Unmutszeit

von * noé *
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Im Großen, Ganzen ist das Streiten
ein Phänomen nervöser Zeiten –
man hat genug mit sich zu tun,
„sich kümmern“ scheint nicht opportun,
was wohl an der Irr-Meinung hängt:
„Wenn jeder an sich selber denkt,
dann ist an jeden doch gedacht!“ –
was „Kreise“ selbstzufrieden macht.

Doch hat nicht JEDER auch genug …
als Folge von Sozialbetrug;
kriegt einer erstmal „sein“ Hartz IV,
steht bittre Armut vor der Tür:
Bevor der satte, reiche Mann
mit jenem „Zahl“-Modell begann,
da gab es ihn nicht, diesen Schmu,
da ging es viel gerechter zu.

War einer lang in Lohn und Brot,
geriet er lang auch nicht in Not.
Es gab das Arbeitslosengeld,
wo jedes Arbeitsjahr auch zählt,
so die Bezugszeit länger machte –
und WÜRDE in die Sache brachte.
Was „Bittsteller“ von heute möchte:
Man ging „zum Amt“ … und hatte RECHTE!

Doch heute, in der „neuen“ Zeit,
da schürt man den sozialen Neid.
Der eine hat mehr als genug,
andre umhüllt das Hungertuch.
So fördert man den „Eigen-Sinn“.
Doch viele nehm’n das nicht mehr hin,
der Unmut wächst, das kann man spüren,
mit denen, die uns miss-regieren.

Schon wirkt mancher doch sehr gereizt,
je weiter sich die Schere spreizt,
die Mieten steigen, Wohnraum wird knapp,
nur „Tafeln“ geben von dem was ab,
was übrig blieb vom Überfluss
(worein „man“ sich dann teilen muss).
Oder man muss „containern“ gehen,
um überhaupt noch Licht zu sehn …

An uns wird schlicht vorbeiregiert
(was schlimme Auswüchse gebiert).
Die Politik „wärmt“ ihre Posten –
und das auch auf der Ärmsten Kosten –,
weil sie eins – ach, so gern – verdrängt:
SIE dient! Das Volk ist der REGENT!!
(Wenn Wähler das erstmal bemerken,
KANN dies den WÄHLERWILLEN stärken …)

© noé/2018

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Kommentare

23. Sep 2018

Ich frage mich so manches Mal:
ist das Regieren eine Qual?
Oppositionen reden leicht
wie einfach man alles erreicht
und sind sie raus aus ihren Sesseln
sind Wähler dann nicht mehr vergessen
was macht's regieren nur so schwer
dafür müsste 'ne Antwort her

LG Sigrid