Der Terror aller

von Marcel Strömer
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Im eingeengten Fensterblick, die Gedanken an vorbeifliegende
Wolken gehängt, in der Erwartung einer positiven Rückmeldung,
dass es bald regnet

Das Magazin noch in der Pistole, die Munition aus dem Lauf
genommen, die Waffe entladen und gereinigt,
die Patronen auf dem Küchentisch aneinandergereiht,
wie die Perlen eines Rosenkranzes

Mit verschlossenen Augen vorgestellt, das Massaker,
die geballte Wut, in einer scheinbar heilen Welt ohne Wunden,
ganz allgemein der gegenwärtige Frust, die Empörung,
in Blutkonserven kochende Pulsschläge

In einer Nacht, in der die Panik lehrt, beschwörend auf Titelseiten,
rot unterlegt, in betroffene Gesichter spuckt, Stimmen erdrückt,
den Schleier des Schweigens über Elternkummer wirft,
geschuldet einer übertriebenen Mutterliebe.

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