Die armen Worte

von Rainer Maria Rilke
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Die armen Worte, die im Alltag darben,
die unscheinbaren Worte, lieb ich so.
Aus meinen Festen schenk ich ihnen Farben,
da lächeln sie und werden langsam froh.

Ihr Wesen, das sie bang in sich bezwangen,
erneut sich deutlich, dass es jeder sieht;
sie sind noch niemals im Gesang gegangen
und schauernd schreiten sie in meinem Lied.

Veröffentlicht / Quelle: 
Mir zur Feier (1897/1898)

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Rezitation von Florian Friedrich

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