Auf größten Füßen

von Alf Glocker
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Ich fessle dich an den Ballon
und zeuge mit dir meinen Flug,
dann essen wir ein Bäcker-Ei –
Gott werkelt nur für seinen Lohn,
dabei zerbricht er manchen Krug
und dann ist alle Zeit vorbei.

Wir kommen himmlisch in das Reich,
dort fragt die Lust nach dem Gewinn,
die Trampeltiere trampeln tot,
die Kräfte messen den Vergleich,
ich hab mich selbst in keinem Sinn,
doch manches ist und bleibt im Lot.

Was bringt der Papagei sich bei?
Spricht er, was er noch nie gehört?
Meint er des Esels Brückenschlag?
Was Sittliches, meint Polizei,
ist, wenn man auf Moralen schwört,
da wird die tiefste Nacht zum Tag.

Da ist der Schwang sich locker über,
er morst sein Zeichen Ess-oh-ess,
deshalb verbleibe ich mit Grüßen –
die Tassen werden immer trüber,
wie Pissoire beim Kongress –
als Kleinster auf den größten Füßen.

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Kommentare

11. Mai 2017

Auf guten Füßen steht Dein Text,
Der (gar nicht klein) beständig wächst!

LG Axel