Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 1298 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug
um jede Stunde zu weihn.
Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug
um vor dir zu sein wie ein Ding,
dunkel und klug.
Ich will meinen Willen…

von Annelie Kelch

Ein Jugendtraum, daraus ich nimmer wollt erwachen,
Flog mit der Silbermöwe über Dünen und das Meer.
Die alten Wunden brachen auf, all mein Begehr
Vereinte sich in jenem himmelblauen Drachen,

Der aus der Luft gestürzt kam…

von Else Lasker-Schüler

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich –
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild ...
Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.
–…

von Volker Harmgardt

Blätter verwelken -
meine Haut zeigt Risse,
aber ich lebe noch.

von Annelie Kelch

Nebelwand bricht auf …
aber mein Reisepass
ist abgelaufen

Ein Ahornblatt,
am Boden zerstört,
redet noch immer
von Liebe ...

Im Scherbenlicht jedoch
zerspringen Träume

Ein scharfer Schmerz,…

von marie mehrfeld

Bist du Schwarzseher, bist Du Optimist, oder weißt Du gar nicht, was ersteres ist, weil Du nur rosafarbene Brillen trägst und Dir alles, alles zum Guten auslegst, ich bekenne hier,

ich gehöre zu beiden, mal bin ich ganz oben, mal ist da…

von marie mehrfeld

morsches Pappelholz klopft zaghaft gegen das Mauerwerk, der Wind will Fugen lockern, und dunkle Steine lassen vergrabene Worte fliegen, die Liebe, die Sehnsucht, der Augenblick, alles ist so unendlich endlich, Abschied nehmende Hände…

von marie mehrfeld

Wie die Vermisstenlisten wachsen im späten Herbst - es schmerzt. Und das Bewusstsein ihres Fehlens auch. Was scheint verschwommen und was klar? Handeln wir besser aus dem Bauch? Was ist gelogen, was ist wahr?

Wir suchen Licht. Fragen…

von Angélique Duvier

Möge der Wind
dein Leid verwehen.
Möge der Regen
deine Tränen
ins Meer spülen.

Möge Rosenduft
deine Schmerzen
vertreiben
und die Sonne
immer für dich
scheinen.

Möge dein Traum…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Mein Herz schlägt links,
mein Herz schlägt rechts,
mal bleibt es still,
mal in der Mitte gefangen.

Meine Gedanken sind leicht,
meine Gedanken sind schwer,
mal bleiben sie leer,
mal von Wolken verhangen…

von * noé *

Lass mich das Leben spüren
mit aller seiner Macht!
(Das Leben, das wir führen,
und das uns so oft schafft ...)

Ich will dies Leben fühlen,
auch wenn's mich meist verbrennt,
ich lebe mit den Zielen,
die…

von Annelie Kelch

Wie herrlich funkeln unsere Meere im Sommerlicht!
Und nachts rauscht in den Muscheln das Blut des Mondes
Wie meine Sehnsucht nach dir in nächtlichen Träumen.

Unter tausend silbernen Perlen fand ich dich und tauchte
Hinab…

von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von marie mehrfeld

mein Trauerland, es hängt
im Meer der Trockentränen fest,
im langen Schlaf,

mir fehlt Verstand, ein
warmes Nest, stumm schieben
Wolkenberge die schweren

Schatten auf mein Haus,
der weite Himmel…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt,
vom ersten Atemzuge an.
Das sei hier mal kurz erwähnt,
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus.
Kleckern schon als Kindelein,

von Annelie Kelch

Mondpreise sinken, doch der Stein will's aus
Dem Sinn mir reden, dass er sich erweichen lässt:
O Permafrost, danach ich mich verzehr.
Halbherzig ... wie ich mich dagegen wehr.
Und bin doch froh, dass sich das Jahr

von Christian Morgenstern

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.

Wer vom Ziel nichts…

von Ralf Risse

Es rennen die Tage ineinander,
Nächte liegen aufgestapelt.
Schübe, deren Inhalt ähnlich,
einzeln sicher unerwähnlich.

Wie viel JA in dir verwurzelt,
wie viel NEIN daran gewachsen?
Welche Ecken man umschiffe,…

von Angélique Duvier

Ich wandere durch grüne Alleen,
mit ihrer stolzen geraden Flucht,
kann mich kaum satt an ihnen sehen.
Schaue hinauf in die Himmelsbucht.

Es scheint mir, als gäb's kein Ende,
sondern eine Unendlichkeit,

von Michael Dahm

Die Seele atmet in der Stunde
die ich mir alleine schenke
der Bach flüstert mit Murmelmunde
was ich hier in Freiheit denke

Ich gehe heut wie's mir gegeben
durch des Waldes Andachtshalle
und ich spüre wahres…

von Ella Sander

Das Leben tätowiert viele Geschichten,
In jeden Geist, ins Herz, führt jede Hand;
Die Seele wünscht ein liebevolles Fristen,
Nicht nur im Himmel, auch auf Erden-Land.

Die Sehnsucht träumt in allen Herzen,
Von Liebe…

von Volker Harmgardt

A l l e s g u t im B l i c k
an diesem friedlichen Punkt -
hoch über der Erde.

von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von marie mehrfeld

schrilles Klirren der Einsamkeit, Zeiten meines Lebens,
unaufhaltsam zerronnen, jäh aufsteigende Kaleidoskop
Scherben meiner guten Jahre, mit ihnen, die nun namenlos
sind, helles Gelächter, auch Tränen des Trauerns, und

von Angélique Duvier

Wenn ein Teil
deines Lebens
in tausend
Stücke zerfällt,
wäre die Mühe
vergebens,
sie aufzuheben.

In dieser Welt
wird dir
geduldiges Warten
nicht gelingen.
Zerbrochenes
lässt…

von Angelika Zädow

Verschmitzt
die Augen
Worte sprudeln lachend
vergnügt der ganze Mensch
Schabernack

von Lisi Schuur

Beim Umblättern
fiel etwas aus dem Buch
ein Lesezeichen
dessen Sinn nun entfallen ist
langsam blättere ich Seite um Seite
ist es möglich
dass alles mir fremd erscheint
keine heißen Quellen
die…

von Annelie Kelch

Und wer fängt uns auf?
Gott ...?, fragtest du, bevor die Tür
hinter dir zufiel.

Ja!!!! – Wir sind zum Sterben geboren;
aber du warst noch nicht lebenssatt,
jedoch unsagbar müd – vom Krieg
und anderen…

von Monika Jarju

Vergleiche deine Erfahrungen niemals im März.
Stell deine Gedanken einander vor.
Treibe Samen in die Erde und gieße sie.
Halt dich von Augen fern, wenn kein Regen fällt.
Gib eine Prise Kaffee ins Duschwasser.
Leg…

von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

von Michael Dahm

Schlagt, Flügel, schlagt,
wie lang wart ihr gebunden,
so lange, wie der Wind mir's sagt,
schon seit so vielen Stunden.

Tragt mich über Sehnsuchtsweilen,
fort von Schmerz und Härten,
lasst dort meine Wunden…

von Eva Klingler

Kennst du das wenn Neugier zwickt?
Wie warum wer grad so tickt
So tickt - da fällt mir ein die Zeit
ich weiß wohl das ist nie gescheit
Doch andererseits lockt‘s zu erfahren
die Abenteuer oder gar Gefahren
die…

von Lena Kelm

Im hinreißenden Tempo
lachend in starken Händen
schwebe ich übers Parkett

Weder Schwerkraft
noch Schwermut
nur der Walzer und
unser glückliches Duett

Wenn die Liebe verblichen
und der schnelle…

von Eva Klingler

Manchmal denk ich mir jetzt zählt dann gleich jemand von 10 bis 1
und schöne Stunden waren Traum.
Und wenns so wäre ?
Wer könnte widerstehen
nicht wieder von 1 bis 10 zu zählen.

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.