Erinnerungen ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Monika Laakes
von Volker Harmgardt
von Monika Laakes
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 264 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Huckepack,
einfach nur so
- als Dreikäsehoch -
auf breiten Schultern,
das holprige
Nachkriegspflaster
mit Augen abtastend,
ahnungslos, unbekümmert,
im Flug der Geborgenheit.
Nicht ahnend…

von Volker Harmgardt

Im Spätsommer
unterwegs in die Heimat -
Lektionen in Sehnsucht.

von Monika Laakes

In Händen, ihr Brief.
Schwarze Buchstaben.
Zentimeter groß, auf
hellbraunem Umweltpapier.
Ihr Geburtstagsgruß. 2005.
Mein Stöbern in Büchern.
Intuitiv. Einfach mal so.
Plötzlich Bewusstseinsblitze.

von Axel C. Englert

Frau Krause? Bin ich ganz bescheuert?
„Klar sinse det!“ - Sie sind gefeuert!
„Entlassen?! Könnense MIR NIE!
Denn ICK bin IHRE Fantasie!“

Da hat der Drachen leider recht -
Dennoch zu gern ich wissen möcht:
WER…

von Monika Laakes

Traumbild, raubst den Schlaf.
Frühlingsdüfte betören.
Wo finde ich dich?

Auf Flügeln der Zeit
fliegt mein Andenken an dich,
geliebte Muse.

Wolke, noch einmal
wandelst du über's Wasser,
ehe du…

von Monika Jarju

Unter dem müden Oberlicht
spannte der Mann den Trenchcoat
seine Ärmel zwei lose Flügel
so windstill das Treppenhaus
rau das Klacken des Zeitrelais
verebbter Pulsschlag im Dunkel
Licht flammte auf im Schacht…

von marie mehrfeld

Begegnung der unvermuteten Art an unserer alten Kreuzung nach sehr langer Zeit, Mai ist wieder, ein frischer Wind kühlt mir die Ohren und der Himmel so gewaltig hoch wie damals, weißt Du noch, scheues Streicheln, Gänsehaut, unsere leuchtenden…

von Volker Harmgardt

Ein Sommermorgen -
Hauch eines sanften Windes,
ertrunkener Tag.

.

von Volker Harmgardt

Unter der Brücke
liegt ein verzweifelter Mensch
mit ganzem Hab und Gut,

eine Katze versucht ihn
schnurrend zu ermuntern.

von Joachim Ringelnatz

Ich war nicht einer deiner guten Jungen.
An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat
Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.
Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.

Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens
An…

von Monika Jarju

Mit dem Ozeandampfer aus Zigarettenschachteln
fuhr ich stolz auf dem gewellten Meer
von der Zimmertür bis nach Amerika.
Rote Felsen aus Sesseln staken im Atlantik,
am Horizont der Balkon. Wind wehte Vorhänge über ‘n Mast.…

von Monika Jarju

Das Haus
aus Lehm gestampft
ein Zaun aus Palmenblättern
bröcklige Kreidechiffren auf roter Wand
das Telefon in der Holzschatulle
verstummt im dunklen Winkel
ein Wassertopf auf Beinen
der Orangenbaum…

von Volker Harmgardt

Wir sind uns nichts schuldig, aber auch nicht das Geringste schuldig,
ohne zu zögern bist du gegangen und wolltest irgendwann
wiederkommen, es war kein Problem,
verdammt.
In unserer Strasse bei Hitze hast du es mir…

von Annelie Kelch

Noch liegt Tau auf dem grünen Gras der Deiche;
die Kastanie an der Auffahrt schweigt – noch ist alles still.
Müd' fallen die Blätter der alten knorrigen Eiche;
und ich muss zur Schule; nein, nicht doch: Ich will!

Die Kühe…

von Soléa P.

Warmer Wind weht durch den Abend
haucht ein sehnsuchtsvolles Lied
streift die Haut, leicht meine Haare
ich rieche das Meer, schau zu den Sternen –
sie funkeln wie sein Augenpaar
das mich einst so feurig traf.

von marie mehrfeld

Habichtswald.
Lange her.
Hör Hornissen brummen,
laufe, hüpfe, jubelnd singend
hinterher.

Habichtswald.
Sich verstecken
hinter Bäumen, Hecken.
Springen über Stock und Stein.
Jubelschrei.

von Willi Grigor

Es roch nach Sommeranfang,
es roch nach Gras.
An einem Tagesausklang
im Stadtpark war's.

Wir saßen auf der Decke,
im weichen Grün,
im Schutze einer Hecke,
mit Wangenglühn.

Beim letzten…

von Angélique Duvier

Warum?
Aus Angst und Scham,
aus Kummer und Gram?

Selbstwert verloren,
Selbstzweifel wurden geboren.
Glaube am eigenen Versagen.

Demütigungen ertragen,
Worte ins Gesicht geschlagen,
Achtung mit…

von Volker Harmgardt

In Erinnerung an Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975)
"Bei Vorstellung Deiner Hände kam Wut in mir hoch
und diese Unzufriedenheit förderte die Produktivität"

Im Sternensilberteich
tummeln sich die Sonntage,
der Hecht…

von Volker Harmgardt

Mit Kinderhand hab`ich
den Schnee geformt
und liebte Weiß und
Kohlestift, versteckte
beides tief im Ranzen.
Es griff die Kälte
in mein Schneegesicht,
es störten Krankheit
und der Fleck im Licht,…

von Soléa P.

Wie schön du doch gewachsen bist –
keine Falschheit zu erkennen.
Dein Bildnis strahlt – die Landschaft besticht,
ach Glockenblümchen, lass dich bloß nicht hängen.

Selbst wenn der raue Wind dich quält
und Regen dich…

von marie mehrfeld

Zuneigung
offen zeigen,
kichern und flüstern,
sich zanken und vertragen.
Freundschaft.

Abenteuer.
Kirschen klauen,
Doktorspiele im Wald,
gemeinsam durch Dick und Dünn.
Heimlichkeit.

von Annelie Kelch

Grün war mein Blick - wanderte über die Elbmarsch mir stets voraus,
grün waren sommers die Blätter am Kastanienbaum vor unsrem Haus.
Grün war die Hoffnung, die ich nie aufgab, grün war mein Schmerz.
Nach einem kalten Winter…

von Annelie Kelch

Großer edler Bruder.
Leer nun die neue
Auffahrt unter dem
alten Sommerhimmel
blau gespannt
mit weißen Wolken
suche ich dich ein
halbes Jahrhundert später
noch immer vergeblich.

Hier sollt ich…

von Monika Jarju

Mir fährt die Bahn durch den Kopf,
gesiebte Erinnerungen steigen aus,
bleiben zurück am Nachtrand.

Ich komme an, wo ich nicht bin,
da lutschen sie Sterne,
spucken die Kerne übers Gegengleis.

Wo ich einst…

von Joachim Ringelnatz

Meine frühe Kindheit hat
Auf sonniger Straße getollt;
Hat nur ein Steinchen, ein Blatt
Zum Glücklichsein gewollt.

Jahre verschwelgten. Ich suche matt
Jene sonnige Straße heut
Wieder zu lernen, wie man am Blatt…

von Annelie Kelch

Die Toten schlafen längst in ihren Gräbern,
indes ich träume, träume, träume …
noch immer von den fernen Tagen - längst vergangen,
als wüsste ich allein und ohne euch nichts anzufangen,
als gäbe es auf Erden nichts, das…

von Yvonne Zoll

Erinnerung vermischt
das Gestern mit dem Heute

vibriert im Lichte des Moments
lautlos tief im Silberspiegel
gerinnend Tropfen perlen abwärts
leise lauschend Holz entlang

kräuselt sich im Winde wässernd…

von Annelie Kelch

J 'ai visité Paris
la cité de beauté
des artistes
de la mode
de Romy Schneider -
tout seul
au point du soir.

Après cela
je pouvais dormir bien
tout seul
et très calmement
Je n'ai…

von marie mehrfeld

Klopfen an heimlichen Türen, sich drohend senkende Klinken, schrille Geigenfugen, kratzten, in Augenblicken höchster Angst, in muffigen Kellern, krochen Sirenenheulen und Verdunkelung, rostige Schlösser schlüsselloser Türen, angellos

von marie mehrfeld

Die Kartoffeln in der Schütte sind verschrumpelt, treiben aus, riechen muffig erdig, und der Koksberg glitzert im Dämmerlicht, das durch das schmale Kellerfenster fällt, so wie Mutters wertvollster Ring mit dem echten Brillant, den sie tags und…

von Katharina Dotzki

Manchmal denke ich an die Zeit zurück
Als Du damals noch da warst
Wir trafen uns heimlich
Und gingen in den Wald
Wir lagen im Gras
Und Du warst so zärtlich
Als Du damals noch da warst
Du hattest immer…

von Yvonne Zoll

Einander anhängig ausstehende
Abgesänge schattengarnierter Gedanken
Esprit in willens verlorenen Arenenwellen
Azuren treibendes Erfassen in Universalien
Verschiefter Lagen Magentalippen sich erlesener
Ineinander…

von Soléa P.

Ein langer und harter Tag ist vorbei
als endlich der Abend Einzug hält
nicht müde, nur die Knochen schwer wie Blei
sucht Entspannung Sie in anderer Welt.

Die Nachttischlampe wirft funzeligen Schein
Decke und Kissen…

von Annelie Kelch

Die Nebelfrau ging mit gerafften Schleiern
auf Zehenspitzen übern frühlingsfrischen Elbefluss …
Es war schon spät – und ich empfing im ersten Dämmer
des Tages letztes Sakrament und seinen Abschiedskuss.

Lag noch am…

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