Let It Be

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Wenn du willst, daß Zeit vergeht,
dann lerne wünschend Warten!
Sie wird sich ewig dehnen, dehnen!
Wenn du willst, daß man versteht,
in möglichst vielen Sparten,
dann übe dich im Sehnen, Sehnen!

Und wenn du möchtest, daß Vernunft
den ganzen Erdball überzieht,
ja, dann verzweifle nicht!
Denn fern ist diese eine Ankunft
der Einsicht und viel zu verfrüht
erreichen uns dann Geist und Licht!

Doch zunächst sind wir alle tot,
weil wir uns weigern zu begreifen,
daß unser Handeln witzlos schwankt,
nur zwischen Heldentum und Brot,
wo keine Früchte reifen,
für die man sich noch mal bedankt.

Den Augenblick beherrscht der Wahn,
der Menschen in ihr Unglück treibt!
Sie sind unfähig, klar zu denken –
ihr Spieltrieb mutet seltsam an,
wobei sich der die Hände reibt,
der sich erdreistet, uns zu lenken!

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Kommentare

22. Nov 2018

Das Warten scheint dem Sapiens nicht zu liegen -
Er könnte ja zu wenig kriegen ...

LG Axel

22. Nov 2018

Ach, lieber Alf. Wann hat die Vernunft schon gesiegt?
Wir alle folgen doch unserem Herzen und solange der Teufel Neugeborene küssen darf, beherrscht den Augenblick der Wahn. Ob sich das irgendwann ändern wird, wage ich zu bezweifeln. Die Welt ist groß und der Teufel schlau.
Nichtsdestotrotz, ein tolles Gedicht!

Liebe Grüße,
Ella

23. Nov 2018

Obwohl fast alle wissen, wo wir hinsteuern, wird „Scheuklappenpolitik“ betrieben – ist leichter und so SCHÖN bequem …

Liebe Grüße
Soléa

23. Nov 2018

Es ist zwar nicht besonders erfreulich was grade so alles passiert, aber es ist schon schön, wenn man Menschen trifft, die sich den Durchblick noch nicht haben aberziehen lassen...

Danke Euch, liebe Freunde!

LG Alf

23. Nov 2018

Bequemlichkeit die größte Zier
so vieler Menschen - nur nicht - hier...

LG Yvonne

23. Nov 2018

das haut voll hin, liebe Yvonne!

LG Alf