Sonett / Klinggedicht ✓ Gedichte aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen

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von Monika Laakes
von Alfred Mertens
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 71 Texten in dieser Kategorie
von Karin *

Nass bestäubt und regenfein,
läd‘ mich heut der Morgen ein.

Trommelwirbel auf dem Dache
Macht daraus‚ ne Notensache.

Hör noch Klänge von der Tonne,
An den Fenstern plötzlich Sonne.

Trommelwirbel

von Monika Laakes

Hier spiel ich mit der Form,
die sich in mir entzündet.
Versuche sie zu bündeln,
entspricht nicht der gewünschten Norm.

So spring ich hoch und nieder
mit Worten, die mir nicht genügen.
Stell fest, dennoch…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Ingrid Herta Drewing

Ein blauer Tag, ein gutes Buch, die Seiten
erzählen dir von Leben; Poesie
lässt sorgsam, zärtlich ineinander gleiten,
was sonst getrennt, ein Lächeln, Phantasie.

Da wird aus Abenteuern Offenbarung
und was…

von Yvonne Zoll

Im Samt auf meiner Sehnot silbergrau
lauschen Flaschengeister gleich in Mengen
Launisch bleimäandernd Blicke lenken
Mich hoch um aufgetürmte Sphärenstaus

Fast freigewischt fliegt Sandbank Visa a vis
Notbeleuchtet…

von Ingrid Herta Drewing

Es rauscht das Meer, die Brandung an den Buhnen
verwirbelt weiß sich in der Gischt, die schäumt.
Dort, wo die Küste steil, verwischt es Runen
im Felsgestein, das blank und hoch sich bäumt.

Gefräßig nagt die Brandung hohle…

von Flora von Bistram

Geh in Frieden, müde Seele,
lass den Lebensmantel los,
der so schwer behindert bloß,
dass er dich nicht länger quäle.

Halte nicht mehr fest dein Leben,
nicht an Tand, an Gut und Geld,
den Ballast der Habenwelt…

von Alfred Mertens

Heute spricht man so viel von der LEITKULTUR,
und zwar so intensiv, wie ich`s gestern erfuhr !
Alle Gemüter waren erschüttert,
auch Moslems waren sehr schwer verbittert.

Sie wollen es einfach partou nicht verstehen,…

von Marie von Ebner-Eschenbach

Gewidmet sei das erste der Sonette,
In dem ich völlig mich der Form bemeistert,
Der Zauberin, die mich dazu begeistert:
Der duftenden Havannazigarette.

Nicht mühsam ward zusammen es gekleistert.
Es floß, ein Strom…

von Yvonne Zoll

Spät in einer einsam fernen Stunde
Spielt in Gedanken entlegener Traum
Driften Gefühle zu bändigen kaum
Dringen wehklagend aus deinem Munde

Hervor, heraus an die Luft gelassen
Herein begehren Einlass in mein Herz…

von Ingrid Herta Drewing

Dort, wo am Horizont sich sanft vereinen
das Blau des Himmels und das Grün der See,
erglänzt im Strahlenspiel der Sonne Scheinen
ein großes Schiff mit Segeln weiß wie Schnee.

Als steige es herauf aus fernen Träumen,…

von Yvonne Zoll

Gestorb‘nes Sterngeflirr am Himmel wacht
Über rauchverschleiert undichten Schloten
Torkelnd tappst mit phlegmatischen Pfoten
Traumschwer durch die drahtlose leise Nacht.

Ist des irren Blicks sich sehr wohl bewusst

von Jörg Krüger

Stadtluft vermöge frei zu machen - mir Heutigem klingt das bizarr.
Ich kann kaum atmen dort, ich halte es in Städten nicht sehr lange aus.
In klammen dunklen Bauernstuben war dies Wort wohl wahr:
Enges Dorf, kalte Liebe,…

von Corinna Herntier

Was ich gesungen in den Jugendjahren,
krieg‘ ich heut‘ nicht mehr über meine Lippen.
Da müsst‘ ich lang und tief am Glase nippen …
die Inhalte sind mir so fern vom Wahren.

Wie gerne traf ich mich in Jugendscharen!

von Yvonne Zoll

Zwischen der Zeit inmitten tiefster Nacht
Hörte tiefster Stille Einsamkeiten
Sinnierten Sinne sinnlich verleiten
Zum ahnungsvoll traumschwer Denken erwacht

Zwischen nächtlicher Reise unbedacht
Hörte einsam letztes…

von Yvonne Zoll

Schon mal knirscht und knackt es im Getriebe
Zwischen Eisenbahn und Teddybären
Drängte ängstlich Sehnsucht sich verloren
Und versteckten sich Gefühle - viele

Urzeit blieb als schwuren ewig Liebe
Anders Leben heute…

von Yvonne Zoll

Flogen Gefühle unvergessen
Fliehend Schneegestöber und Bögen
Regen weiß - wer weiß um mein Vermögen
und wird die Trauer wohl ermessen

Gewaltsam auseinander brechend
Was tiefer ging im Einst verbunden
Entgegen…

von Marco Hauser

Sonnet 1

When the night breaks down on gentle wings
And Moonlight covers you like silver cloth
Your lovely curves ask for sweeter sins
But all you hear is the cold sea’s froth

Warm, gentle hands caress your mellow…

von Ingrid Herta Drewing

Es liegt im Wachsen etwas Wunderbares,
wie sich ein Keimling in das Werden fügt,
sich einreiht jede Zelle, etwas Klares,
das auch dem großen Ganzen dann genügt.

Als habe es geheimen Ruf vernommen,
so folgt das Leben…

von Ingrid Herta Drewing

Fast schon alltäglich, diese Terrortaten,
der Hass und Wahn, Gewalt, dem Tod verschrieben.
Verwundet, kläglich in den Sog geraten,
auf Leides Bahn dies Leben, das wir lieben.

Der Freiheit Räume werden arg beschnitten,…

von Jörg Krüger

Manchmal wart´ ich auf der Schwelle,
auf den, auf die, welche beobachtet und schaut,
und verschwinde dann in dem, was so vertraut.
Zum Beispiel Blitz und Lichteshelle,

dann wieder schwing ich mich im Überschwange

von Jörg Krüger

Am Wegesrand die trockendürren Rainfarnstengel fangen Tau und Reif.
Die Silhouetten naher Hügel tauchen ein in ein „Vielleicht“.
Während sich der Nebel senkt, und der Erde kühlfeuchte Hände reicht,
kriecht Kälte unter die…

von Alfred Mertens

Kennt ihr die künstliche Moral im Lande,
sie ist so eng, frigide und reichlich bekloppt.
Und äußert sich, fast nur noch am Rande,
man hat den Eindruck. als sei es getoppt

Wir halten nur Hof, für alle die kommen
ob…

von Alfred Mertens

Meine Frau hat Krähenfüße,
ich dagegen, Käsefüße,
da gibt es schon ein Unterschied,
denn bei ihr man`s deutlich sieht.

Nur bei mir,ich sag es offen,
bin von Düften stark betroffen.
Wem das nicht paßt, hat…

von Yvonne Zoll

Wenn im Frühling anders Augen blicken
Wirbeln federleicht in meinen Träumen
Lichtgleich geistig fein vergleich mit keinen
Sirren sie in meinem Kopf wie Mücken

Lächeln Li(e)der nieder nicht verlieren
Wieder bieder…

von Ingrid Herta Drewing

Im Radio wird die Winterzeit besungen;
romantisch, leise schwebt herab der Schnee.
Es singt ein Jungenchor aus vollen Lungen
andächtig, wie so still ruh‘ starr der See.

Du schaust hinaus und siehst, nur Regen nieselt.…

von Heinrich Heine

Um Mitternacht war schon die Burg erstiegen,
Der Holzstoß flammte auf am Fuß der Mauern,
Und wie die Burschen lustig niederkauern,
Erscholl das Lied von Deutschlands heilgen Siegen.

Wir tranken Deutschlands Wohl aus…

von Arthur Schopenhauer

Die lange Winternacht will nimmer enden;
Als käm’ sie nimmermehr, die Sonne weilet;
Der Sturm mit Eulen um die Wette heulet;
Die Waffen klirren, an den morschen Wänden.

Und off’ne Gräber ihre Geister senden:
Sie…

von Rochus Stordeur

und als ich sah wie fies die zeit entstellt
den hohen preis von längst vergrabnem gut
und manchmal sah wie doppelturm zerschellt
und schwermetallnen spielball packt zu todeswut

und als ich sah wie gierig meer verschlingt…

von Ingrid Herta Drewing

Ach könnte ich auf Kranichs sanften Schwingen
dort in den hohen Lüften fliegen, gleiten,
und unberührt von Sorgen, Alltagsdingen
die Blicke offen in die Weite leiten!

Nicht Zäune, Mauern, noch ein Hag von Dornen

von Mara Krovecs

Ach ich bin solcher Wege oft gegangen
ins Bunt ins Weit ins namenlose Schöne
und hab gehofft dass ich mich so versöhne
mit Traurigkeiten die in mir gefangen

auch führte mich manch Straße in die Tiefe
aus der ich…

von Alfred Mertens

Der Gernhardt hielt Sonette für beschissen,
ich knoble gerne an sie herum, dabei
es ist mir wichtig und auch nicht einerlei.
dass ich auf dem Wege bin zu wissen,

wie dieses geht, man muss nur richtig denken
auch ich…

von Alfred Mertens

Sollten die Wolken wirklich einmal wehen
und sich dabei um die ganze Welt sich drehen,
um auch einen großen Schutz zu nutzen,
wer würde sich die Nase noch putzen ?
Wir haben Eigenschaften, die uns helfen,
uns…

von Perdita Klimeck

(Sonettenkranz)

1
Die Luft so weich, ich wand´re unter Bäumen,
der Schmerz entflieht, erhebt sich in die Lüfte.
Gar hundertfach umweh´n mich süße Düfte,
möcht keinen einz´gen Augenblick versäumen.

Nur einmal…

von Ingrid Herta Drewing

Nun hat der Winter kalt das Tal verschlungen,
so dicht verhüllt mit seinem Nebelgrau.
Gedämpft wirkt alles, was sonst hell erklungen,
zu Raureif ist erstarrt der Wiese Tau.

Verschwommen, trüb die Lichter,goldne Sterne,…

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