Der Abstand (In Betrachtung der Weite)

von Alf Glocker
Mitglied

Welten liegen zwischen uns und Meere,
mein Traumland – wie kann ich dich treffen?
In mir herrschen Angst und Leere
und ich will die Segel reffen,
wenn ich nur ans Reisen denke –
dann schmerzen mir die Denk-Gelenke!

Hier, auf dem Felsen, stehe ich und schaue
hin, zu fernen Horizonten,
auf die ich meine Hoffnung baue –
auf die vielen Strände, die besonnten ...
und ich kehre mich nach innen,
um jedoch nichts Neues zu beginnen!

Lasten der Vergangenheit bedrücken,
mich – trotzdem schwärme ich von Zonen,
die an mich frohe Grüße schicken,
sagen „Mensch, es würde sich noch lohnen,
uns voll Neugier aufzusuchen."
Doch meine Seele will kein Ticket buchen!

Lasst mich einfach stehen, wo ich stehe,
lasst mich beschwingt ans Dasein glauben,
wo ich friedlich meiner Wege gehe,
ohne Räuber, die mir die Würde rauben,
wo ich die Zeiten still betrachten kann ...
und was ich jemals hier ersann!

Veröffentlicht / Quelle: 
auf anderen Webseiten

Buchempfehlung:

Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

03. Okt 2018

Eine Betrachtung - mit Geschick:
Über den Horizont - ging hier Dein Blick!

LG Axel

03. Okt 2018

Alf, du überraschender Kerl.
Wirkst auf den ersten Blick oft wie ein grober Holzfäller (der aber keine "guten" Bäume fällt, sondern die vergammelten Wucherlinge) -
und entpuppst dich immer deutlich als feinsinniger Mann, dessen Seele einen Schreibstift, Pinsel und viele Farben besitzt und sie meisterhaft anzuwenden weiß.
Uwe