Von Anfang an, bis hin zum Schluss!

von Soléa P.
Mitglied

Wenn's nicht klappt, hilft 'ne künstliche Befruchtung,
dann folgt die pränatale Untersuchung –
das alles und noch viel mehr
macht's natürlichem Leben absolut sauschwer.

Organspende, sie wird beworben,
wie ein Parfum zur Weihnachtszeit.
Jeder macht sich doch seine Gedanken,
aber „Spende" bedeutet selbstbestimmt und frei.

Sterbehilfe, was weiß schon die Politik,
wie ich denke, leide und überhaupt, was ich will?
Denn wenn ich mich selber töten kann,
sollen sie still sein, denn es geht sie nichts an.

Als ich gezeugt wurde, waren sie nicht vor Ort,
es war ein ganz intimer Akt.
Diskussionen darüber würde ich noch verstehen,
mit meinen Eltern, doch die sind leider – leider schon im Grab.

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Kommentare

23. Jan 2020

APPLAUS der Leser dafür spendet! -
Womit mein Kommentar schon endet ...

LG Axel

25. Jan 2020

Diese Spende kam gut an:
bei mir, und nicht bei dem Herrn Spahn.

Liebe Grüße
Soléa

23. Jan 2020

Wir spenden der ISIS unsre Köpfe,
für deren schon volle Spendentöpfe.
LG U.

25. Jan 2020

Mich gruselt, wenn ich daran denk,
doch oder gerade deshalb, geb mein Blut ich uneingeschränkt.

Liebe Grüße
Soléa

24. Jan 2020

Jagen wir unter Applaus den einen und anderen Politiker aus dem Haus.
"Wir sollen die Bürger mitnehmen", sagt die Politik. Ich frage mich:
Wohin ?
HG Olaf

25. Jan 2020

… auf die Schlachtbank? Ich weiß das hört sich schlimm an, aber was mich gerade auf Bezug „Organspende“ richtig wütend macht ist, die Einseitigkeit. Man appelliert an Menschenliebe, beleuchte jedoch nicht die andere Seite einer Entnahme. Auch frage ich mich, ob Erkrankte, die ein Organ benötigen, alle selbst einen Spenderausweis haben?
Auf Focus.de
https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/organspende-sterbende-menschen-werden-nur-noch-als-material-angesehen_id_9634005.html

ist unter anderem zu lesen:

Hirntote sind nicht "tot"
Truog und Miller fordern eine Enttabuisierung des medizinischen Tötungsverbots. Sie sprechen offen von gerechtfertigtem Töten („justified killing“), um das Leben anderer Patienten zu retten.
Hirntote werden mit dem durch naturwissenschaftliche Methoden nicht beweisbaren, aus der Philosophie entlehnten Begriff einer „toten Person“ mit einem „noch überlebenden übrigen Körper“ zweigeteilt. Der Tod ist auf ein einziges Organ, das Gehirn, fixiert und das Sterben in seinem biologischen und sozialen Charakter eines Prozesses verleugnet.
Das Herz von Hirntoten schlägt, ihre Lungen atmen mit technischer Hilfe, sie verdauen, scheiden aus, sie wehren Infektionen ab und werden bis zu ihrem Herztod medizinisch betreut, genährt und gepflegt.

Patienten reagieren noch auf die Organentnahme
Versuchen wir uns ein Bild von einer Organspende zu machen: Der Körper des Patienten wird mit elektrischen Schneideinstrumenten vom Brust- bis zum Schambein geöffnet. Dann durchspült man die Organe mit einer vier Grad kalten Nähr- und Kühlflüssigkeit, um Verwesungsprozesse nach der Entnahme zu unterbinden.
Bis zu 75 Prozent der Hirntoten sind noch in der Lage, auf dieses Prozedere etwa mit Hochziehen der Schulter oder Beine, Spreizen der Finger oder Schwitzen, Hautrötungen, erhöhtem Blutdruck und Puls zu reagieren. Häufig werden Schmerzmittel, ein Opioid, auf jeden Fall aber muskelentspannende Mittel zur Unterdrückung von Bewegungen verabreicht.
Nachdem der Organspender das Erscheinungsbild einer Leiche mit den klassischen Todeszeichen angenommen hat, kann die Entnahme beispielsweise von Gehörknöchelchen, Luftröhre, Knochen oder Meniskus beginnen. Es ist wenig erstaunlich, dass sich Anästhesisten und Pfleger seelischen Belastungen ausgesetzt fühlen, bei Kleinkindern ganz besonders.

Darüber wird kein lautes Wort verloren!

Liebe Grüße
Soléa

24. Jan 2020

"Aua" - tiefgreifende Erkenntnisse!
das tut weh...weil man denken muss....

LG lf

25. Jan 2020

Denken, ja, kann schwer unangenehm sein:
darum finden Nichtdenker auch Denken gemein.

Liebe Grüße
Soléa

24. Jan 2020

Es ist der Lauf der Zeit, da wird alles auf den Tisch gelegt und als Errungenschaft serviert.

LG Jürgen

25. Jan 2020

Oh, das triffts gut! So sehe ich das auch!

Liebe Grüße
Soléa

24. Jan 2020

Zwischen Segen und Fluch, echter Hilfe und Ausbeutung bewegen sich mittlerweile die techn. und mediz. Möglichkeiten. Für jeden der gleiche Zugang und Nutzen? Dein Text zeigt die entscheidenden Punkte auf. Nachdenken und politisch u. gesellschaftlich wachsam bleiben, findet mit herzlichen Grüßen zu Dir, Ingeborg

25. Jan 2020

Ja, liebe Ingeborg, Segen und Fluch! Wenn Menschen Gott spielen, daran muss ich oft denken.

Sei lieb gegrüßt
Soléa