Bald verschwunden

von Alf Glocker
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Fremde Sterne leuchten laut,
in mein Herz aus Bergkristall.
Ich hab mich auf Sand gebaut
und auf meinen Sündenfall.

Fern vom Paradies erwacht,
hab ich vieles aus-probiert,
nur nicht diesen Kern der Nacht,
der mich in die Irre führt.

Die Irre ist das Sein aus Gold.
Wer hat es mir unterstellt?
Hat es jemand so gewollt?
Um mich ist das Himmelszelt!

Weite, Einsamkeit und Zeichen,
die kein Mensch verstehen kann,
die bis in die Zukunft reichen:
ich existiere dann und wann!

Und dazwischen diese Lichter,
täuschend, oder nachempfunden,
einer Wahrheit, Ernst – Gesichter,
immer da, jedoch verschwunden!

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Kommentare

13. Jan 2016

Ich verbeuge mich, Eminenz,
vor deiner aktuellen Existenz ...
denn "schön gewunden" mag sie sein,
doch gut gelungen, auch im Reim.

14. Jan 2016

Dein Gedicht geht in die Tiefe. Hättest du deinen Namen nicht angegeben, hätte ich dennoch erkannt, dass dieses beeindruckende Werk von dir geschrieben wurde!
Liebe Grüße,
Angélique