Sonett / Klinggedicht ✓ Gedichte aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen

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von Karin Steuck
von Monika Laakes
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 95 Texten in dieser Kategorie
von Karin Steuck

Nass bestäubt und regenfein,
läd‘ mich heut der Morgen ein.

Trommelwirbel auf dem Dache
Macht daraus‚ ne Notensache.

Hör noch Klänge von der Tonne,
An den Fenstern plötzlich Sonne.

Trommelwirbel

von Monika Laakes

Hier spiel ich mit der Form,
die sich in mir entzündet.
Versuche sie zu bündeln,
entspricht nicht der gewünschten Norm.

So spring ich hoch und nieder
mit Worten, die mir nicht genügen.
Stell fest, dennoch…

von Ephraim Kolczynski

Wer ruft den seelentiefen Flügelschwarm,
der wie ein Fühlen aus dem Blute gleitet
und jede Pore gleich dem Himmel weitet,
berührt von Strahlen ungesehen warm.

Wer reicht mir diesen reinen Engelarm,
der pure…

von Mara Krovecs

Ich komme vom Saturn und habt ihr Asyl?
Ich brauch eine Wolke und Regen ganz bunt.
Auch Milch von der Straße dann bleib ich gesund
und bitte die Lüfte, was macht sie so schwül?

Mein Vater der Sänger, ist leider jetzt tot…

von Susan Melville

Du liebe Muse, was sorgst du dich?
Im trüben Blick les´ ich den Kummer,
der dich selbst in tiefstem Schlummer,
plagt und quält ganz fürchterlich.

Der krude Alb raubt schon den Schlaf,
fest hält er dich in seinem Arm…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Marie von Ebner-Eschenbach

Gewidmet sei das erste der Sonette,
In dem ich völlig mich der Form bemeistert,
Der Zauberin, die mich dazu begeistert:
Der duftenden Havannazigarette.

Nicht mühsam ward zusammen es gekleistert.
Es floß, ein Strom…

von Ingrid Herta Drewing

Nur eine sanfte Spur im ew’gen Kreise,
schon spiegelt sich der Herbst im blanken See,
und Wehmut singt mir ihre Abschiedsweise.

Noch fährt der Wind hier durch die Wipfel leise,
und goldgelb glänzt, was vormals grün wie…

von Thomas Brod

Flores de escarcha

Las cristalinas flores, los primores,
que crecen en invierno de seguro
en las ventanas por el frío puro
producen velos, muestras sin colores.

Las lindas flores tienen sus fulgores
de hielo…

von Thomas Brod

Un beso

Mis ideas bailan en mi cabeza
y tocan las cuerdas de mi corazón,
tocan hermosa música en mi visión,
para tí, mi amante, mi belleza.

A la única mujer que es mi princesa,
el solo motivo de mi…

von Yvonne Zoll

Im Samt auf meiner Sehnot silbergrau
lauschen Flaschengeister gleich in Mengen
Launisch bleimäandernd Blicke lenken
Mich hoch um aufgetürmte Sphärenstaus

Fast freigewischt fliegt Sandbank Visa a vis
Notbeleuchtet…

von Ingrid Herta Drewing

Es rauscht das Meer, die Brandung an den Buhnen
verwirbelt weiß sich in der Gischt, die schäumt.
Dort, wo die Küste steil, verwischt es Runen
im Felsgestein, das blank und hoch sich bäumt.

Gefräßig nagt die Brandung hohle…

von Ephraim Kolczynski

Als ich von kleinen Schritten noch getragen,
den Flüssen folgte, hin zu ihren Brücken,
erweckten Fische flüchtend mein Entzücken
und ich begann mit Händen sie zu jagen.

Den halben Tag entwischten mir die Kleinen,

von Ingrid Herta Drewing

Ein blauer Tag, ein gutes Buch, die Seiten
erzählen dir von Leben; Poesie
lässt sorgsam, zärtlich ineinander gleiten,
was sonst getrennt, ein Lächeln, Phantasie.

Da wird aus Abenteuern Offenbarung
und was…

von Yvonne Zoll

Unflügge flattert mein Denken eben
Im Nacken kräuselt weißes Wort sich trau
Verlier mit Unlust heller blau in grau
Flüchte mich in leiser Hände Leben

Fahre führ mich fort in Zärtlichkeiten
Zu verweilen raste tiefer…

von Jörg Krüger

Stadtluft vermöge frei zu machen - mir Heutigem klingt das bizarr.
Ich kann kaum atmen dort, ich halte es in Städten nicht sehr lange aus.
In klammen dunklen Bauernstuben war dies Wort wohl wahr:
Enges Dorf, kalte Liebe,…

von Corinna Herntier

Was ich gesungen in den Jugendjahren,
krieg‘ ich heut‘ nicht mehr über meine Lippen.
Da müsst‘ ich lang und tief am Glase nippen …
die Inhalte sind mir so fern vom Wahren.

Wie gerne traf ich mich in Jugendscharen!

von Uwe Röder

Die Liebe ist
der Sonne
gleich,

macht alles
hell und
reich.

Die Liebe ist
auch wie ein
Kind,

schickt böse
Drachen
in den Wind.

Die Liebe
Ist wie
du,

von Marco Hauser

Sonnet 1

When the night breaks down on gentle wings
And Moonlight covers you like silver cloth
Your lovely curves ask for sweeter sins
But all you hear is the cold sea’s froth

Warm, gentle hands caress your mellow…

von Werner Krotz

Der Kindheit Freude ist nicht unbeschwert,
die Welt wirft Schatten auf der Kinder Glück.
Das Kind jedoch entdeckt den eignen Wert,
wenn's gut geht, bleiben Wunden nicht zurück.

Die Lebensmitte ist für Mann und Frau

von Flora von Bistram

Geh in Frieden, müde Seele,
lass den Lebensmantel los,
der so schwer behindert bloß,
dass er dich nicht länger quäle.

Halte nicht mehr fest dein Leben,
nicht an Tand, an Gut und Geld,
den Ballast der Habenwelt…

von Alfred Mertens

Heute spricht man so viel von der LEITKULTUR,
und zwar so intensiv, wie ich`s gestern erfuhr !
Alle Gemüter waren erschüttert,
auch Moslems waren sehr schwer verbittert.

Sie wollen es einfach partou nicht verstehen,…

von Yvonne Zoll

Spät in einer einsam fernen Stunde
Spielt in Gedanken entlegener Traum
Driften Gefühle zu bändigen kaum
Dringen wehklagend aus deinem Munde

Hervor, heraus an die Luft gelassen
Herein begehren Einlass in mein Herz…

von Ingrid Herta Drewing

Dort, wo am Horizont sich sanft vereinen
das Blau des Himmels und das Grün der See,
erglänzt im Strahlenspiel der Sonne Scheinen
ein großes Schiff mit Segeln weiß wie Schnee.

Als steige es herauf aus fernen Träumen,…

von Yvonne Zoll

Gestorb‘nes Sterngeflirr am Himmel wacht
Über rauchverschleiert undichten Schloten
Torkelnd tappst mit phlegmatischen Pfoten
Traumschwer durch die drahtlose leise Nacht.

Ist des irren Blicks sich sehr wohl bewusst

von Heinrich Heine

Um Mitternacht war schon die Burg erstiegen,
Der Holzstoß flammte auf am Fuß der Mauern,
Und wie die Burschen lustig niederkauern,
Erscholl das Lied von Deutschlands heilgen Siegen.

Wir tranken Deutschlands Wohl aus…

von Ingrid Herta Drewing

Es liegt im Wachsen etwas Wunderbares,
wie sich ein Keimling in das Werden fügt,
sich einreiht jede Zelle, etwas Klares,
das auch dem großen Ganzen dann genügt.

Als habe es geheimen Ruf vernommen,
so folgt das Leben…

von Arthur Schopenhauer

Die lange Winternacht will nimmer enden;
Als käm’ sie nimmermehr, die Sonne weilet;
Der Sturm mit Eulen um die Wette heulet;
Die Waffen klirren, an den morschen Wänden.

Und off’ne Gräber ihre Geister senden:
Sie…

von Ephraim Kolczynski

Ich liebe Rührung in den schmalsten Flüssen,
geteilten Flügelschlag im Ufergras,
den Hauch von windgewiegten Wärmeküssen,
das Himmelszelt im sanften Spiegelglas.

Den Tau am Schwert der lichtgebläuten Blüte,
die…

von Yvonne Zoll

Zwischen der Zeit inmitten tiefster Nacht
Hörte tiefster Stille Einsamkeiten
Sinnierten Sinne sinnlich verleiten
Zum ahnungsvoll traumschwer Denken erwacht

Zwischen nächtlicher Reise unbedacht
Hörte einsam letztes…

von Yvonne Zoll

Schon mal knirscht und knackt es im Getriebe
Zwischen Eisenbahn und Teddybären
Drängte ängstlich Sehnsucht sich verloren
Und versteckten sich Gefühle - viele

Urzeit blieb als schwuren ewig Liebe
Anders Leben heute…

von Ephraim Kolczynski

Du flüsterst noch immer in heilsamen Worten,
beschreibst deine Blätter mit goldenem Sinn,
wer könnte die Reime in Büchern je horten
und sagen am Ende mit Jubeln: Ich bin.

Aus Zartheit von Vögeln durchdringt mich gelinde…

von Yvonne Zoll

Flogen Gefühle unvergessen
Fliehend Schneegestöber und Bögen
Regen weiß - wer weiß um mein Vermögen
und wird die Trauer wohl ermessen

Gewaltsam auseinander brechend
Was tiefer ging im Einst verbunden
Entgegen…

von Ephraim Kolczynski

Wie oft hast du die Mauern nachts umwunden,
den Einsturz ihrer Festung selbst erstrebt,
den Blick des Sternendeuters eingebunden,
sodass der Sieg vor deinen Füßen bebt.

Der helle Mond befahl zu menetekeln
und welch…

von Yvonne Zoll

Wenn im Frühling anders Augen blicken
Wirbeln federleicht in meinen Träumen
Lichtgleich geistig fein vergleich mit keinen
Sirren sie in meinem Kopf wie Mücken

Lächeln Li(e)der nieder nicht verlieren
Wieder bieder…

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