Der tief verschneite Frieden

von Alf Glocker
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Im tief verschneiten Frieden träumen viele Villen,
am Bonzenhügel, in die neue Zeit,
worin vergnügt Bewohner sicher chillen –
im Schutz der staatlichen Geborgenheit.

Doch Staaten können sich sehr schnell verändern,
wenn keiner aufpasst, wie sie sich entwickeln.
Man merkt es schon an den Gewändern –
und an den krassen Denkpartikeln,

die sich groß, in der Luft vermehren,
wo Götter hausen, deren Antlitz dämmernd droht.
Wehrt man den Wesen nicht, die sie verehren –
dann herrscht auch bald ein anderes Gebot!

Dann ist, was sicher war, in Angst vergessen,
dann wälzen sich die Reichen auch im Blut,
dann ziehen wilde Heere, wie besessen –
die ganze Erde glänzt in einer grellen Feuersglut,

wo alle Träume keinen Platz mehr für sich finden,
weil das Erreichte, totgetrampelt, sich verliert –
dann sehnen sich die Menschen, im Verschwinden,
nach einer Heimat, die den Teufel nicht berührt.

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Kommentare

08. Mär 2018

"Freiheit der Religion" - das schließt auch ein:
Von Religionen frei zu sein ...

LG Axel

08. Mär 2018

Das trifft wahrhaftig des Pudels Kern!
Doch manche spinnen hier auf dem Stern...

LGAlf

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