Sonett an den unbequemen Unbekannten

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Er konnte mit seinen geistreichen Schriften
die Leser verärgern und heftig giften.
Dieser Mann war meistens hässlich und gemein,
jonglierte grässlich grob mit Worten und Reim.

Er hatte viele große Bücher verfasst,
ging ran wie Blücher, war oftmals sehr verhasst.
Durchaus war er unbestechlich und wichtig,
sein Wort, nie oberflächlich, galt als richtig.

Und als er dann ging, wortlos, von den seinen,
da tuschelten Leute, diesen gemeinen
Kerl hat unsere Welt gebraucht, so dringlich.

Heut’ ist die Lüge eher noch erschwinglich.
Das Wort der Wirklichkeit in voller Größe
wird vereitelt ohne Skrupel und Blöße.

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