Das Gefäß

von Jannis Langer
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Auf weiter Flur steht ein Gefäß,
tönern und mit rauer Haut.
Dürstend und mit trock'nem Hals,
nach Trunk sich umgeschaut.

Von oben kommt der holde Guss,
gleitend wie ein seid'ner Stoff.
Wohlig feucht spannt er sein Netz
hinab durch seinen Kopf.

Befüllt mit dem ätherisch Öl
werden seine Flächen weich.
Labend an der edlen Wohltat
fühlt er sein Inn'res reich.

Umhüllt in seinem sich'ren Schoß,
der Tropfen hingegeben.
Haben sie sich denn gefunden
und teilen nun ihr Leben.

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