Von der Pracht umschlossen

von Alf Glocker
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Wieder tausche ich was einsam spricht:
mein Leben gegen diese Wundertüten,
die mir, aus angestammter Oberschicht,
das Eigentum von jenem Recht verhüten,
das mitgebracht ist, uns als Pfand -
wer hat es denn in seiner Hand?

Mein Gang zu diesen Ufern dort bedeutet,
daß ich Schlangen glaube, die da zischen:
„Wir haben uns schon 1000 X gehäutet,
um dir den Segen aufzutischen -
der allerdings uns selber nur betrifft...
sei doch von Werbestrategien bekifft!“

Ich möchte jene Bilder gern begreifen,
die mir, dem Namenlosen scheinen,
als würde er in ein Umsonst nur reifen.
Wir dürfen glauben, oder etwa meinen:
es sei für jeden Menschen hier gesorgt.
Und doch ist unser Bleiben nur geborgt!

Die abgebroch'nen Tage fliehen schnell
in ein Gespinst aus bleichen Wehen -
wobei die Himmel, endlos hoch und hell,
nur krass vor unser aller Augen stehen,
denn wir verfechten ständig ohne Macht -
und sind umschlossen von der Pracht!

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