Liebevoll bedacht

von Alfred Krieger
Mitglied

Du magst dich oft fühlen ganz einsam, allein …
umgeben im Streben, im täglichen zwar
von Leuten – meist fremden … sei'n 's „Freunde“ gar?? -
in fremden Gestaden, mit vielem beladen,
der lieblichen Heimat gedanklich nur nah …
Doch auch deren Bild dir nicht selten verblasst
durch Hast … durch Alltag … durch Tun ohne Rast.
Von manchem umgeben, was freudig' Erinnerung schafft,
doch Mangel erlebend, erbebend im Selbst
und mehr noch erstrebend als tägliches Streben …
und heiß wird Dein Wunsch, DEIN Leben zu leben
und and'res und Reicheres Dein Eigen zu nennen
als zu funktionieren – maschinengleich, perfekt
mit lobesamem Eifer. Doch im Geheimen tröpfelnder Geifer
nach Verstandenwerden versteckt manche Enttäuschung,
die and're bereitet, geleitet von böser Absicht gar selten …
doch trennen dich Welten – man muss es erwähnen – von Manchen und Jenen!

Doch glaub' mir, 's ist Vieles nur Schein,
denn Du wirst begleitet von Kobolden, Feen …
sie geh'n mit Dir, steh'n bei Dir, fügen sich ein
in Scharen von Engeln, von Wesen beflügelt,
in ein ausgeklügelt' System von gütigen Mächten
allzeitig Dir nah – in Tagen, in Nächten …

Die „Engel“, „Kobolde“ und „Feen“ genannten,
es sind die Gedanken all derer, die stets sich beeilen,
bei Dir zu verweilen, in Tagen und Nächten,
rund um die Uhr, nur Gutes Dir wünschend …
erflehend, erbittend nur Bestes für Dich …
Es sind die Gedanken all Deiner Lieben,
Dir stets treu geblieben im Bisher und Jetzt …

Sie mögen Dir sein im Hier und im Dort ein sicherer Hort!

Dieses (Prosa-Mix-)Gedicht vom 14. November 2016 hat eine besondere Entstehungsgeschichte: Ich hatte einen tröstlichen, angenehmen Traum, in welchem mir von einem koboldähnlichen, freundlichen Wesen wunderbare beschützende Hilfe beim Besteigen eines Berggipfels zuteil wurde. (In Wirklichkeit ist mir derartige Betätigung leider nicht mehr möglich!). Beim Erwachen vermischten sich die Eindrücke des Traumes mit den Gedanken an einen jungen Menschen, welcher relativ fern seiner Heimat mit großem Eifer sehr erfolgreich seinem Studium nachgeht, im alleinigen pausenlosen Lernen aber dennoch oft nicht die richtige Sinnerfüllung seines Lebens finden kann ... und urplötzlich "stand" dieses Gedicht vor mir, welches ich in einem Zuge niederschrieb ... ohne jedwelche Mühe ... es war gleichsam aus dem Traume entstanden! Noch am nämlichen Tage schickte ich es ab.

Rezitation:

Rezitation: gelesen am 6.12.2016
Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

09. Dez 2016

Wieder so ein schönes Gesamtwerk mit einer starken Rezitation. Selbst mein siebenjähriger Enkel hat ganz fasziniert zugehört, und ich habe den Eindruck, er hätte alles verstanden.
Wunderbar, lieber Alfred,
Susanna