Gesellschaft ✓ Gesellschaftskritische Gedichte

Mensch hinter dem Geld her

Was es an der Gesellschaft zu bemängeln und zu kritisieren gibt, erfahren Sie zum Teil in dieser Kategorie.

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von Christian Morgenstern
von Josef Wilms
von Kurt Tucholsky
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von Ella Sander
von Ralf Risse
die schönsten
von Angélique Duvier
von Volker Harmgardt
von Joachim Ringelnatz
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 1021 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Hab wohl zu lange geträumt,
von Rosen ohne Dornen,
nun endlich bin ich erwacht,
von tausenden Stacheln bedeckt.
Zerstochen sogar mein Herz.

von Joachim Ringelnatz

Daß bald das neue Jahr beginnt,
Spür ich nicht im Geringsten.
Ich merke nur: die Zeit verrinnt
Genau so wie zu Pfingsten,

Genau wie jährlich tausendmal.
Doch Volk will Griff und Daten.
Ich höre Rührung, Suff,…

von Volker Harmgardt

An roten Tagen,
zwischen den zeitgenössischen Bildern
kommt der Kompaß zur Geltung.

Mit einem Schwung
zum spiegelblanken Abgrund.

von Soléa P.

Beruf oder Berufung
er weiß es nicht
sieht im Spiegel sein Gesicht
das blass und müde ihn angähnt
dreht das kalte Wasser auf
in diesem Moment stockt sein Atem
sprunghaft steigt der Blutkreislauf
doch ist…

von Sigrid Hartmann

Man wirft uns hier Faschismus vor,
wer das gesagt, scheint mir ein Tor.
Wie dreist ist das, denkt man sofort,
wie unverschämt ist dieses Wort!

Doch ist es sinnlos, dass man klagt,
denkt man daran, WER es gesagt:…

von marie mehrfeld

Mit eigenen Augen hab ich’s gelesen,
das ist vor ein paar Wochen gewesen,
deutsche Geschichte sei nur unrühmlich,
das schien mir einseitig, eigentümlich,
unser Land schaffe sich ab, schrieb er,
das brachte mich zum…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Suche mich nicht,
denn Du hast mich gesehen -
mit der Entschuldigung,
dass Du mich nicht gefunden hast
oder übersehen,
nur eine Strassenbreite
von der Wahrheit entfernt.

von Peter Eisheuer

In einer Zeit
in der die Menschen sich entfremdeten
so möchte ich mal meinen
in einer Zeit ,in der die Menschen sich entfremdeten
lernte ich Dich kennen

In dieser gottverdammtverfluchtbeschissenen Zeit
stand…

von Kurt Tucholsky

Von Theobald Tiger
(Anmerkung Redaktion: Pseudonym von Kurt Tucholsky)

Die ihr die Häuser und die Läden
ausraubt und plündert und verdreckt,
die ihr mit Handgranaten jeden,
der grad passiert, aufs Pflaster streckt…

von Monika Jarju

Der Tag

..........an dem Aziz unterm Mangobaum
..........den springenden PUMA in Ahmeds
..........Kraushaar scharf rasierte & in den
..........staubigen Straßen Serekundas
..........sich helle Hunde durch die…

von Axel C. Englert

Ach du Schreck! Du meine Güte!
Das sind ja aaaalles olle Hüüüte!
Die PERFORMANCE zählt! Allein!
KUNST?! DIE interessiert kein Schwein ...

GORRO sprengte sich! Tat KRACHEN!
Leider konnt er‘s nur EIN MAL machen ...…

von Volker Harmgardt

Trugbild oder Abbild -
Das ist die Frage.
Mit meinen Phantasien gehe
ich sorgsam um,
doch was tummeln sich für
Aussagen in den Medien:
Amerika zuerst, ein Sultanat im
vorderen Orient ist ausgerufen,…

von Soléa P.

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tot...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit hr noch spricht
die…

von Monika Jarju

Hier, zwischen gleichgültigen Winden sichten
Schmetterlinge Einzelheiten verschwundener Gene
das ganze unsichere Terrain alter Erde & Erbe

im Oderbruch beschriften Bauern Felder neu
bestimmen nachhaltige Distanzen…

von Annelie Kelch

Regen löschte das Silber des Mondes,
gefallen aufs Pflaster einer sündigen
Meile wie ein Vergeltungsschlag.

Du, dort am Straßenrand, mit Haaren,
nasser als das Fell jener streunenden
Katze, die mich keine Sekunde…

von Annelie Kelch

Natsuko, Kind des Sommers,
steigt den Frühlingsweg hinunter ...
In einem Dorf am Fudschijama
steht ihr kleines Haus. –
Noch halb im Schlaf: Natsuko ...
ist betäubt, kein bisschen munter. –
Sie hält die…

von Yvonne Zoll

Im Kein das letzte ErbGUT längst verschwunden
Im Knistern zur Heißzeit verWUNSCHener Sommer
nostalgisches FlIRREn gewichen geöffneten Büchsen

erkoren ausschmelzendem Schnee gerinnender Gletscher
Zur HÖLLEN-See vermüllt…

von Monika Jarju

Zuerst verschwanden die Fische
in den Trawlern vor Mauretanien
dann das Geld in den Netzen der Lobby

Mittlerweile leert sich das Land
Flüchtlinge statt Fische auf dem Weg
ins schnelle Europa

Wo leere Wasser…

von Annelie Kelch

Mein lieber Bruder, es reicht nicht mehr aus,
an eine Zukunft nur zu denken; du muss auch Sorge
dafür tragen, dass du in einem Land lebst, darin keine
Kriege geführt werden.

Ist dir das Schicksal nicht gnädig, wirst du…

von Sigrid Hartmann

Ich frage mich voll Unbehagen
so manches Mal in diesen Tag
wie weit wird er noch gehn?

Ein jeder schaut heut unverwandt
und voller Sorge auf ein Land
in dem ER droht der Welt

Er rasselt mit dem Säbel

von Angélique Duvier

In eingehüllter Geborgenheit
schweben, in ewiger Vergessenheit
weit fort durch das Leben gleiten.
Erdrückende Sorgen abstreifen.

Lasst gelebtes Leben neu entflammen,
das Alltagsgrau für immer verbannen.
Lauft…

von Angélique Duvier

Hüten wir uns den Menschen zu sehr zu vertrauen,
zu schnell werden wir verletzt,
und zurück bleibt ein taubes Gefühl,
danach schier unerträgliche Leere,
welche die Reinheit in Verzweiflung wandelt.
Zurück bleibt…

von Axel C. Englert

Ihr Knalltüten! Beeilt euch schon!
ICH steh längst an der Rezeption …
Nein! Kein Gepäck – ich will nur wohnen –
Her mit der Suite! Für FÜNF „Personen“!

Da seid ihr endlich?! Trübe Tassen!
Ist denn so etwas zu fassen…

von Rio Reiser

Da war ein Licht am Anfang der Welt,
ein Strahl, der die dunkelste Nacht erhellt,
der in die finsterste Ecke fällt,
das war das Licht am Anfang der Welt.

Am Anfang der Welt war da ein Klang,
schöner als jeder…

von Susanna Ka

Das ist keine Gute,
lassen Sie sich bloß nicht mit der ein,
die passt nicht in „unser ehrenwertes“ Haus.

Das ist keine Gute,
Zum Einzug hat sie uns noch nicht einmal eingeladen.
Es gab weder Würstchen und…

von Sigrid Hartmann

8 Milliarden Menschen
Teilen sich die Welt
Und alle wollen das Eine
Wohlstand alleine zählt

8 Milliarden Menschen
Genügt nicht mehr das Brot
Sie sehen den goldenen Westen
Dort kennt man nicht die Not…

von Regina Bäcker

Die Stille scheint zwischen Raum und Zeit
stumm zu sein,
surreal das Leben,
die Wirklichkeit irreal erscheint.
Krieg und Qual gehen nicht hinfort,
die Unaufmerksamkeit bleibt.
Ungehörte Sehnsucht nach dem…

Rezitation:
Sprecher Christof Bauersch Klang Christof Bauersch Text Regina Bäcker
von Michael Dahm

Früher gab es rote Sterne
und die wehten uns voraus
und der Vater sprach: Wie gerne
käm' ich hier einmal heraus.

Früher gab es kalte Kriege,
die fast heiß waren ab und an
und es gab 'ne alte Riege…

von Yvonne Zoll

Gesättigte Tinte darunter
Unter der Schicht
gefrorener Gefühle
schmerzendes Bewusstsein

Nur wenige Augen kapabel
Fähig zur Verstellung durch
dringenden Hörens Erfühlens

Durchkämmte Geheimnisse
aus…

von Ekkehard Walter

Ehrlich währt am Längsten, so hieß einst einmal.
Doch Lügenhans hat's längst vergessen,
was früher stets war der Fall
hat heut der Zeitgeist aufgefressen.
Gelogen wird, dass sich die Balken biegen;
Ein normales,…

von Annelie Kelch

Blutende Felsen – dort,
wo eine Hand die andere wusch.
Erbrochenes bahnt sich den Weg
über die Promillegrenze;
Gebete, geflüstert,
vor leeren Kinderbetten ...
Noch herrscht Lichtzwang.

Blutjunge Clowns…

von Regina Bäcker

Die Schöpfung Mensch ist im ständigen Wandel
hin- und hergerissen im Geldgierpendel,
zwischen Spenden des Gutmenschen,
Tierliebenden und Naturschutzverbundenen,
stets in allem steckt ein Handel.

Nichts geschieht…

von Christian Morgenstern

Verlange nichts von irgendwem,
laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm
zum Richter nicht erlesen.

Tu still dein Werk und gib der Welt
allein von deinem Frieden,
und hab dein Sach auf nichts…

von J.W. Waldeck

der Affe wütet!
man hat ihm wiedersprochen.
den geheiligten Grund entzogen
auf dem er gläubig brütet
glücklich und selbstverlogen
auf Teppichen gekrümmt, zum Abgrund hin:
der Affe liebt was sein Vorbild will!…

von Yvonne Zoll

Im kreise planlos vorbereitet reisen
Ohne ziel wer will schon viel
verloren sein verbleibend sinn
im modul der kompetenz in konkurrenz
ein ärgernis geblockt kontrakt
verschwunden unverbunden - und gelesen?

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