Mein Sein

von Alf Glocker
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Gott, lass mich in meiner letzten Stunde lustig sein.
Da gibt’s doch sicher auch noch was zum Kichern.
Ich hatte dieses Lebens auch so süßen Wein –
und eines kann ich dir, bei dir, versichern:
Ich habe wirklich alles wundervoll genossen!

Ich möchte nicht voll argem Griesgram scheiden!
Das wär‘ blamabel – bei meinem Temperament.
Am liebsten würd‘ ich zwar den Tod vermeiden,
zumindest den, den man landläufig kennt –
doch leider ist man furchtbar schnell erschossen.

Das macht mich ratlos, denn ich wollte immer lieben.
Was ich hier vorfand ... das war gar nicht leicht!
Doch bin ich einsam hier, im Geist, geblieben –
und dabei hab ich wahrlich nichts, gar nichts erreicht.
Dennoch blieb ich bis jetzt, zur Stunde, unverdrossen.

Drum will ich alle Augenblicke immer fröhlich feiern,
nicht grau sein im Gefühl – nein, die Phantasie
gebietet mir, nicht einfach etwas herzuleiern –
ich spiele gerne bis zum Schluss die schöne Sinfonie:
„Mein Sein war wie aus einem Guss gegossen!“

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Kommentare

19. Jun 2018

Aus einem Guss: So soll es sein!
Im Geiste bleibt man meist allein.

LG Annelie