120. | wundaschee.

von philipp kirschner
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1)
wundaschee gmoit in kräftige, strohlende foabm reklst di vaschlofn in da moagnsonn
wundaschee nockt eawochst in mein wachn bett, tramst von leidnschoftn gsetzt unta strom
deine grossn, blaun augn, deine longen hoa, leichtn tiaf rein und duftn so wundaboa
dei heazliches lochn und dei sinnlicha mund, mecht di afoch küssn on jedm tog, zu jeda stund
und dei freindliches wesn, wie du di gibst, so jungfräulich rein, so natüalich, wie du mi liebst
dei beredte offnheit mocht mi a weit auf, i red scho vüz vü, kumm oba söbst goa net drauf.
ch 1a)
denn i bin noch dia scho völlig süchtig, total varuckt noch deim friedliebendn lem
und des ane is ma a seah wichtig, wea dia imma oi mei kroft und liebe gem
denn i bin noch dia scho völlig süchtig, total varuckt noch dei eascheinung im licht
und des ane is ma a seah wichtig, bist füa mi des romantischste gedicht.
ch 2a)
denn schee, so wundaschee, hoit i di in meine gedonkn fest
denn so schee, so wundaschee, hob i eainnarungen frisch rauspresst
denn wundaschee, so wundaschee, stehst du in meine traim voa mia
denn so wundaschee, so wundaschee, öffnest endlich dei gschlossne tia.
2)
wundaschee gebaut, kuavnreich, füa mi peafekt, vastroihst so vü lustgefühle in da moagnsonn
wundaschee nockt stehst voam fensta bei sonnenschein, dei silhouettn, a engl in Peason
dei einstellung zum lebm, host weisheit scho ealongt, ka streit, ka kriag, nua liebe hot si bedonkt
dei sentimentalität is liab onzuschaun, vaschenkst vü wäame, gibst ma so vü vatraun
dei liebe so innig, vom heazn mit gonza kroft, so intensiv, so wundaschee, feia entfocht
dei leichtigkeit, bissige probleme aufzuroin, dei eleganz, dei umgebung zu sehn, zu moin.
3)
wundaschee, vazaubat, wie in an paradies, i schweb im siebtn himml, fois so wos übahaupt gibt
wundaschee nockt inspiriast mi zu phantasien, is a wahnsinnsgfüh, ois ob ma beage übafliegt
dei sinnlichkeit übasteigt mein horizont, dei erotik bringt mi no um mein letztn vastond
dei geschmeidigkeit wie imma a sensation, dei lust om spün übaroscht mi täglich ois lohn
deine triebe explodian voa geila sucht, dei valongen ziagt mi in a woame bucht
deine vafüahrungskünste reizn jedazeit, bist afoch wundaschee in deina wachn sonftheit.
ch 1b)
denn i bin noch dia scho völlig süchtig, total varuckt noch deina zweisomkeit
und des ane is ma a seah wichtig, i hob afoch imma füa di gnua zeit
denn i bin noch dia scho völlig süchtig, total varuckt auf dei tiafe feuchtigkeit
und des ane is ma a seah wichtig, bin imma füa di dazua bereit.
ch 2b)
denn schee, so wundaschee, liegst du gonz nockt, sehnsüchtig do voa mia
denn so schee, so wundaschee, spiast jetzt mei aufgstaute lust tiaf in dia
denn wundaschee, so wundaschee, vageht die nocht im hassn spün voabei
denn so wundaschee, so wundaschee, dei reichtum on ideen losst mei gia endlich frei.
ch 3a)
hob tausend schmettalinge im bauch, tonzn wie varuckt, mei gjogta puis rast nua so dahin
mia wiad obwechlnd hass und eiskoit, scho fost vaschluckt, nua du gibst meim lebm on tiafan sinn
bin a bissl neavös und aufgregt, otme beruhigend duach, host mi vazaubat, gonz nei geboan
sponn mi net zlong auf die foita, seitnstoakes buach, unsa weg voagspuat in tausend foam.
4)
wundaschee valiebt von an blumenmea umrahmt, schaust vaschlofn und bettwoam in die moagnsonn
wundaschee nockt vaströmst woikn von charme, bist a ruhepol, a magnet, ziagst mi magisch on
dei wüdheit in da liebe is om rechtn fleck, dei geheimnis is guad vaboagn in deim vasteck
deine traim wean bestimmt in eafüllung gehn, deine ängste vablossn, foin ob und vawehn
dei ausgeglichnheit bewoaht di voa übamut, dei feia vasetzt mi in a hasse glut
dei scheue sö vawondlt si in a oachidee, sie is peafekt, einzigoatig, afoch wundaschee.
5)
wundaschee gliebt auf jede eadenkliche oat, in feane dimensionen taucht bis zum moagngraun
wundaschee nockt schmiegt si dei keapa on den meinen, völlig vaausgobt, mecht beim spün gean zuaschaun
dei eneagie lodt si imma wieda nei auf, spia dei aura, dei kroftföd, dein streichlnden hauch
dei blick in meine augn sogt meah ois a woat, dei schüchtanheit spualos vaschoin, jetzt kummst east in foaht
dei unschuidigkeit host jetzt endgültig obglegt, dei freizügigkeit hot mi scho wieda earegt
dei freiheit phasziniat mi, wundascheene frau, duftest noch rosn, glänzenda moagntau.
ch 1c)
denn i bin noch dia scho völlig süchtig, total varuckt noch deina intimen gia
und des ane is ma a seah wichtig, eahlichkeit wäaht grenznlos in deim revia
denn i bin noch dia scho völlig süchtig, total varuckt noch deim feinen weissn strond
und des ane is ma a seah wichtig, host mi zu dia glenkt, dei heaz in meinen wohnt.
ch 2c)
denn schee, so wundaschee, findt die liebe iahn endlosn weg ins heaz
denn so schee, so wundaschee heilt leidnschoft an tiafn schmeaz
denn wundaschee, so wundaschee, wean gefühle duach berüahrung aufgweckt
denn so wundaschee, so wunda-, wundaschee hom zwa keapa ineinond vibriat und bebt.
ch 3b)
hob tausend schmettalinge im bauch, tonzn wie varuckt, mei heaz heat ma bis zum Horizont
hohe wön treibm mi zwischn ebbe und flut, scho fost vaschluckt, endlich reichst ma dei rettende hond
bin seah neavös und aufgregt, otme beruhigend duach, mit dia des easte moi in an bett
loss mi net im dichtn nebl stehn, seitnstoakes buach, bist a wundascheene realität.
ch 4a)
fühl dei wache haut, spia dein woamen wund, stöhnen scho gonz laut, spün zu jeda stund
schweiss rinnt in strömen, schreist voa wüda lust, mecht di vawöhnen, hob dei geheimnis gwusst
intensiv earegt, wia zwa treibms bunt, duach höhn gefegt, no long net vastummt
brauchn diesn spoat, bist mei tiafa see, stroihst in jeda foab, bist so wundaschee.
1)
wundaschee gmoit in kräftige, strohlende foabm reklst di vaschlofn in da moagnsonn
wundaschee nockt eawochst in mein wachn bett, tramst von leidnschoftn gsetzt unta strom
deine grossn, blaun augn, deine longen hoa, leichtn tiaf rein und duftn so wundaboa
dei heazliches lochn und dei sinnlicha mund, mecht di afoch küssn on jedm tog, zu jeda stund
und dei freindliches wesn, wie du di gibst, so jungfräulich rein, so natüalich, wie du mi liebst
dei beredte offnheit mocht mi a weit auf, i red scho vüz vü, kumm oba söbst goa net drauf.
ch 4a)
fühl dei wache haut, spia dein woamen mund, stöhnen scho gonz laut, spün zu jeda stund
schweiss rinnt in strömen, schreist voa wüda lust, mecht di vawöhnen, hob dei geheimnis gwusst
intensiv earegt, wia zwa treibms bunt, duach höhn gefegt, no long net vastummt
brauchn diesn spoat, bist mei tiafa see, stroihst in jeda foab, bist so wundaschee, so wundaschee.

geschrieben am 03./04. februar // 27. november 1993 /// 01. jänner 1994 /// 04. februar 1995 /// 03. februar 1998 // 15./16./17./18./21. dezember 1998.pk.
copyright by philipp kirschner.pk.
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