Am Ende

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Mitglied

In diesen Tagen bin ich (sch)wach,
das kommt nicht so von ungefähr,
es denkt sich in mir ziemlich nach:
„Wer bin ich denn?“, „Bin ich denn wer?“

Das meiste hab ich schon gelebt
auf dieser meiner Lebensbahn –
wenn das wer anders nicht versteht,
mich geht es ganz persönlich an:

Gebirge hab ich überwunden,
aus Steinen, die im Weg mir lagen,
und hab mich immer neu erfunden,
das kann ich von mir selbst schon sagen.

Jetzt könnte ich „in Frieden ruhn“,
von jeder Zwangsarbeit befreit,
und geb mir immer noch zu tun,
zum Sterben bin ich nicht bereit.

Zu schreiben steht in meiner Macht,
doch wenn ich dann mal nicht mehr bin …,
ein Teilchen nur der ew’gen Nacht …,
hat dann mein Schreiben einen Sinn?

So denk ich hin und her und nach,
was schreibend nochmal wichtig wär …,
und solches Denken hält mich wach.
(Am Ende zählt das gar nichts mehr …)

© noé/2020

Hinweis auf (m)eine Autorenlesung:
Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg hat mich erneut eingeladen, im Rahmen der "Duisburger Akzente" dort in dem anheimelnden Café eigene Texte zum Thema GLÜCK zu lesen. Meine Lesung wird um 15.30 Uhr beginnen. Vielleicht hat das ja euer Interesse geweckt?
(47051 Duisburg, Johannes-Corputius-Platz 1; Sonntag, 8. März,
13 - 18 Uhr; viele verschiedene Events; www.stadtmuseum-duisburg.de)

Interne Verweise

Kommentare

05. Mär 2020

Was freiwillig und gern man macht -
Macht immer Sinn - hat was gebracht!

LG Axel

05. Mär 2020

Liebe noé, du hast viel gewacht -
Und vieles Schöne zustand´ gebracht.
LG U.

05. Mär 2020

Dichter und Dichterin erfinden sich, gerade in zukünftigen Zeiten.
Deren Gedanken die Menschen zum Denken verleiten.
Nennen wir es eine Vorleistung - auch für den Himmel.
HG Olaf

05. Mär 2020

Viel GLÜCK für die Lesung und ein freundlich lauschendes und applaudierendes Publikum wünsche ich - wäre gern dabei...

Liebe Grüße, Monika

05. Mär 2020

Vielen Dank, liebe Monika.
Ich bin jetzt schon das dritte Mal dabei.
Ein einladend gemütlicher Ort.