Zugedeckt

von Alf Glocker
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Der Schnee hat alles weiß gestrichen,
was vorher voller Schmutz und Kram.
Die Trübsal ist sogleich gewichen,
die uns den Mut zum Leben nahm!

Die Kälte stört uns jetzt nicht weiter,
sie unterstreicht die Szenerie!
Wir klettern auf die Himmelsleiter
und lauschen froh der Melodie,
die uns das Lied der Sehnsucht singt –
wir sind berauscht, doch nur bedingt!

Denn unter dieser weißen Pracht,
befindet sich ja noch die Welt,
die dunkel ist – nicht nur bei Nacht –
weil sie nicht viel von Weisheit hält!

Da wünschte man sich manches Mal,
der Schnee soll auch auf Seelen liegen,
ganz unterschiedslos, daß die Qual,
die wir bei ihrem Anblick kriegen,
sofort, nein, augenblicklich endet –
weil uns der Hülle Reinheit blendet!

Dies Ideal wird uns dezent begleiten,
wohin wir immer freundlich gehen!
Wir seh’n bewusst nur gute Seiten –
man muss nicht alles ganz verstehen!

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Kommentare

18. Jan 2016

Ein Durchatmen dies Weiß erlaubt -
das andre sieht man, wenn es taut ...