Von schwarzen Sternen und dem Nichtvergessen

von Mara Krovecs
Mitglied

In den Regenasphalt
legten sich Lichter
leise Gesichter
der Nacht - der Träume
aus kahlen Zweigen
fielen nassweite Räume
und Wolken kuschten im Sturm
ein Mondvogel schrie einen Namen vom Turm

und im Auto fuhren mein Atem - mein Herz
sie jagten sich schraubend himmelwärts
vor tausend Jahren bist du fortgeflogen
bonne nuit – Kapitän – wie leicht war das Leben
wie rot hat vorher die Liebe gewogen

aus dem Nebelwald
schlichen sich Schatten
folgten wie Ratten
dem Schmerz – aus Jahren
nach jenem Schreiben
und als wir Kinder waren
in uns´ren Sommern aus Licht
da fürchteten wir schwarze Sterne noch nicht

und im Auto fuhren mein Sterben – dein Tod
einst sangen wir Meeren in´s Abendrot
vor tausend Jahren bist du fortgeflogen
au revoir chéri – wie schön war das Leben
wie weit war uns die Liebe gewogen.

C. Mara Krovecs / Zaubersee / Regenlibelle 2016 - für Michel.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Mehr von Mara Krovecs online lesen

Kommentare

17. Apr 2016

Auch schwarze Sterne können funkeln -
Denn solche Worte glühn. Im Dunkeln!

LG Axel