Verschmäht

von Robert K. Staege
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Das erste Licht steigt zart herauf,
der Tag nimmt leise seinen Lauf.
Die Trauerweide neigt sich still,
als ob den Fluss sie küssen will.

Unter des hellen Mondes Wacht
hat sie die Nacht mit ihm verbracht.
In jungen Tages mildem Schein
weint sie ganz sacht in sich hinein.

Der Strom, wie sie erkennen muss,
bleibt ungerührt von ihrem Kuss.
Er zieht ganz fühllos ohne Wort
und Regung hin zum Meere fort.

Geschrieben am 4. Juni 2019 nach einer Idee von 2017

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