Lenzzeit

von Robert K. Staege
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Wie gelbgrün glänzt die Linde durch die Luft,
die Sonne blickt so golden auf den Tag.
Zu mir her dringt ein milder, süßer Duft;
es ist des Frühlings zarter Flügelschlag.

Die weißen Wolken ziehen still und rein
am endlos weiten, hellen Himmelsraum,
und in mein Herze stiehlt sich leis‘ hinein
ein selig linder, süßer Frühlingstraum.

Die traute Bild beseligt wunderbar
das Auge mir und meiner Seele Blick,
und ferne jeder lauten Menschenschar
erahne ich des Lebens ganzes Glück.

Ein tiefes, heimlich‘ Sehnen in mich dringt,
es füllt mir Herz und Seele, jeden Sinn,
und über alle Welt so lieblich schwingt
des Lenzes holde, schöne Zeit dahin.

Geschrieben am 23. Mai 2018 in Schlangenbad.

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