Randerscheinung

Bild von Monika Jarju
Mitglied

Andere kamen hinzu vergrößerten die Runde
ihn aber spürte ich kommen
an seinem ruhigen steten Gang
seinem stillen sich Dazugesellen
erkannte ich ihn – und erschrak inmitten
von Geplauder, Gelächter, ausschweifenden Gesten
sein Antlitz schien rissig wie Seidenpapier
die Wange zerfetzt, sichtbar dunkle Stollen hinter der Stirn
wund die Augen, sein zaghaftes Nicken –
so sammelte er sich am Rand unserer Mitte
wie abgerissen war unsere Zutraulichkeit

so sah ich ihn
am Rand eingerissen
überflutet von neu Eintreffenden

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

04. Mär 2020

Weil man am Rand
Das Leben fand ...

LG Axel

04. Mär 2020

Die Scheuen am Rande, sich zaghaft vorwagend und ihr Gesicht wie eine Laterne, Lebens gekennzeichnet, tragen.
Chapeu!

Liebe Grüße - Jürgen

04. Mär 2020

Am Anfang war der EINDRUCK !
HG Olaf

05. Mär 2020

Ein Erkennen, das fast in tiefer Liebe mündet.
LG Uwe

05. Mär 2020

überflutet ist ein wunderbarer Zustand (?)

LG Alf

05. Mär 2020

Herzlichen Dank Euch allen!

Viele liebe Grüße, Monika