Leben ✓ Gedichte über das Leben / Lebensgedichte

Bild von Gedicht Ich lebe mein Leben

Gedichte über das Leben beschreiben alle Seiten des Lebens, alle Höhen und Tiefen, den Anfang und das Ende. »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn...« (Rilke) und viele andere Gedichte über das Leben erwarten Sie in dieser Kategorie. Kurz und über die Liebe, lang und über den Tod - Sie finden hier Gedichte zu jeder Facette des Lebens!

empfohlene Gedichte über das Leben
von Johann Wolfgang von Goethe
von Else Lasker-Schüler
von Rainer Maria Rilke
neue Gedichte über das Leben
von Monika Jarju
von marie mehrfeld
von Monika Jarju
die schönsten Gedichte über das Leben
von Else Lasker-Schüler
von Rainer Maria Rilke
von Volker Harmgardt
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 1158 Texten in dieser Kategorie
von Else Lasker-Schüler

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich –
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild ...
Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.
–…

von Rainer Maria Rilke

Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug
um jede Stunde zu weihn.
Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug
um vor dir zu sein wie ein Ding,
dunkel und klug.
Ich will meinen Willen…

von Volker Harmgardt

Blätter verwelken -
meine Haut zeigt Risse,
aber ich lebe noch.

von marie mehrfeld

morsches Pappelholz klopft zaghaft gegen das Mauerwerk, der Wind will Fugen lockern, und dunkle Steine lassen vergrabene Worte fliegen, die Liebe, die Sehnsucht, der Augenblick, alles ist so unendlich endlich, Abschied nehmende Hände…

von Rainer Maria Rilke

Vor lauter Lauschen und Staunen sei still,
du mein tieftiefes Leben;
dass du weisst, was der Wind dir will,
eh noch die Birken beben.

Und wenn dir einmal das Schweigen sprach,
lass deine Sinne besiegen.
Jedem…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Mein Herz schlägt links,
mein Herz schlägt rechts,
mal bleibt es still,
mal in der Mitte gefangen.

Meine Gedanken sind leicht,
meine Gedanken sind schwer,
mal bleiben sie leer,
mal von Wolken verhangen…

von * noé *

Lass mich das Leben spüren
mit aller seiner Macht!
(Das Leben, das wir führen,
und das uns so oft schafft ...)

Ich will dies Leben fühlen,
auch wenn's mich meist verbrennt,
ich lebe mit den Zielen,
die…

von Rainer Maria Rilke

Wenn ich gewachsen wäre irgendwo,
wo leichtere Tage sind und schlanke Stunden,
ich hätte dir ein großes Fest erfunden,
und meine Hände hielten dich nicht so,
wie sie dich manchmal halten, bang und hart.

Dort hätte…

von marie mehrfeld

mein Trauerland, es hängt
im Meer der Trockentränen fest,
im langen Schlaf,

mir fehlt Verstand, ein
warmes Nest, stumm schieben
Wolkenberge die schweren

Schatten auf mein Haus,
der weite Himmel…

von Angélique Duvier

Manchmal finde ich Zuflucht
in meinen Träumen,
dann wieder suche ich sie
vergeblich, bei mir.

Ich flüchte nicht vor dem Leben
und schon gar nicht vor dir.

Möchte dem Bösen entkommen,
der Habgier, dem…

von Soléa P.

Die Tage unser sind gezählt
vom ersten Atemzuge an
das sei hier mal kurz erwähnt
auch Sterben seinen Anfang fand.

Wir krabbeln in das Leben rein
und später wieder raus
kleckern schon als Kindelein
im…

von Angélique Duvier

Wenn ein Teil
deines Lebens
in tausend
Stücke zerfällt,
wäre die Mühe
vergebens,
sie aufzuheben.

In dieser Welt
wird dir
geduldiges Warten
nicht gelingen.
Zerbrochenes
lässt…

von Volker Harmgardt

A l l e s g u t im B l i c k
an diesem friedlichen Punkt -
hoch über der Erde.

von Annelie Kelch

Und wer fängt uns auf?
Gott ...?, fragtest du, bevor die Tür
hinter dir zufiel.

Ja!!!! – Wir sind zum Sterben geboren;
aber du warst noch nicht lebenssatt,
jedoch unsagbar müd – vom Krieg
und anderen…

von Michael Dahm

Die Seele atmet in der Stunde
die ich mir alleine schenke
der Bach flüstert mit Murmelmunde
was ich hier in Freiheit denke

Ich gehe heut wie's mir gegeben
durch des Waldes Andachtshalle
und ich spüre wahres…

von marie mehrfeld

schrilles Klirren der Einsamkeit, Zeiten meines Lebens,
unaufhaltsam zerronnen, jäh aufsteigende Kaleidoskop
Scherben meiner guten Jahre, mit ihnen, die nun namenlos
sind, helles Gelächter, auch Tränen des Trauerns, und

von Lena Kelm

Im hinreißenden Tempo
lachend in starken Händen
schwebe ich übers Parkett

Weder Schwerkraft
noch Schwermut
nur der Walzer und
unser glückliches Duett

Wenn die Liebe verblichen
und der schnelle…

von Monika Jarju

Vergleiche deine Erfahrungen niemals im März.
Stell deine Gedanken einander vor.
Treibe Samen in die Erde und gieße sie.
Halt dich von Augen fern, wenn kein Regen fällt.
Gib eine Prise Kaffee ins Duschwasser.
Leg…

von Varia Antares

Liebevoll
Umarme ich

Mein Leben und
Die Arbeit

Selbst gewählt und
Ausgesucht

Glück ward mir zuteil
Dankend will ich

Gott verehrn
Weil er mir dies gab

von Christian Morgenstern

Wer vom Ziel nicht weiß,
kann den Weg nicht haben,
wird im selben Kreis
all sein Leben traben;
kommt am Ende hin,
wo er hergerückt,
hat der Menge Sinn
nur noch mehr zerstückt.

Wer vom Ziel nichts…

von Willi Grigor

Das Leben ist eine Reise,
sie beginnt mit der Geburt.
Der Tod ist nicht die Endstation,
am Lebensbahnhof wartet schon
die nächste Generation.
***
Im Jahr 1790
verließen mehrere Ahnen
einer mir…

von Karin Steuck

Die Worte in Versen,
sie klingen mir lieb.
So leis wie ein
zartes verborgenes Lied.

Gehend getragen
von Worten ganz leicht.
Versonnener Blick…
“Was sagtest du gleich?“

von Sigrid Hartmann

Am Himmel ein Stern
So nah und doch fern
Ein riesiger Ball
Treibt mit uns im All

Sein strahlendes Licht
Mehr sehen wir nicht
Ist lang nicht mehr dort
Seinen Weg setzt er fort

Ein Punkt nur, ein…

von Michael Dahm

Schlagt, Flügel, schlagt,
wie lang wart ihr gebunden,
so lange, wie der Wind mir's sagt,
schon seit so vielen Stunden.

Tragt mich über Sehnsuchtsweilen,
fort von Schmerz und Härten,
lasst dort meine Wunden…

von Angélique Duvier

Ich habe dir meine Zeit geschenkt,
nahm dich auf, mit offenen Armen,
mit deinem Kummer hast du mein Ohr getränkt,
fühltest dich behütet und im Warmen.

Ich habe deinen Schmerz mit dir gefühlt,
gemeinsam haben wir…

von Angélique Duvier

Bei den blauen Vergissmeinnicht
im Garten bleibe ich stehen,
betrachte sie eine Weile.
Die blattlose alte Weide

biegt sich langsam, sie ächzt und knarrt,
und ich lausche ihrer Stimme,
ob sie viel zu erzählen…

von Rainer Maria Rilke

Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht
Durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit,
Mit tausend Wurzelstreifen
Tief in das Leben greifen –
Und durch das Leid
Weit aus dem Leben reifen,
Weit aus…

von Lisi Schuur

Beim Umblättern
fiel etwas aus dem Buch
ein Lesezeichen
dessen Sinn nun entfallen ist
langsam blättere ich Seite um Seite
ist es möglich
dass alles mir fremd erscheint
keine heißen Quellen
die…

von Karin Steuck

Dem Leben zuschauen,
dem Lauten und dem Leisen,
wie es miteinander spricht
und ahnt,
was wir noch wissen nicht.

von Lisi Schuur

Ist so ein herrlicher Morgen
den wissen die Lerchen zu singen
die Wolken verstummen vor Glück

Zerstreut liegen alle Bedenken
das Gras trägt noch sein Winterlang
dem Löwenzahn wird niemals bang

Anmutig…

von Sigrid Hartmann

Betrachtet man ein Spinnennetz,
dann stellt man voll Erstaunen fest,
es sind nicht nur die Klebefäden,
die diese kleinen Tiere weben.

Zuerst braucht jedes Netz den Halt,
zu trotzen stürmischer Gewalt,
an Baum…

von Rainer Maria Rilke

DARFST das Leben mit Würde ertragen,
nur die Kleinlichen macht es klein;
Bettler können dir Bruder sagen,
und du kannst doch ein König sein.

Ob dir der Stirne göttliches Schweigen
auch kein rotgoldener Reif…

von marie mehrfeld

dicht an dicht
unerkannt
eingezwängt
farben fahl
keine sterne
deine hand
hält mich nicht

schultern schwer
leise lange
reihen bilden

gehe stumm
schritt um schritt
sehne…

von Rainer Maria Rilke

Mein Leben ist nicht diese steile Stunde,
darin du mich so eilen siehst.
Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde,
ich bin nur einer meiner vielen Munde
und jener, welcher sich am frühsten schließt.
Ich bin die Ruhe…

von Rainer Maria Rilke

Ich lebe grad, da das Jahrhundert geht.
Man fühlt den Wind von einem großen Blatt,
das Gott und du und ich beschrieben hat
und das sich hoch in fremden Händen dreht.

Man fühlt den Glanz von einer neuen Seite,
auf…

Seiten

Gedichte über das Leben sind ein beliebtes Thema, sowohl bei den Lesern von Lebensgedichten als auch bei den Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Gedichten mit dem Leben beschäftigen.

Gedichte die das Leben schreibt

So, wie sich für jeden Einzelnen das Leben selbst gestaltet, so erzählen auch Gedichte über das Leben von allen Facetten, die ein Leben eben ausmachen, oder die man im Leben auf eine bestimmte Art nimmt:

"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn." (Rilke)

Und so sind Lebensgedichte auch oftmals ein Spiegel der individuellen Lebenseinstellung des Autors, suchen nach dem Sinn, oder geben Lebenshilfe. Mit ihrem künstlerischen Anspruch gehen sie dabei weit über den Lesewert von reinen Sinnsprüchen oder Lebensweisheiten hinaus, müssen inhaltlich aber nichts anderes meinen. Gedichte über das Leben geben jedem Leser und Autoren einen Mehrwert, der sich - über den reinen inhaltlichen Wert des geschrieben hinaus - von "Geschichten", Weisheiten, Erfahrungen oder "Wegweisern" gleichzeitig auch unterhalten lassen möchte.