Maden im Speck

von Soléa P.
Mitglied

Haut wie Pergament über Knochen gespannt
die hohlen Mägen sind aufgebläht
vegetieren halbtot in Wüstenland
zehrender HUNGER die Menschen dort quält…

Mit kraftlosen Blick wird um Hilfe gerufen
das Kind auf dem Bildschirm bricht mir das Herz
apathisch nuckeln Babys am schlaffen Busen
doch dieser Anblick uns SATTE nicht wirklich schmerzt…

Man kauft und isst im Überfluss
Regale und Theken sind randvoll sortiert
bis hin zum Abend, erst dann ist Schluss
zur Fast Food Kette man selbstverständlich marschiert.

Durch Überfütterung sind wir gleichgültig geworden
Hunger ist ein Zustand den der Satte nie kennt
warum auch sollten wir um irgendwas uns sorgen
Überfluss ist schön... uns schmeckt`s exzellent.

Quelle: Privat
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Kommentare

21. Mär 2017

Wichtiges Thema, Soléa. Der Überfluss in den Regalen widert mich manchmal an. Wir haben den Respekt vor Nahrungsmitteln verloren, weil wir übersatt sind. Ganz anders die Menschen der Generation über uns, die es nicht fertig brachten, ein altes Stück Brot wegzuwerfen, weil sie sich noch an den Hunger kurz nach dem zweiten Weltkrieg erinnerten. Und vor dem Hunger der Welt verschließen wir die Augen - und beruhigen unser Gewissen, indem wir hin und wieder etwas Geld spenden.
LG Marie

21. Mär 2017

Den krassen Unterschied zwischen arm und reich, werden wir nie aus der
Welt schaffen. Dafür sorgen schon die dämlichen Kriege unter den Völkern,
mit dem Verblassen wir der gesamten leidtragenden Bevölkerung wirklich
rundum helfen könnten !

LG
Alfred

21. Mär 2017

Dein Gedicht ist ergreifend und wahr. Leider sind diese grausamen Bilder durch die Medien zur Gewohnheit geworden. Die Seele hat Hornhaut gebildet, das Mitgefühl stirbt langsam ab. Die wirklichen Probleme, Kriege, Bildungsnotstand, Unterwerfung der Frauen etc. können erst gar nicht rasch gelöst werden. Seit Urzeit ein Menschheitsproblem. Vielleicht erklärt sich so auch das biblische Zitat: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelör, als dass ein Reicher ins Reich Gottes gelangt.
LG Monika

21. Mär 2017

Das stimmt Marie. Respekt und Wertschätzung lassen stetig nach. Würden „Wir“ nicht so selbstverständlich und unbedacht konsumieren, könnte weniger produziert werden und dann auch bestimmt Umweltschonender. Und wenn die dritte Welt für ihre Knochenarbeit die sie leistet, dann noch angemessen entlohnt würde, wäre schon viel erreicht. Aber…
Liebe Grüße
Soléa

21. Mär 2017

Kriege gibt es schon von Anfang an, aus welchen Gründen auch immer. Die einen wollen mehr… die anderen… alles. Und die „Dummen“ sind, egal in welcher Gesellschaft die „Kleinen“. Schon als Kind spielten und spielen wir Räuber und Gendarm. Und heute? Krieger und Sieger! Heißt, alles bleibt beim Alten, nur der Name des Spiels ändert sich…
Liebe Grüße
Soléa

21. Mär 2017

Ein sehr ausdrucksstarkes Zitat, liebe Monika. Und doch ist es schade, dass Menschen, weil sie im „falschen“ Land und Ort geboren wurden/sind, erst Gerechtigkeit und Friede durch ihren Tod „erfahren“… Zum Heulen, dass alles!
Liebe Grüße
Soléa

21. Mär 2017

Liebe Soléa, ich schließe mich meinen Vorgängern an.
Wir schauen nur halbherzig hin. Mit einem Achselzucken. Ich kann es ja nicht ändern, sagen wir dann.
Und schimpfen auf die 'Großen'. Dabei ist es immer die Nachfrage, die das Angebot hochhält....
Wir sind in allem übersättigt.

Liebe Grüße Lisi

21. Mär 2017

Liebe Lisi, danke für Deine Meinung. Man stumpft wirklich ab. Ich kann nur nicht nachvollziehen, warum wir immer nach was anderem suchen wollen/müssen. Warum gibt es über 100 Brotsorten, Milch in allen Variationen, Erdbeeren im Winter…? Stimmt, die Nachfrage macht was aus. Aber sind es nicht auch gierige Geschäftsleute, die ideenreich anbieten, damit es erst zur Nachfrage kommt…? Ein verschwenderischer Teufelskreis ist es auf jeden Fall.
Liebe Grüße
Soléa