Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 1361 Texten in dieser Kategorie
von Rainer Maria Rilke

Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug
um jede Stunde zu weihn.
Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug
um vor dir zu sein wie ein Ding,
dunkel und klug.
Ich will meinen Willen…

von Annelie Kelch

Ein Jugendtraum, daraus ich nimmer wollt erwachen,
Flog mit der Silbermöwe über Dünen und das Meer.
Die alten Wunden brachen auf, all mein Begehr
Vereinte sich in jenem himmelblauen Drachen,

Der aus der Luft gestürzt kam…

von Angélique Duvier

Möge der Wind
dein Leid verwehen.
Möge der Regen
deine Tränen
ins Meer spülen.

Möge Rosenduft
deine Schmerzen
vertreiben
und die Sonne
immer für dich
scheinen.

Möge dein Traum…

von Else Lasker-Schüler

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich –
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild ...
Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.
–…

von Volker Harmgardt

Blätter verwelken -
meine Haut zeigt Risse,
aber ich lebe noch.

von marie mehrfeld

Bist du Schwarzseher, bist Du Optimist, oder weißt Du gar nicht, was ersteres ist, weil Du nur rosafarbene Brillen trägst und Dir alles, alles zum Guten auslegst, ich bekenne hier,

ich gehöre zu beiden, mal bin ich ganz oben, mal ist da…

von marie mehrfeld

der Dämmerung graues Grau über dem Brachland der Öde
verschleiert die klare Sicht zurück in vergessenes Glück,

du einsamer blattloser Baum, gezeichnet vom jähen Verfall,
stürzen wirst bald selbst du und dich nicht mehr…

von marie mehrfeld

morsches Pappelholz klopft zaghaft gegen das Mauerwerk, der Wind will Fugen lockern, und dunkle Steine lassen vergrabene Worte fliegen, die Liebe, die Sehnsucht, der Augenblick, alles ist so unendlich endlich, Abschied nehmende Hände…

von marie mehrfeld

Wie die Vermisstenlisten wachsen im späten Herbst - es schmerzt. Und das Bewusstsein ihres Fehlens auch. Was scheint verschwommen und was klar? Handeln wir besser aus dem Bauch? Was ist gelogen, was ist wahr?

Wir suchen Licht. Fragen…

von Ella Sander

Das Leben tätowiert viele Geschichten,
In jeden Geist, ins Herz, führt jede Hand;
Die Seele wünscht ein liebevolles Fristen,
Nicht nur im Himmel, auch auf Erden-Land.

Die Sehnsucht träumt in allen Herzen,
Von Liebe…

von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von * noé *

Lass mich das Leben spüren
mit aller seiner Macht!
(Das Leben, das wir führen,
und das uns so oft schafft ...)

Ich will dies Leben fühlen,
auch wenn's mich meist verbrennt,
ich lebe mit den Zielen,
die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Mein Herz schlägt links,
mein Herz schlägt rechts,
mal bleibt es still,
mal in der Mitte gefangen.

Meine Gedanken sind leicht,
meine Gedanken sind schwer,
mal bleiben sie leer,
mal von Wolken verhangen…

von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von Annelie Kelch

Nebelwand bricht auf …
aber mein Reisepass
ist abgelaufen

Ein Ahornblatt,
am Boden zerstört,
redet noch immer
von Liebe ...

Im Scherbenlicht jedoch
zerspringen Träume

Ein scharfer Schmerz,…

von Ralf Risse

Es rennen die Tage ineinander,
Nächte liegen aufgestapelt.
Schübe, deren Inhalt ähnlich,
einzeln sicher unerwähnlich.

Wie viel JA in dir verwurzelt,
wie viel NEIN daran gewachsen?
Welche Ecken man umschiffe,…

von Annelie Kelch

Mondpreise sinken, doch der Stein will's aus
Dem Sinn mir reden, dass er sich erweichen lässt:
O Permafrost, danach ich mich verzehr.
Halbherzig ... wie ich mich dagegen wehr.
Und bin doch froh, dass sich das Jahr

von Volker Harmgardt

A l l e s g u t im B l i c k
an diesem friedlichen Punkt -
hoch über der Erde.

von Angélique Duvier

Ich wandere durch grüne Alleen,
mit ihrer stolzen geraden Flucht,
kann mich kaum satt an ihnen sehen.
Schaue hinauf in die Himmelsbucht.

Es scheint mir, als gäb's kein Ende,
sondern eine Unendlichkeit,

von Annelie Kelch

Wie herrlich funkeln unsere Meere im Sommerlicht!
Und nachts rauscht in den Muscheln das Blut des Mondes
Wie meine Sehnsucht nach dir in nächtlichen Träumen.

Unter tausend silbernen Perlen fand ich dich und tauchte
Hinab…

von marie mehrfeld

mein Trauerland, es hängt
im Meer der Trockentränen fest,
im langen Schlaf,

mir fehlt Verstand, ein
warmes Nest, stumm schieben
Wolkenberge die schweren

Schatten auf mein Haus,
der weite Himmel…

von marie mehrfeld

war streichelndes tasten
war hören und staunen
war trödeln und hasten
betörendes raunen

war lachen war loben
war das rufen ich bin
tief unten hoch oben
und auch mitten drin

war vielstimmig…

von Willi Grigor

Er kam in einer eisigen Nacht
zur Welt zwischen Bomben und Trümmern.
Es herrschte eine grausige Macht,
dem Ende zu wurde es schlimmer.

Als Kind erfuhr er die Stille, die Pracht
der blühenden Felder und Wiesen.…

von Annelie Kelch

O Aug, das nicht warm wird mit dieser Welt,
O Lächeln von mancherlei Fluor, darüber keine Wolke huscht …
O Träne, seltsamer Tropfen, der keine Rinne gräbt auf seinem
Weg zur schwellenden Lippe.

Was ist dir der Tag ...? –…

von Michael Dahm

Die Seele atmet in der Stunde
die ich mir alleine schenke
der Bach flüstert mit Murmelmunde
was ich hier in Freiheit denke

Ich gehe heut wie's mir gegeben
durch des Waldes Andachtshalle
und ich spüre wahres…

von Eva Klingler

Kennst du das wenn Neugier zwickt?
Wie warum wer grad so tickt
So tickt - da fällt mir ein die Zeit
ich weiß wohl das ist nie gescheit
Doch andererseits lockt‘s zu erfahren
die Abenteuer oder gar Gefahren
die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Natur dem Leben zugewiesen,
Erde der Sehnsucht zugestellt,
Universum der Hoffnung übergeben,
uns Menschen unsere Welt.
Vernunft dem Geiste untergeben,
Seelen dem Gott sich unterworfen.
Alles ist allem,

von Angélique Duvier

Wenn ein Teil
deines Lebens
in tausend
Stücke zerfällt,
wäre die Mühe
vergebens,
sie aufzuheben.

In dieser Welt
wird dir
geduldiges Warten
nicht gelingen.
Zerbrochenes
lässt…

von Eva Klingler

Manchmal denk ich mir jetzt zählt dann gleich jemand von 10 bis 1
und schöne Stunden waren Traum.
Und wenns so wäre ?
Wer könnte widerstehen
nicht wieder von 1 bis 10 zu zählen.

von marie mehrfeld

schrilles Klirren der Einsamkeit, Zeiten meines Lebens,
unaufhaltsam zerronnen, jäh aufsteigende Kaleidoskop
Scherben meiner guten Jahre, mit ihnen, die nun namenlos
sind, helles Gelächter, auch Tränen des Trauerns, und

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt,
vom ersten Atemzuge an.
Das sei hier mal kurz erwähnt,
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus.
Kleckern schon als Kindelein,

von Christian Morgenstern

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.

Wer vom Ziel nichts…

von Yvonne Zoll

Gar sonderbar streift spähend Sterben
Wo eine Wimper will nicht zittern
Im Dur und Moll gespielter Lieder
Als ob hier wirkt Reflex erschütternd

verstrebt verspiegelt sich ein Werben
vergewisserter Planetengischt…

von Michael Dahm

Schlagt, Flügel, schlagt,
wie lang wart ihr gebunden,
so lange, wie der Wind mir's sagt,
schon seit so vielen Stunden.

Tragt mich über Sehnsuchtsweilen,
fort von Schmerz und Härten,
lasst dort meine Wunden…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.