Frühlings-Blick

von Yvonne Zoll
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Wenn im Frühling anders Augen blicken
Wirbeln federleicht in meinen Träumen
Lichtgleich geistig fein vergleich mit keinen
Sirren sie in meinem Kopf wie Mücken

Lächeln Li(e)der nieder nicht verlieren
Wieder bieder anders neu erfinden
Farben wechseln Wörter pflücken in den
Blauen und im Herzen eingravieren

Und im Lauen aneinander haften
Ach komm! Hol mir, hilf, ich kann's nicht lassen
Muss in immer Neuem dichter fassen
Meiner Freude Raum den frühlingshaften

Ausdruck geben lieblich Eigenschaften
Wer schon will und kann und wird erfassen
Was wirkt Wunder werden die ermessen
Die sich solche Träume selbst erhofften

Den konstruktiven Vorschlag von Annelie Kelch habe ich etwas abgewandelt, da auch die Silbenanzahl pro Vers passend sein sollte. Ich hoffe aber, den Rhythmus erhalten zu haben;).

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Kommentare

24. Apr 2017

... nebenher und überhaupt nun aufzutischen:
Frühling - und nicht mehr im Trüben fischen.

Hallo, Yvonne, ich habe mir dein Gedicht mehrmals durchgelesen und finde es - besonders gut; es erinnert mich nicht nur an Gedichte von Ernst Jandl, sondern auch, ich denke noch darüber nach; auf jeden Fall erinnert es mich auch an den Dadaismus, und ich bin der Meinung, dies, dein Gedicht nämlich, ist eines der sehr guten dieser Stilrichtung. Die letzte Strophe ist besonders gut, allerdings solltest du die Verszeilen ergänzen, also jeweils vier Verszeilen; der Rhythmus im dritten Vers wäre wiederhergestellt, schriebest du: Oh, hole mir und hilf, ich kann 's nicht lassen ... Das ist keine Kritik - ganz im Gegenteil. - Mit Gedichten dieser Art könntest du einen ganzen Gedichtband füllen - ich würde ihn dann gerne erwerben wollen.

Liebe Grüße
Annelie

24. Apr 2017

Vielen Dank! Genau solch konstruktive Kritik erhofft man sich!!
LG zurück
Yvonne

24. Apr 2017

Danke, Yvonne, ich hatte eben sogar ein bisschen Angst, deinen Rück-Kommentar zu lesen, glaubte, du wärest mir böse. Ich habe nicht lange genug nachgedacht, hätte dir das auch als private Nachricht schreiben könnten. Nächstes Mal werde ich daran - hoffentlich - denken.

LG Annelie