Die gute Frau

von Alf Glocker
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„Kann man deine Gedichte essen,
kann man damit Strecken messen,
kann man Häuser damit bauen?
Inwieweit kann ich dir vertrauen?

Wie soll ich unsere Babys stillen?
Du bist stets beim Seitenfüllen –
eins ums andre schreibst du hin!
Glaubst du, das hat einen Sinn?!

Welcher Unfug ist begonnen?
Hast du einen Preis gewonnen?
Bist du denn auch anerkannt?
Gebrauchst du dafür den Verstand?

Wo ist dein Konto, gut bestückt?
Wer hat dir am Zeug geflickt,
daß sie gut sind und gut klingen –
wenn sie leider gar nichts bringen?!

Was bildest du dir, Spinner, ein –
ein Künstler dann wohl noch zu sein,
ein Esel für das Hungertuch?
Ich nenne diesen Wahn nur ‚Fluch‘!

Niemand wird dir etwas geben,
wenn du damit, auf unserem Leben,
herumtrampelst wie ein Kamel –
gib das auf und zwar sehr schnell!“

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Kommentare

08. Apr 2018

Vater werden ist nicht schwer ...
Künstler sein - dagegen leider sehr.

LG Annelie

08. Apr 2018

Ja, den Künstler braucht kein Schwein!
(Darum hält man ihn gern klein ...)

LG Axel

08. Apr 2018

berechtigte Fragen.
Aber du kennst ja die Antwort,Alf.
lG
ulli

08. Apr 2018

Lust und Frust,
im Leben stets zugegen,
sind nun mal ein Paar,
untrennbar und verloren,
weil's immer so war.
Inshallah!

Und dennoch einen schönen Sonntag.
LG Monika

09. Apr 2018

...und jetzt einen schönen Wochenbeginn!

Vielen Dank, liebe M.

LG Alf