Beschleunigung

von Monika Laakes
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Ein halbes Jahrhundert überschritten,
gelacht, geweint, geliebt, gelitten.
Danach ein jedes Jahr ergattert
und dir gesagt, nun lass es flattern,
und heiter geht's weiter mit dem Leben,
das ohnehin nach dir nicht fragt,
wenn du nicht selber zu dir sagst,
hurra, mich gibt es noch und
danach werd ich weiter streben.

Nun fliegst du mit Tempo durch die Welt.
Ist denn da niemand, der die Zeit festhält?
Und staunend schaust du von innen dich an
und fühlst dich wie ein Kind in altem Gewand.
Überschreitest Zeitgrenzen, die dich fassungslos machen.
Beschleunigte Welten mit Sehnsucht nach mehr.
Und Glück zu haben ist nicht im Programm.
Und dennoch ist's möglich, wenn du es willst,
Gedanken zu bannen und sie so zu lenken,
dass du dir bewusst bist, dich selbst zu beschenken
mit Lern-Lust, mit Lachen und Liebe zum Leben,
dann gibt es Momente, die stellen die Zeit
in die richtige Bahn und du fühlst Ewigkeit.

Und du siehst am Horizont das Licht der Freiheit.
Fühlst plötzlich eine neue Form der Glückseligkeit.
Niemand fesselt deine Gedanken und macht dich ergeben,
niemand mehr knebelt dein kostbares Leben.

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Kommentare

16. Nov 2016

Ein Text, der auch die Bremse kennt -
Nicht kopflos bloß nach vorne rennt ...

LG Axel

16. Nov 2016

Dein Gedicht gefällt mir sehr. Flüssig-locker geschrieben, besonders dem letzten Abschnitt stimme ich ganz zu, geht mir ähnlich.
LG Marie

16. Nov 2016

Liebe Marie,
schön, dass Dir der Text gefällt. Den hab ich beim ersten Aufwachen heute so runtergeschrieben. Danach noch kleine Korrekturen. Und das ist nicht meine normale Textgestaltung. Und Dein 'FLüssig-locker' freut mich sehr. Anregend war wohl der gestrige Tag im Kreise der Freundinnen.
So wünsch ich Dir einen angenehmen und kreativen Abend. LG Monika

16. Nov 2016

Ach ja, und ein fettes MERCI an alle, für die Beachtung durchs Klicken.
LG Monika

17. Dez 2016

Wow! Danke für die Worte. Hab plötzlich - für kurze Zeit - Flügel.

LG Monika