Im Angesicht

Bild von Cori
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Ein Schrei - danach nur Totenstille.
Das letzte Opfer im Gefecht.
Kein Widerstand, kein Lebenswille,
die Grabesruhe, die ist echt.

Vor diesem Himmel, gelb von Schwefel,
schwenkt keiner weiße Fahnen mehr.
Wer hat veranlasst diesen Frevel?
Wer schoss des Feindes Reihen leer?

Wem galt Ergeben nur als Schwäche?
Warum denn töten ohne Gnade?
Dass keiner bliebe, der sich räche?!
Damit im Blute man sich bade?!

Im Angesicht von solchem Grauen,
liegt Hoffnung für die Welt darnieder
und keiner singt – auch nicht die weißen
Vögel – nochmal Friedenslieder.

Für Staaten, Herrscher, Religionen …
- für nichts sollt‘ man ins Felde ziehen.
Ein Sterben kann sich niemals lohnen!
Nur - DIE Erkenntnis scheint verliehen …

Blick auf das Schlachtfeld bei Targoviste in Rumänien 1916, (C) unbekannt

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Kommentare

23. Sep 2015

Der Text beeindruckt! Und das gilt
Natürlich ebenso fürs Bild...

LG Axel

25. Sep 2015

Beides geht unter die Haut! Liebe Grüße!

25. Sep 2015

Gutes Gedicht mit starker Aussage! Kompliment!

Grüße
Alf