Sonett / Klinggedicht ✓ Gedichte aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen

empfohlene Sonette / Klinggedichte
von Arthur Schopenhauer
von Marie von Ebner-Eschenbach
von Heinrich Heine
neue Sonette / Klinggedichte
von Rochus Stordeur
von Thomas Brod
die schönsten Sonette / Klinggedichte
von Monika Laakes
von Thomas Brod
von Karin Steuck
Mitglied

Nass bestäubt und regenfein,
läd‘ mich heut der Morgen ein.

Trommelwirbel auf dem Dache
Macht daraus‚ ne Notensache.

Hör noch Klänge von der Tonne,
An den Fenstern plötzlich Sonne.

Trommelwirbel

von Thomas Brod
Mitglied

Wie feucht ist diese Nacht - im blassen Mondenschein.
Kein Traum von Lust und Freud - entsteht im Spinnennetz
der Straßen dieser Stadt, - durch die ich grade hetz,
weil Regen niedergeht. - Der trommelt hörbar ein

im…

von Rochus Stordeur
Mitglied

du erwartest zuviel von der schweigenden welt
und noch mehr von der kreischenden meute
nur der eine der gestern verschwand und bereute
gab dir viel: er verstrickt sich aus tränen dein zelt

blauer himmel geschwätz und…

von Ephraim Kolczynski
Mitglied

Wer ruft den seelentiefen Flügelschwarm,
der wie ein Fühlen aus dem Blute gleitet
und jede Pore gleich dem Himmel weitet,
berührt von Strahlen ungesehen warm.

Wer reicht mir diesen reinen Engelarm,
der pure…

von Monika Laakes
Mitglied

Hier spiel ich mit der Form,
die sich in mir entzündet.
Versuche sie zu bündeln,
entspricht nicht der gewünschten Norm.

So spring ich hoch und nieder
mit Worten, die mir nicht genügen.
Stell fest, dennoch…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Umschmeichelnd nachts zukünftig Klarheit seit
Sanft darin geschmiegt fühlt Hand wie Wange
was all tags alltägliche Belange
verrinnt begehrend weicht wie Heiserkeit

zu ungefasst erfasster Kostbarkeit
im Berührten…

von Ephraim Kolczynski
Mitglied

Du bleibst die Hand, die all mein Herz begehrte,
das sanfte Wort im ausgereiftem Klang,
das keinem Dorn die Blüte je verwehrte,
noch einem Grashalm seinen Blick vom Hang.

Verstünd´ der Mensch, was deine Sanftheit lehrte…

von Thomas Brod
Mitglied

Besinnlichkeit kommt mit der fernen Stunde
bei Dunkelheit, wenn nur die Liebe wacht,
wird diese auch ganz gern und wie! - belacht -
so gibt’s für Sucher doch auch Sternenfunde.

Ist’s dann nicht Zeit, dass sich mal Triebe…

von Thomas Brod
Mitglied

B edenkt, auch so manch Philosophen dichten
I m Dunkeln! Scheint dadurch die Sonne wieder?
N ein, wenn die Thesen nur die „Doofen” sichten,
S tagniert ein jeder Lust- und Wonnesieder!

E s dämmert langsam, wenn sich Reihen…

von Thomas Brod
Mitglied

Des Herbstes Kleid
im Sonnenlicht
ist ein Gedicht
und leuchtet weit.

Kommt Wendezeit,
stehn Bäume schlicht,
der Blick wird licht
durch Abschiedszeit,

wenn Winde wehn,
die Wolken ziehn,…

von Mara Krovecs
Mitglied

Ich komme vom Saturn und habt ihr Asyl?
Ich brauch eine Wolke und Regen ganz bunt.
Auch Milch von der Straße dann bleib ich gesund
und bitte die Lüfte, was macht sie so schwül?

Mein Vater der Sänger, ist leider jetzt tot…

von Marie von Ebner-Eschenbach
Bibliothek

Gewidmet sei das erste der Sonette,
In dem ich völlig mich der Form bemeistert,
Der Zauberin, die mich dazu begeistert:
Der duftenden Havannazigarette.

Nicht mühsam ward zusammen es gekleistert.
Es floß, ein Strom…

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

Nur eine sanfte Spur im ew’gen Kreise,
schon spiegelt sich der Herbst im blanken See,
und Wehmut singt mir ihre Abschiedsweise.

Noch fährt der Wind hier durch die Wipfel leise,
und goldgelb glänzt, was vormals grün wie…

von Susan Melville
Mitglied

Du liebe Muse, was sorgst du dich?
Im trüben Blick les´ ich den Kummer,
der dich selbst in tiefstem Schlummer,
plagt und quält ganz fürchterlich.

Der krude Alb raubt schon den Schlaf,
fest hält er dich in seinem Arm…

von Alfred Mertens
Mitglied

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Thomas Brod
Mitglied

Flores de escarcha

Las cristalinas flores, los primores,
que crecen en invierno de seguro
en las ventanas por el frío puro
producen velos, muestras sin colores.

Las lindas flores tienen sus fulgores
de hielo…

von Werner Krotz
Mitglied

Was ist ein Sommertag schon gegen dich?
Du hast mehr Liebreiz und mehr Sanftheit auch.
Im Sommer ist's oft gar nicht sommerlich,
und früh im Herbst ist seine Kraft verbraucht.

Bald brennt die Sonne viel zu heiß herab,…

von Thomas Brod
Mitglied

Von Gott und seinem Geist dem Mensch gegeben,
sein WORT und Plan in reinster Symphonie,
voll weiser Evangelienharmonie,
die Wahrheit, die so wichtig für das Leben.

Er ist der Weinstock, wir sind nur die Reben,
sind…

von Somos Eleen
Mitglied

Ihr Wesen rein wie eine Rosenblüte,
die Augen leuchtend wie des Mondes Schein.
Vor ihrem Lächeln sich einer jeder hüte,
zu schnell du würdest ihr verfallen sein.

Der Stimme Charme fängt mich im Kerzenschein,
sie…

von Thomas Brod
Mitglied

Auf ’ner Silvesterparty lasse nippen,
es fließt doch wirklich Sekt und Wein zu Scharen
und freu dich, küss der Damen nasse Lippen,
es lohnt sich dort den schönen Schein zu wahren.

Bei guter Musik darfst auch du keck…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Schon mal knirscht und knackt es im Getriebe
Zwischen Eisenbahn und Teddybären
Drängte ängstlich Sehnsucht sich verloren
Und versteckten sich Gefühle - viele

Urzeit blieb als schwuren ewig Liebe
Anders Leben heute…

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

Ein blauer Tag, ein gutes Buch, die Seiten
erzählen dir von Leben; Poesie
lässt sorgsam, zärtlich ineinander gleiten,
was sonst getrennt, ein Lächeln, Phantasie.

Da wird aus Abenteuern Offenbarung
und was…

von Alf Glocker
Mitglied

Europa, das sind fallende Kulissen,
Menschen, die sich in Luft auflösen –
Europa, das ist schon verlor’nes Wissen;
man zieht es vor, im Rausch zu dösen!

Daß schon die Horizonte brennen,
übersieht der Bürger, brav…

von Felix Erhard Rau
Mitglied

Wer ist’s, die mich aus tiefem Schlaf erweckt?
Sie steht im weißen Schnee so sanft und leise
Und ruht sich aus von ihrer langen Reise
Hat ihre Arme weit hinausgestreckt

Sie hat ein Herz aus Glas und voll bedeckt

von Rochus Stordeur
Mitglied

wie sehr du dich ins atemlose tarnst
du kannst dich vor dir nicht verstecken
wie willst du deine wunden ohren lecken
wie hörst du dann wenn du dich warnst

du hörst dich nicht weil die musik dir schreit
aus diesen…

von Thomas Brod
Mitglied

Bin nicht verliebt,
das sagt‘ ich dir.
Nun stehst du hier,
nicht ungeliebt.

Ein Wort verschiebt,
das zeigst du mir,
den Sinn - kapier:
„Sei nicht verliebt!“

Es sich nicht gleicht
für den,…

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

Es rauscht das Meer, die Brandung an den Buhnen
verwirbelt weiß sich in der Gischt, die schäumt.
Dort, wo die Küste steil, verwischt es Runen
im Felsgestein, das blank und hoch sich bäumt.

Gefräßig nagt die Brandung hohle…

von Ephraim Kolczynski
Mitglied

Als ich von kleinen Schritten noch getragen,
den Flüssen folgte, hin zu ihren Brücken,
erweckten Fische flüchtend mein Entzücken
und ich begann mit Händen sie zu jagen.

Den halben Tag entwischten mir die Kleinen,

von Yvonne Zoll
Mitglied

Drei Punkte trostverrußt auf weißem Blatt
in verhaltenem Zerfall schmiegt ferner
fasernd sich zur Träne intensiver
bei Belichtung, Schwermut sich verdichtet

Oh, welch wirkend Wehmut, welch Entrücken
– spürbar aus…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Spät in einer einsam fernen Stunde
Spielt in Gedanken entlegener Traum
Driften Gefühle zu bändigen kaum
Dringen wehklagend aus deinem Munde

Hervor, heraus an die Luft gelassen
Herein begehren Einlass in mein Herz…

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

Dort, wo am Horizont sich sanft vereinen
das Blau des Himmels und das Grün der See,
erglänzt im Strahlenspiel der Sonne Scheinen
ein großes Schiff mit Segeln weiß wie Schnee.

Als steige es herauf aus fernen Träumen,…

von Corinna Herntier
Mitglied

Was ich gesungen in den Jugendjahren,
krieg‘ ich heut‘ nicht mehr über meine Lippen.
Da müsst‘ ich lang und tief am Glase nippen …
die Inhalte sind mir so fern vom Wahren.

Wie gerne traf ich mich in Jugendscharen!

von Yvonne Zoll
Mitglied

Unflügge flattert mein Denken eben
Im Nacken kräuselt weißes Wort sich trau
Verlier mit Unlust heller blau in grau
Flüchte mich in leiser Hände Leben

Fahre führ mich fort in Zärtlichkeiten
Zu verweilen raste tiefer…

von Jörg Krüger
Mitglied

Stadtluft vermöge frei zu machen - mir Heutigem klingt das bizarr.
Ich kann kaum atmen dort, ich halte es in Städten nicht sehr lange aus.
In klammen dunklen Bauernstuben war dies Wort wohl wahr:
Enges Dorf, kalte Liebe,…

von Thomas Brod
Mitglied

Un beso

Mis ideas bailan en mi cabeza
y tocan las cuerdas de mi corazón,
tocan hermosa música en mi visión,
para tí, mi amante, mi belleza.

A la única mujer que es mi princesa,
el solo motivo de mi…

von Marvin Newman
Mitglied

Liebste Kate,
es braucht Zeit für des Gefühles Wörter,
denn sie müssen rein sein wie weißer Schnee.
Nur so sind sie verschmolzen Herz, Geist und Körper.

Trotzdem müssen wir diesen Berg besteigen
Und ich will meine…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Im Samt auf meiner Sehnot silbergrau
lauschen Flaschengeister gleich in Mengen
Launisch bleimäandernd Blicke lenken
Mich hoch um aufgetürmte Sphärenstaus

Fast freigewischt fliegt Sandbank Visa a vis
Notbeleuchtet…

von Uwe Röder
Mitglied

Die Liebe ist
der Sonne
gleich,

macht alles
hell und
reich.

Die Liebe ist
auch wie ein
Kind,

schickt böse
Drachen
in den Wind.

Die Liebe
Ist wie
du,

von Marco Hauser
Mitglied

Sonnet 1

When the night breaks down on gentle wings
And Moonlight covers you like silver cloth
Your lovely curves ask for sweeter sins
But all you hear is the cold sea’s froth

Warm, gentle hands caress your mellow…

von Arthur Schopenhauer
Bibliothek

Die lange Winternacht will nimmer enden;
Als käm’ sie nimmermehr, die Sonne weilet;
Der Sturm mit Eulen um die Wette heulet;
Die Waffen klirren, an den morschen Wänden.

Und off’ne Gräber ihre Geister senden:
Sie…

von Flora von Bistram
Mitglied

Geh in Frieden, müde Seele,
lass den Lebensmantel los,
der so schwer behindert bloß,
dass er dich nicht länger quäle.

Halte nicht mehr fest dein Leben,
nicht an Tand, an Gut und Geld,
den Ballast der Habenwelt…

von Robert K. Staege
Mitglied

Sie ist es, die mir tief im Herzen wühlt,
aus jeder Faser meines Daseins spricht!
Sie ist es, die die Seele mild und schlicht
in jedem Augenblicke zärtlich fühlt!

Sie droht mir alles Denken zu verschlingen
und…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Zwischen der Zeit inmitten tiefster Nacht
Hörte tiefster Stille Einsamkeiten
Sinnierten Sinne sinnlich verleiten
Zum ahnungsvoll traumschwer Denken erwacht

Zwischen nächtlicher Reise unbedacht
Hörte einsam letztes…

von Alfred Mertens
Mitglied

Heute spricht man so viel von der LEITKULTUR,
und zwar so intensiv, wie ich`s gestern erfuhr !
Alle Gemüter waren erschüttert,
auch Moslems waren sehr schwer verbittert.

Sie wollen es einfach partou nicht verstehen,…

von Ephraim Kolczynski
Mitglied

Du flüsterst noch immer in heilsamen Worten,
beschreibst deine Blätter mit goldenem Sinn,
wer könnte die Reime in Büchern je horten
und sagen am Ende mit Jubeln: Ich bin.

Aus Zartheit von Vögeln durchdringt mich gelinde…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Gestorb‘nes Sterngeflirr am Himmel wacht
Über rauchverschleiert undichten Schloten
Torkelnd tappst mit phlegmatischen Pfoten
Traumschwer durch die drahtlose leise Nacht.

Ist des irren Blicks sich sehr wohl bewusst

von Yvonne Zoll
Mitglied

Flogen Gefühle unvergessen
Fliehend Schneegestöber und Bögen
Regen weiß - wer weiß um mein Vermögen
und wird die Trauer wohl ermessen

Gewaltsam auseinander brechend
Was tiefer ging im Einst verbunden
Entgegen…

von Andreas Brod
Mitglied

W ie könnt’ ich diesen neuen Weg wohl gehen?
E s bleibt mir Mühe, bleibt mir freie Wahl.
G eh ich zum steilen Berg, kann ich bestehen?
E rreich’ mein Ziel ich leichter durch das Tal?

G edanken übermannen mich, sie quälen…

von Heinrich Heine
Bibliothek

Um Mitternacht war schon die Burg erstiegen,
Der Holzstoß flammte auf am Fuß der Mauern,
Und wie die Burschen lustig niederkauern,
Erscholl das Lied von Deutschlands heilgen Siegen.

Wir tranken Deutschlands Wohl aus…

von Ingrid Herta Drewing
Mitglied

Es liegt im Wachsen etwas Wunderbares,
wie sich ein Keimling in das Werden fügt,
sich einreiht jede Zelle, etwas Klares,
das auch dem großen Ganzen dann genügt.

Als habe es geheimen Ruf vernommen,
so folgt das Leben…

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