feuersturm

von Manfred Peringer
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in turmhohen wolken wohnen die grollenden
sie schürzen die lippen und speien feuer bis
der tod auch aus der letzten fensterhöhle glotzt

schuhschachtelklein treiben die gedanken hinaus
aufs meer direkt hinein ins glutrote der fantasie
die sich noch hinter augenklappen versteckt hält

die möwen über den wellen erinnern an drachen
die das auge mit akrobatischen kurven füttern
so wie wir die wilden schwäne auf der alster

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Kommentare

25. Feb 2019

Wie wilde Bilder sich entfachen!
(Ich kenn persönlich einen Drachen ...)

LG Axel

25. Feb 2019

Hallo Manfred, beim Lesen des ersten Verses tat sich mir ein Bild auf von wilden Kerlen wie in einem Märchenbuch. Die haben schuhschachtelkleine Gedanken und sind u.a. auch Seeräuber. Dann diese Möwen, die zu Drachen mutieren, sind ja sogar im Kleinformat oft kiebig bis zum geht nicht mehr - und am Schluss dachte ich: Manfred war wohl kürzlich in Hamburg und hat die Möwen an der Alster gefüttert. Kurz und gut: Dein Gedicht entfacht Gedankenglut.

LG Annelie

25. Feb 2019

Hallo Axel,
ja jeder hat so seinen Drachen.
Danke fürs "entfachen lassen" und
LG
Perry

Hallo Annelie,
ja die Feuerbrunst war in Hamburg und zwar 1947, zum Glück war ich da noch nicht geboren.
Der Text reflektiert den schrecklichen Luftangriff der Alliierten aus der Sicht von damaligen Kindern, wobei sich Fantasie und Realität vermischen.
Danke fürs Interesse und LG
Perry
Danke