Sonett / Klinggedicht ✓ Gedichte aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen

empfohlene Sonette / Klinggedichte
von Arthur Schopenhauer
von Heinrich Heine
von Marie von Ebner-Eschenbach
neue Sonette / Klinggedichte
von Andreas Brod
von Thomas Brod
von Somos Eleen
die schönsten Sonette / Klinggedichte
von Karin Steuck
von Monika Laakes
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 108 Texten in dieser Kategorie
von Karin Steuck

Nass bestäubt und regenfein,
läd‘ mich heut der Morgen ein.

Trommelwirbel auf dem Dache
Macht daraus‚ ne Notensache.

Hör noch Klänge von der Tonne,
An den Fenstern plötzlich Sonne.

Trommelwirbel

von Ephraim Kolczynski

Wer ruft den seelentiefen Flügelschwarm,
der wie ein Fühlen aus dem Blute gleitet
und jede Pore gleich dem Himmel weitet,
berührt von Strahlen ungesehen warm.

Wer reicht mir diesen reinen Engelarm,
der pure…

von Monika Laakes

Hier spiel ich mit der Form,
die sich in mir entzündet.
Versuche sie zu bündeln,
entspricht nicht der gewünschten Norm.

So spring ich hoch und nieder
mit Worten, die mir nicht genügen.
Stell fest, dennoch…

von Yvonne Zoll

Umschmeichelnd nachts zukünftig Klarheit seit
Sanft darin geschmiegt fühlt Hand wie Wange
was all tags alltägliche Belange
verrinnt begehrend weicht wie Heiserkeit

zu ungefasst erfasster Kostbarkeit
im Berührten…

von Thomas Brod

Besinnlichkeit kommt mit der fernen Stunde
bei Dunkelheit, wenn nur die Liebe wacht,
wird diese auch ganz gern und wie! - belacht -
so gibt’s für Sucher doch auch Sternenfunde.

Ist’s dann nicht Zeit, dass sich mal Triebe…

von Thomas Brod

B edenkt, auch so manch Philosophen dichten
I m Dunkeln! Scheint dadurch die Sonne wieder?
N ein, wenn die Thesen nur die „Doofen” sichten,
S tagniert ein jeder Lust- und Wonnesieder!

E s dämmert langsam, wenn sich Reihen…

von Ingrid Herta Drewing

Nur eine sanfte Spur im ew’gen Kreise,
schon spiegelt sich der Herbst im blanken See,
und Wehmut singt mir ihre Abschiedsweise.

Noch fährt der Wind hier durch die Wipfel leise,
und goldgelb glänzt, was vormals grün wie…

von Susan Melville

Du liebe Muse, was sorgst du dich?
Im trüben Blick les´ ich den Kummer,
der dich selbst in tiefstem Schlummer,
plagt und quält ganz fürchterlich.

Der krude Alb raubt schon den Schlaf,
fest hält er dich in seinem Arm…

von Alfred Mertens

Und wenn sich niemand mehr verringert,
die Lust der Wärme lässt uns kalt.
in allen Wünschen wird erinnert,
als sei man dazu viel zu alt.

Es ist die Wirkung die uns zeigt
in welcher Eigenschaft man sich befindet,…

von Mara Krovecs

Ich komme vom Saturn und habt ihr Asyl?
Ich brauch eine Wolke und Regen ganz bunt.
Auch Milch von der Straße dann bleib ich gesund
und bitte die Lüfte, was macht sie so schwül?

Mein Vater der Sänger, ist leider jetzt tot…

von Marie von Ebner-Eschenbach

Gewidmet sei das erste der Sonette,
In dem ich völlig mich der Form bemeistert,
Der Zauberin, die mich dazu begeistert:
Der duftenden Havannazigarette.

Nicht mühsam ward zusammen es gekleistert.
Es floß, ein Strom…

von Thomas Brod

Flores de escarcha

Las cristalinas flores, los primores,
que crecen en invierno de seguro
en las ventanas por el frío puro
producen velos, muestras sin colores.

Las lindas flores tienen sus fulgores
de hielo…

von Werner Krotz

Was ist ein Sommertag schon gegen dich?
Du hast mehr Liebreiz und mehr Sanftheit auch.
Im Sommer ist's oft gar nicht sommerlich,
und früh im Herbst ist seine Kraft verbraucht.

Bald brennt die Sonne viel zu heiß herab,…

von Thomas Brod

Von Gott und seinem Geist dem Mensch gegeben,
sein WORT und Plan in reinster Symphonie,
voll weiser Evangelienharmonie,
die Wahrheit, die so wichtig für das Leben.

Er ist der Weinstock, wir sind nur die Reben,
sind…

von Thomas Brod

Auf ’ner Silvesterparty lasse nippen,
es fließt doch wirklich Sekt und Wein zu Scharen
und freu dich, küss der Damen nasse Lippen,
es lohnt sich dort den schönen Schein zu wahren.

Bei guter Musik darfst auch du keck…

von Ingrid Herta Drewing

Ein blauer Tag, ein gutes Buch, die Seiten
erzählen dir von Leben; Poesie
lässt sorgsam, zärtlich ineinander gleiten,
was sonst getrennt, ein Lächeln, Phantasie.

Da wird aus Abenteuern Offenbarung
und was…

von Alf Glocker

Europa, das sind fallende Kulissen,
Menschen, die sich in Luft auflösen –
Europa, das ist schon verlor’nes Wissen;
man zieht es vor, im Rausch zu dösen!

Daß schon die Horizonte brennen,
übersieht der Bürger, brav…

von Felix Erhard Rau

Wer ist’s, die mich aus tiefem Schlaf erweckt?
Sie steht im weißen Schnee so sanft und leise
Und ruht sich aus von ihrer langen Reise
Hat ihre Arme weit hinausgestreckt

Sie hat ein Herz aus Glas und voll bedeckt

von Ingrid Herta Drewing

Es rauscht das Meer, die Brandung an den Buhnen
verwirbelt weiß sich in der Gischt, die schäumt.
Dort, wo die Küste steil, verwischt es Runen
im Felsgestein, das blank und hoch sich bäumt.

Gefräßig nagt die Brandung hohle…

von Somos Eleen

Ihr Wesen rein wie eine Rosenblüte,
die Augen leuchtend wie des Mondes Schein.
Vor ihrem Lächeln sich einer jeder hüte,
zu schnell du würdest ihr verfallen sein.

Der Stimme Charme fängt mich im Kerzenschein,
sie…

von Ephraim Kolczynski

Als ich von kleinen Schritten noch getragen,
den Flüssen folgte, hin zu ihren Brücken,
erweckten Fische flüchtend mein Entzücken
und ich begann mit Händen sie zu jagen.

Den halben Tag entwischten mir die Kleinen,

von Yvonne Zoll

Drei Punkte trostverrußt auf weißem Blatt
in verhaltenem Zerfall schmiegt ferner
fasernd sich zur Träne intensiver
bei Belichtung, Schwermut sich verdichtet

Oh, welch wirkend Wehmut, welch Entrücken
– spürbar aus…

von Yvonne Zoll

Spät in einer einsam fernen Stunde
Spielt in Gedanken entlegener Traum
Driften Gefühle zu bändigen kaum
Dringen wehklagend aus deinem Munde

Hervor, heraus an die Luft gelassen
Herein begehren Einlass in mein Herz…

von Ingrid Herta Drewing

Dort, wo am Horizont sich sanft vereinen
das Blau des Himmels und das Grün der See,
erglänzt im Strahlenspiel der Sonne Scheinen
ein großes Schiff mit Segeln weiß wie Schnee.

Als steige es herauf aus fernen Träumen,…

von Corinna Herntier

Was ich gesungen in den Jugendjahren,
krieg‘ ich heut‘ nicht mehr über meine Lippen.
Da müsst‘ ich lang und tief am Glase nippen …
die Inhalte sind mir so fern vom Wahren.

Wie gerne traf ich mich in Jugendscharen!

von Yvonne Zoll

Unflügge flattert mein Denken eben
Im Nacken kräuselt weißes Wort sich trau
Verlier mit Unlust heller blau in grau
Flüchte mich in leiser Hände Leben

Fahre führ mich fort in Zärtlichkeiten
Zu verweilen raste tiefer…

von Jörg Krüger

Stadtluft vermöge frei zu machen - mir Heutigem klingt das bizarr.
Ich kann kaum atmen dort, ich halte es in Städten nicht sehr lange aus.
In klammen dunklen Bauernstuben war dies Wort wohl wahr:
Enges Dorf, kalte Liebe,…

von Thomas Brod

Un beso

Mis ideas bailan en mi cabeza
y tocan las cuerdas de mi corazón,
tocan hermosa música en mi visión,
para tí, mi amante, mi belleza.

A la única mujer que es mi princesa,
el solo motivo de mi…

von Marvin Newman

Liebste Kate,
es braucht Zeit für des Gefühles Wörter,
denn sie müssen rein sein wie weißer Schnee.
Nur so sind sie verschmolzen Herz, Geist und Körper.

Trotzdem müssen wir diesen Berg besteigen
Und ich will meine…

von Yvonne Zoll

Im Samt auf meiner Sehnot silbergrau
lauschen Flaschengeister gleich in Mengen
Launisch bleimäandernd Blicke lenken
Mich hoch um aufgetürmte Sphärenstaus

Fast freigewischt fliegt Sandbank Visa a vis
Notbeleuchtet…

von Uwe Röder

Die Liebe ist
der Sonne
gleich,

macht alles
hell und
reich.

Die Liebe ist
auch wie ein
Kind,

schickt böse
Drachen
in den Wind.

Die Liebe
Ist wie
du,

von Marco Hauser

Sonnet 1

When the night breaks down on gentle wings
And Moonlight covers you like silver cloth
Your lovely curves ask for sweeter sins
But all you hear is the cold sea’s froth

Warm, gentle hands caress your mellow…

von Arthur Schopenhauer

Die lange Winternacht will nimmer enden;
Als käm’ sie nimmermehr, die Sonne weilet;
Der Sturm mit Eulen um die Wette heulet;
Die Waffen klirren, an den morschen Wänden.

Und off’ne Gräber ihre Geister senden:
Sie…

von Flora von Bistram

Geh in Frieden, müde Seele,
lass den Lebensmantel los,
der so schwer behindert bloß,
dass er dich nicht länger quäle.

Halte nicht mehr fest dein Leben,
nicht an Tand, an Gut und Geld,
den Ballast der Habenwelt…

von Yvonne Zoll

Schon mal knirscht und knackt es im Getriebe
Zwischen Eisenbahn und Teddybären
Drängte ängstlich Sehnsucht sich verloren
Und versteckten sich Gefühle - viele

Urzeit blieb als schwuren ewig Liebe
Anders Leben heute…

Seiten