Was wäre

Bild von Picolo
Mitglied

Der Abendwind streicht durch die Äste,
der Tag – er atmet aus,
Nebel steigt, verschlingt die Reste,
ein Käuzchen streift ums stille Haus.

Ich tauche ein in die Kulisse,
die lange schon mein Credo ist,
genieß die melancholischen Genüsse,
auch wenn es mir das Herz zerfrisst.

Im kühlen Wind das Astwerk knarrt,
des Kauzes Rufen schallt,
der Mond aus wogend' Wipfeln starrt,
durch Nebels zerrissene Gestalt.

Ich denke mir … was wäre …
dann verstummt die letzte Grille,
ich seh hinaus ins Leere
und durch die Nacht brüllt laut die Stille …

Buchempfehlung:

Mehr von Michael Dahm lesen

Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

08. Jan 2018

Der Leser tauchte auch mit ein -
Er fand Dein Gedicht schlicht fein!

LG Axel