Angélique Duvier

Hüten wir uns den Menschen zu sehr zu vertrauen,
zu schnell werden wir verletzt,
und zurück bleibt ein taubes Gefühl,
danach schier unerträgliche Leere,
welche die Reinheit in Verzweiflung wandelt.
Zurück bleibt…

Ach
von Angélique Duvier

Ich glaubte zu träumen,
doch es war kein Traum.
Ich wollte verstehen,
es gelang mir kaum.
Ich wollte erwachen,
doch ich war schon wach.
Ich konnte nichts machen,
denn ich war zu schwach.
Ein „Ach“…

von Axel C. Englert

Ihr Knalltüten! Beeilt euch schon!
ICH steh längst an der Rezeption …
Nein! Kein Gepäck – ich will nur wohnen –
Her mit der Suite! Für FÜNF „Personen“!

Da seid ihr endlich?! Trübe Tassen!
Ist denn so etwas zu fassen…

von Volker Harmgardt

An roten Tagen,
zwischen den zeitgenössischen Bildern
kommt der Kompaß zur Geltung.

Mit einem Schwung
zum spiegelblanken Abgrund.

von Sigrid Hartmann

Ich frage mich voll Unbehagen
so manches Mal in diesen Tag
wie weit wird er noch gehn?

Ein jeder schaut heut unverwandt
und voller Sorge auf ein Land
in dem ER droht der Welt

Er rasselt mit dem Säbel

von Regina Bäcker

Die Stille scheint zwischen Raum und Zeit
stumm zu sein,
surreal das Leben,
die Wirklichkeit irreal erscheint.
Krieg und Qual gehen nicht hinfort,
die Unaufmerksamkeit bleibt.
Ungehörte Sehnsucht nach dem…

Rezitation:
Sprecher Christof Bauersch Klang Christof Bauersch Text Regina Bäcker
von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Wir spielen viel in unseren jungen Jahren,
mal setzen wir auf Rouge, mal auf Noir,
mal fühlen wir uns beim Pair gut aufgehoben,
mal werden wir auf Impair hin geschoben.

Gefühle springen im Carré,
Hoffnung ruht auf…

von Regina Bäcker

Die Schöpfung Mensch ist im ständigen Wandel
hin- und hergerissen im Geldgierpendel,
zwischen Spenden des Gutmenschen,
Tierliebenden und Naturschutzverbundenen,
stets in allem steckt ein Handel.

Nichts geschieht…

von Monika Laakes

Niemandem wünsch' ich
zum Weihnachtsfest Zahnweh.
Lieber die Unschuld
von glitzerndem Schnee.

Niemand soll sich darauf
die Haxen brechen,
und sich danach
für's Ausrutschen rächen.

Niemand soll…

von J.W. Waldeck

der Affe wütet!
man hat ihm wiedersprochen.
den geheiligten Grund entzogen
auf dem er gläubig brütet
glücklich und selbstverlogen
auf Teppichen gekrümmt, zum Abgrund hin:
der Affe liebt was sein Vorbild will!…

von Michael Dahm

Früher gab es rote Sterne
und die wehten uns voraus
und der Vater sprach: Wie gerne
käm' ich hier einmal heraus.

Früher gab es kalte Kriege,
die fast heiß waren ab und an
und es gab 'ne alte Riege…

von Ekkehard Walter

Ehrlich währt am Längsten, so hieß einst einmal.
Doch Lügenhans hat's längst vergessen,
was früher stets war der Fall
hat heut der Zeitgeist aufgefressen.
Gelogen wird, dass sich die Balken biegen;
Ein normales,…

von Christian Morgenstern

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts…

von Sigrid Hartmann

8 Milliarden Menschen
Teilen sich die Welt
Und alle wollen das Eine
Wohlstand alleine zählt

8 Milliarden Menschen
Genügt nicht mehr das Brot
Sie sehen den goldenen Westen
Dort kennt man nicht die Not…

von Annelie Kelch

Ich geh' nicht gern auf Konfirmationen,
ein Kind, das gestern Kind war, ist auch heut' noch Kind.
An diesem Tatbestand ändern auch nichts die Anemonen,
die Nachbars Achim rot verlegen dir nach Hause bringt.

Auch…

von J.W. Waldeck

so wird man berühmt
und muss bloß ernten
wie Goethe
der Gemeinderat
es nach allen Seiten tat

bezahlte armen Dichtern ein Mindestmaß
und änderte kurz sein Imitat
spionierte Freunde fürs Staatswesen

von Werner Krotz

Kann man nach Auschwitz noch Gedichte schreiben?
fragt einer
Kann man nach Hiroshima noch Gedichte schreiben?
frage ich
Nach Tschernobyl?
Nach Fukushima?
Nach Hölle um Hölle
die Menschen einander bereitet…

von marie mehrfeld

Den Kopf hoch tragen
und den Mut nicht verlieren.
Widerspruch wagen.

von Luise Maus

Ich schau in den Spiegel
was sehe ich?
Einen Menschen, doch
den kenne ich nicht!

Ich seh eine Marionette
mit einer Maske im Gesicht.
Sie schillert in all ihren Facetten
und man kann sie nicht resetten…

von Annelie Kelch

O ihr Sonntage!
O Bratenmentalität!
O ihr verfluchten Saumägen!
Tortenfledderer!
Korinthenkacker!
Nur lustig und frustig
hinein- und hinausgespachtelt -
aber bitte mit Sahne und viel Gefühl!
Langt…

von Annelie Kelch

Der Wald ist eine wunderbare grüne Seele - und an den Bäumen
hängen die Blätter hoffnungsfroh wie schöne Gedanken.

Und unser blauer Himmel, dieser riesengroße Schlaf, darin die Vögel
Träume sind mit dunklen Schatten, die…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Wenn früher unsre kecken jungen Damen
im Café schwelgten, süß in Süßigkeit:
die Sahne war dabei. – Man kennt den Namen
davon heut nur noch aus…

Wut
von Sigrid Hartmann

Wut
So wütend
Über das was passiert
Wütend darüber
Dass die Welt gefriert
Wahnsinn
Greift um sich
Unheil das schreit
Ist denn
Hier niemand
Zur Umkehr bereit
Waffen
Und Geld…

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