Der herbe Verlust

von Alf Glocker
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Ich bin ein Zeitzeuge des Nichts,
der Nichtzeit, des Ungeschehenen.
Über die Kante gekrochen, bricht‘s,
mitten im Fragilen, Ungesehenen …

Das ist ein Witz, ein Witz, ein Witz?
Bin ich schon im Weltall verloren?
Komm ich denn aus einem Schlitz?
Ich suche noch nach Investoren!

Wer sagt: Wo du dich prügeln lässt,
ist dein schönes Zuhause gewesen!
Wer feiert durch mich hier sein Fest?
Wo kann ich schreiben und lesen …

was nicht mörderischen Mäulern
entstammt, die mich wütend plagen,
oder den Wahrheitsverbeulern
ihre Unmenschlichkeiten vorsagen?

Aus Schnauzen und aus Schnäbeln,
sei es gepfiffen, geknurrt und gedroht:
„Unterwerft euch dümmlich den Säbeln,
kommt feige und faul aus dem Lot!“

Wer seinen Mann im Endlichen steht,
der sei sich dessen immer bewusst:
Jeder ist sterblich, alles vergeht –
doch Ungetanes ist ein herber Verlust!

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