Schwarz

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Wie ein Handschuh hüllt die Nacht
dich ein und passt perfekt,
umfängt dich samten, sanft und sacht,
bis helles Morgenlicht dich weckt.

Ganz ohne Zwang bewegt dein Ich
sich nächtlich durch die Welt,
weil, was sich mit dem Tag verglich,
an Dunkelheit zerschellt.

Die Nacht, so schwarz, als Hintergrund
hat sie sich für dich aufgespart,
in bunten Träumen tut sie kund,
was in der Zukunft deiner harrt.

Wie kryptisch es auch scheinen mag,
wie fremd und auch geheim,
verrät dir jeder neue Tag,
was nachts entstand im Keim.

© noé/2018

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Kommentare

03. Sep 2018

... so frag ich nicht und lass ihn kommen, diesen neuen Tag ...
und halte still und lass mich überraschen, was er bringen mag.

Was für ein schönes Gedicht, liebe noé.
Ich habe es mehrmals gelesen, und
es gefiel mir von Mal zu Mal besser.

LG Annelie

03. Sep 2018

Oh! Danke, Annelie!

03. Sep 2018

sehr gut gelungen.
ulli

03. Sep 2018

Nochmal "oh!", dankend, Ulli ...

03. Sep 2018

Durch die nächtlich Schwärze schimmert kristallin erhellend dein Gedicht.
LG Yvonne

03. Sep 2018

Nachts entstand des Tages Keim -
Aus dem Tag entstand Dein Reim ...

LG Axel

03. Sep 2018

Liebe Noé, ich bin begeistert. Habe "Schwarz" und "Viel heller" quasi im Doppelpack gelesen und lasse beides getrennt und doch auch wieder zusammen auf mich wirken. Welche Muse auch immer dich küsste, die helle oder die dunkle :-)
was deiner Feder da entsprang ist beides wunderschön

Liebe Grüße
Anouk

03. Sep 2018

Der Keim
hat einen schönen Reim,
doch auch den schönen Sinn -
worin ich mir ganz sicher bin!