zeitreisen

von Walter W Hölbling
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sieht man die welt sich an
in diesen tagen so scheint’s
wir reisen durch die zeit

nur in die falschen richtung

rückschritt als fortschritt
heißt derzeit das getöse
beschert uns möchtegerne
sultane, zaren, diktatoren
heilslehrer, selbsterlöser,
meist nur bewahrer ihres eignen hab & guts

sie alle dröhnen uns
mit pauken und trompeten
tagein tagaus
dieselben phrasen um die ohren
von der guten alten zeit
von mauern, zäunen, grenzkontrollen
um alle diese fremden

[die uns zwar andererseits
auch sehr willkommen sind
als partner im globalen handel
der unsere gier nach mehr
so effizient zu nähren scheint]

die uns überfluten wollen
fernzuhalten

damit wir endlich alle unter uns sein können

was immer das bedeuten mag

wer neue zeiten will
braucht neue geister
keine vergreisten schatten der vergangenheit

hand auf‘s herz
wer weiß denn eigentlich bescheid
wie es sich wirklich lebte
in dieser gern beschworenen guten alten zeit?

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102 Seiten / Taschenbuch

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Kommentare

14. Jan 2017

Genauso ist es. Wie du es beschreibst.
Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn die gute, alte Zeit heraufbeschworen wird.
Jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile.
Man muss offen sein für Neues. Das bedeutet ja nicht, dass man alles richtig findet. Aber es bringt auch nichts, ewig dem Vergangenen hinterherzulaufen. Die Zukunft ist wichtig. In ihr werde ich leben.
Liebe Grüße Lisi

14. Jan 2017

Danke, Lisi - richtig! Die Vergangenheit kennen wir, die Zulunft müssen wir erschaffen!
Liebe Grüße, Walter