P... , unser diesjähriger "Herbergsvater" der Sport-AG

Bild von Ernst Wetzel
Mitglied

Seit Gründerzeiten fährt einmal jährlich die Lehrergruppe Sport,
gemeinsam über ein Wochenende an einen Selbstversorgerort.
Wo wir unter uns sind, dazu ein wenig sportlich aktiv,
um heraus zu kommen aus dem lokalen schulischen Mief.
Das schafft(e) soziale Synergien über Lehrergenerationen.
Den Kollegen menschlich einzuordnen mit seinen Habitionen,
erleichtert einem zu bewältigen den (auch schulischen) Alltag ungemein.
deshalb sollte ein solches Wochenende wieder unbedingt sein.

Im Wechsel mit dem Kolpinghaus war im Visier eine andere Destination,
wo wir gemeinsam können unseren Ansprüchen gemäß machen Station.
Die Optionen dazu waren spärlich gesät,
wir waren mit unserer Entscheidung mal wieder sehr spät.
Die nicht zu große Entfernung und unser Stammtermin sind Schranken,
diese Größen und unsere Zögernis brachte das Projekt ins Wanken.

Da lebte auf, das mal von P... offerierte Angebot,
er habe ja im Westerwald ein Ferienhaus als sein Resort,
wo wir in seinem und seiner Schwester‘s Heim,
die Sport AG‘ler könnten gerne mal Gäste sein.
Er hielt sich mit seinem Angebot ein wenig bedeckt,
aber unsere Fühler wurden dahingehend ausgestreckt,
zu fragen, ob er uns zu unserem Stammtermin kann dort unterbringen,
als Fundament, das traditionelle Sport Wochenende könnte gelingen.

Nun sind wir hier und P... war unser „Herbergs-Vater“.
Er bot uns eine Heimstatt und rödelte ordentlich - ja, das tat er.
Für die so gut ausgefüllte Rolle haben wir Dir als Geschenk angedacht,
Dir dazu einen (hoffentlich(1)) guten Whisky mitgebracht.
Und sprechen Dir zusätzlich ein sprachliches Dankes-Lob aus
und lassen gemeinsam unseren dreifachen Schlachtruf raus:
„ike möre cena cera“ - „heja, heja, heja“
„ike möre cena cera“ - „heja, heja, heja“
„ike möre cena cera“ - „heja, heja, heja“

(1) Sohn T… hat hoffentlich den richtigen besorgt …

Unsere Sport AG wurde als eine informelle Gruppe vor über 44 Jahren von aktiven Berufsschullehrerkollegen gegründet.
Noch heute sind nur aktive und inzwischen in den Ruhestand eingetretene Kollegen Träger dieser „Arbeitsgemeinschaft“.
Ursprung war der Gedanke, die Schüler aktiver als Sportlehrer zu betreuen oder als Mitfahrende bei Schulfahrten
(Sport- und Ski-Freizeiten) auch etwas mit den Schülern gemeinsam zu machen, an sie also auch näher heranzukommen,
was sich förderlich auf das Lernverhalten und die Einstellung zur Schule auswirkt.
Deshalb waren die montäglichen zwei Breitensportstunden von der Bezirksregierung als
Schulaufsichtsbehörde anerkannt. Das fiel aus Gründen der Kostenersparnis aber nach 20 Jahren weg und wir wurden
als „Verein“ quasi in die private Versicherungsverantwortung geschoben.
Es war ärgerlich, dass der öffentliche Dienst zu solchen Maßnahmen griff, wo doch in vielen großen Unternehmungen
die Gesundheit der Mitarbeiter in Betriebssportgruppen gezielt gefördert wird und bleibt.
Wir blieben eine lockere informelle Gruppe, die sich weiterhin montags die bekannten zwei Sportstunden in der Halle
und danach zu ‘ner (Gesprächs-)Runde in unserem Stammlokal zu einem (alkoholfreien) Bier trifft.
Einmal im Jahr unternehmen wir – wie ja auch viele Kegelvereine -, eine Wochenendtour, wo wir in einem Selbstversorgerhaus
übernachten und entweder wandern, rad- oder kanufahren.
Die Aufgaben der Organisation der Gruppe wie auch dieser Wochenendtour übernehmen die Mitglieder je nach Hobby
und Fähigkeiten bzw. Kenntnisse der Lage der Unterkunft.
Das kommt in den Gedichten auch zum Ausdruck, die jeweils in einer mit Corel Draw entworfenen DIN A5-Karte Eingang
gefunden haben (Druck auf DIN A4, mittig gefaltet).
Als pensioniertes Mitglied dieser Gruppe fühle ich mich weiterhin mit meiner ehemaligen Schule vernetzt, erhalte ich doch
von jungen aktiven Lehrerkollegen neueste Informationen über das Geschehen dort.
Es ist auch schön zu erleben, darüber hinaus zu runden Geburtstagen der Gruppenteilnehmer mit der Ehefrau/Partnerin
eingeladen zu werden und Gäste der Festtagsgesellschaft sein zu dürfen.
Das alles hat die Gruppe „am Leben“ gehalten, auch wenn zu vermerken ist, dass sie heute ausgedünnter als zu Gründerzeiten
ist, weil schon einige „Ehemalige“ von uns gegangen sind und die jungen Kollegen andere Interessen haben und auch anderen
(Familien-)Stress durchstehen müssen, weil die Partner heute meist beide berufstätig sind.