Der Tochter Schmerz

von Rose Collister
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Was ich von dir bekomme, ist keine Liebe,
die ging, wie deine Ehe –
unter, in einem der 1000 Kriege.

Ein Zuhause, Wurzeln hast du mir nie gegeben,
es war kein körperlicher, doch ein emotionaler,
ein harter Kampf ums Überleben.

Voll kindlicher Hoffnung ward ich geboren.
Hast du sie entrissen?
Hab ich sie verloren?

Geborgenheit, ein fremdes Wort,
Großmehring, mein »Zuhause«,
Ich empfand sie nie an diesem Ort.

Ich bin der Liebe nicht wert,
es ist hart, wenn man es ahnt,
vernichtend, wenn man es erfährt.

Keine Geste, kein Wort mehr zwischen uns,
`s ist wie mit dem Herzen,
mit der Zeit verstummt's.

Was hab ich zu erzählen?
Dir? Nichts!
Deine Ablehnung, sie würde mich quälen.

Es ist kein Geheimnis, dass du mich nicht kennst,
ich weiß heute sicher,
dass du nicht verständ'st.

All meine Strophen, sie sind dir verborgen.
Du wirst sie nicht lesen.
Nicht heute, nicht morgen.

Im Mondschein, ich wandle durch Nächte,
und denke an alles,
an alles Schlechte.

Ein Blick in die Zukunft, ich seh` uns entzweit,
weil bei keinem von uns,
die Zeit Wunden heilt.

Das Gedicht entstand heute spontan auf einem Spaziergang. Ich hoffe, es klingt nicht zu sehr nach "Selbstmitleid". :)
Ich bin für Kritik offen!

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Kommentare

24. Nov 2018

Klingt weniger nach Selbstmitleid, sondern schrittweisem Erkennen.
Nun mal nicht stehen bleiben!
LG Uwe

24. Nov 2018

Traurige, sehr traurige Zeilen, lese ich hier.

„All meine Strophen, sie sind dir verborgen.
Du wirst sie nicht lesen.
Nicht heute, nicht morgen.“

Überlegen würde ich es mir.
Diese Zeilen gäbe ich „ihr“ …
weniger für „sie“, als mehr für dich.
Das Geschehene rückt in ein anders Licht.

Viele Grüße
Soléa