Sonett / Klinggedicht ✓ Gedichte aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen

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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 77 Texten in dieser Kategorie
von Karin Steuck

Nass bestäubt und regenfein,
läd‘ mich heut der Morgen ein.

Trommelwirbel auf dem Dache
Macht daraus‚ ne Notensache.

Hör noch Klänge von der Tonne,
An den Fenstern plötzlich Sonne.

Trommelwirbel

von Monika Laakes

Hier spiel ich mit der Form,
die sich in mir entzündet.
Versuche sie zu bündeln,
entspricht nicht der gewünschten Norm.

So spring ich hoch und nieder
mit Worten, die mir nicht genügen.
Stell fest, dennoch…

von Mara Krovecs

Ich komme vom Saturn und habt ihr Asyl?
Ich brauch eine Wolke und Regen ganz bunt.
Auch Milch von der Straße dann bleib ich gesund
und bitte die Lüfte, was macht sie so schwül?

Mein Vater der Sänger, ist leider jetzt tot…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Yvonne Zoll

Unflügge flattert mein Denken eben
Im Nacken kräuselt weißes Wort sich trau
Verlier mit Unlust heller blau in grau
Flüchte mich in leiser Hände Leben

Fahre führ mich fort in Zärtlichkeiten
Zu verweilen raste tiefer…

von Werner Krotz

Der Kindheit Freude ist nicht unbeschwert,
die Welt wirft Schatten auf der Kinder Glück.
Das Kind jedoch entdeckt den eignen Wert,
wenn's gut geht, bleiben Wunden nicht zurück.

Die Lebensmitte ist für Mann und Frau

von Flora von Bistram

Geh in Frieden, müde Seele,
lass den Lebensmantel los,
der so schwer behindert bloß,
dass er dich nicht länger quäle.

Halte nicht mehr fest dein Leben,
nicht an Tand, an Gut und Geld,
den Ballast der Habenwelt…

von Marie von Ebner-Eschenbach

Gewidmet sei das erste der Sonette,
In dem ich völlig mich der Form bemeistert,
Der Zauberin, die mich dazu begeistert:
Der duftenden Havannazigarette.

Nicht mühsam ward zusammen es gekleistert.
Es floß, ein Strom…

von Ingrid Herta Drewing

Ein blauer Tag, ein gutes Buch, die Seiten
erzählen dir von Leben; Poesie
lässt sorgsam, zärtlich ineinander gleiten,
was sonst getrennt, ein Lächeln, Phantasie.

Da wird aus Abenteuern Offenbarung
und was…

von Yvonne Zoll

Im Samt auf meiner Sehnot silbergrau
lauschen Flaschengeister gleich in Mengen
Launisch bleimäandernd Blicke lenken
Mich hoch um aufgetürmte Sphärenstaus

Fast freigewischt fliegt Sandbank Visa a vis
Notbeleuchtet…

von Ingrid Herta Drewing

Es rauscht das Meer, die Brandung an den Buhnen
verwirbelt weiß sich in der Gischt, die schäumt.
Dort, wo die Küste steil, verwischt es Runen
im Felsgestein, das blank und hoch sich bäumt.

Gefräßig nagt die Brandung hohle…

von Yvonne Zoll

Schon mal knirscht und knackt es im Getriebe
Zwischen Eisenbahn und Teddybären
Drängte ängstlich Sehnsucht sich verloren
Und versteckten sich Gefühle - viele

Urzeit blieb als schwuren ewig Liebe
Anders Leben heute…

von Alfred Mertens

Heute spricht man so viel von der LEITKULTUR,
und zwar so intensiv, wie ich`s gestern erfuhr !
Alle Gemüter waren erschüttert,
auch Moslems waren sehr schwer verbittert.

Sie wollen es einfach partou nicht verstehen,…

von Yvonne Zoll

Spät in einer einsam fernen Stunde
Spielt in Gedanken entlegener Traum
Driften Gefühle zu bändigen kaum
Dringen wehklagend aus deinem Munde

Hervor, heraus an die Luft gelassen
Herein begehren Einlass in mein Herz…

von Stefanie Junker

Tanze den Tango der Liebe mit mir,
auf dem Parkett der glühenden Leidenschaft.
Eine rote Rose diene als Zier -
dem Ebenbild von Liebe, Schönheit und Kraft.

Möchte kreisen mit dir des Walzers Rund,
uns…

von Ingrid Herta Drewing

Dort, wo am Horizont sich sanft vereinen
das Blau des Himmels und das Grün der See,
erglänzt im Strahlenspiel der Sonne Scheinen
ein großes Schiff mit Segeln weiß wie Schnee.

Als steige es herauf aus fernen Träumen,…

von Yvonne Zoll

Gestorb‘nes Sterngeflirr am Himmel wacht
Über rauchverschleiert undichten Schloten
Torkelnd tappst mit phlegmatischen Pfoten
Traumschwer durch die drahtlose leise Nacht.

Ist des irren Blicks sich sehr wohl bewusst

von Jörg Krüger

Stadtluft vermöge frei zu machen - mir Heutigem klingt das bizarr.
Ich kann kaum atmen dort, ich halte es in Städten nicht sehr lange aus.
In klammen dunklen Bauernstuben war dies Wort wohl wahr:
Enges Dorf, kalte Liebe,…

von Corinna Herntier

Was ich gesungen in den Jugendjahren,
krieg‘ ich heut‘ nicht mehr über meine Lippen.
Da müsst‘ ich lang und tief am Glase nippen …
die Inhalte sind mir so fern vom Wahren.

Wie gerne traf ich mich in Jugendscharen!

von Heinrich Heine

Um Mitternacht war schon die Burg erstiegen,
Der Holzstoß flammte auf am Fuß der Mauern,
Und wie die Burschen lustig niederkauern,
Erscholl das Lied von Deutschlands heilgen Siegen.

Wir tranken Deutschlands Wohl aus…

von Yvonne Zoll

Zwischen der Zeit inmitten tiefster Nacht
Hörte tiefster Stille Einsamkeiten
Sinnierten Sinne sinnlich verleiten
Zum ahnungsvoll traumschwer Denken erwacht

Zwischen nächtlicher Reise unbedacht
Hörte einsam letztes…

von Yvonne Zoll

Flogen Gefühle unvergessen
Fliehend Schneegestöber und Bögen
Regen weiß - wer weiß um mein Vermögen
und wird die Trauer wohl ermessen

Gewaltsam auseinander brechend
Was tiefer ging im Einst verbunden
Entgegen…

von Stefanie Junker

Da steht er vor ihr, dieser kleine Sarg,
so edel mit Schnitzereien reich verziert.
Verloschenes Glück, das früher war stark,
starr und kalt das Blut ihrer Adern gefriert.

Was mal war und was mal ist, sich vermischt.…

von Marco Hauser

Sonnet 1

When the night breaks down on gentle wings
And Moonlight covers you like silver cloth
Your lovely curves ask for sweeter sins
But all you hear is the cold sea’s froth

Warm, gentle hands caress your mellow…

von Ingrid Herta Drewing

Es liegt im Wachsen etwas Wunderbares,
wie sich ein Keimling in das Werden fügt,
sich einreiht jede Zelle, etwas Klares,
das auch dem großen Ganzen dann genügt.

Als habe es geheimen Ruf vernommen,
so folgt das Leben…

von Arthur Schopenhauer

Die lange Winternacht will nimmer enden;
Als käm’ sie nimmermehr, die Sonne weilet;
Der Sturm mit Eulen um die Wette heulet;
Die Waffen klirren, an den morschen Wänden.

Und off’ne Gräber ihre Geister senden:
Sie…

von Jörg Krüger

Manchmal wart´ ich auf der Schwelle,
auf den, auf die, welche beobachtet und schaut,
und verschwinde dann in dem, was so vertraut.
Zum Beispiel Blitz und Lichteshelle,

dann wieder schwing ich mich im Überschwange

von Jörg Krüger

Am Wegesrand die trockendürren Rainfarnstengel fangen Tau und Reif.
Die Silhouetten naher Hügel tauchen ein in ein „Vielleicht“.
Während sich der Nebel senkt, und der Erde kühlfeuchte Hände reicht,
kriecht Kälte unter die…

von Alfred Mertens

Kennt ihr die künstliche Moral im Lande,
sie ist so eng, frigide und reichlich bekloppt.
Und äußert sich, fast nur noch am Rande,
man hat den Eindruck. als sei es getoppt

Wir halten nur Hof, für alle die kommen
ob…

von Alfred Mertens

Meine Frau hat Krähenfüße,
ich dagegen, Käsefüße,
da gibt es schon ein Unterschied,
denn bei ihr man`s deutlich sieht.

Nur bei mir,ich sag es offen,
bin von Düften stark betroffen.
Wem das nicht paßt, hat…

von Ingrid Herta Drewing

Im Radio wird die Winterzeit besungen;
romantisch, leise schwebt herab der Schnee.
Es singt ein Jungenchor aus vollen Lungen
andächtig, wie so still ruh‘ starr der See.

Du schaust hinaus und siehst, nur Regen nieselt.…

von Yvonne Zoll

Wenn im Frühling anders Augen blicken
Wirbeln federleicht in meinen Träumen
Lichtgleich geistig fein vergleich mit keinen
Sirren sie in meinem Kopf wie Mücken

Lächeln Li(e)der nieder nicht verlieren
Wieder bieder…

von Ingrid Herta Drewing

Fast schon alltäglich, diese Terrortaten,
der Hass und Wahn, Gewalt, dem Tod verschrieben.
Verwundet, kläglich in den Sog geraten,
auf Leides Bahn dies Leben, das wir lieben.

Der Freiheit Räume werden arg beschnitten,…

von Rochus Stordeur

und als ich sah wie fies die zeit entstellt
den hohen preis von längst vergrabnem gut
und manchmal sah wie doppelturm zerschellt
und schwermetallnen spielball packt zu todeswut

und als ich sah wie gierig meer verschlingt…

von Ingrid Herta Drewing

Ach könnte ich auf Kranichs sanften Schwingen
dort in den hohen Lüften fliegen, gleiten,
und unberührt von Sorgen, Alltagsdingen
die Blicke offen in die Weite leiten!

Nicht Zäune, Mauern, noch ein Hag von Dornen

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