Die Macht des Wortes

Bild von Jusel
Mitglied

Worte haben die Macht, Jahrhunderte zu überdauern.
Denn jede Erinnerung würde ohne Worte verblassen.
Werden Schüler die Schullektüre auch immer hassen,
bleiben Worte immer der Gesellschafts Mauern.

Jedes Jahrzehnt unzählige neue Worte,
die alten längst in Vergessenheit geraten.
Auf Verständnis zwischen zwei Generationen kann man meist hoffnungslos warten,
hat die Jugendsprache nämlich oft andere Herkunftsorte.

Alte Dichter werden längst nicht mehr rezitiert,
geben lieber elektronischen Geräten verbale Anweisungen.
Bücher leiden unter erschwerten Bedingungen.
Sprache und Schrift oft auf die digitale Welt reduziert.

Viel zu wenig wertgeschätzt dieses kostbare Gut,
viel zu viele Worte unbedacht auf ewig ins Netz gesendet.
Die Geschichtsbücher eines jeden Menschen bleiben unvollendet.
Im Herzen macht sich breit die Schwermut.

© Juliane Wiedenhöft

Veröffentlicht / Quelle: 
Lyrik und Prosa unserer Zeit. Neue Folge, Band 23

Interne Verweise