Landstrasse

von Volker Harmgardt
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Im Spätsommer
unterwegs in die Heimat -
Lektionen in Sehnsucht.

(C) 2017 - Brigitte Harmgardt - Im Heimatort angekommen -
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Kommentare

20. Aug 2017

Spätsommer liegt in der Luft; das spüre ich auch,
du siehst glücklich aus auf dem Weg in die Heimat, Volker,

liebe Grüße - Marie

20. Aug 2017

Das ist allerdings das beste Haiku, das ich je von dir gelesen habe, Volker. Du bist - im wahrsten Sinne des Wortes - auf dem Weg ...

LG Annelie
P.S. Allerdings fände ich "Unterwegs i n der Heimat besser. Das ist direkter, näher an der Heimat und näher beim Leser. Jetzt können die Lektionen stattfinden.

20. Aug 2017

Hallo Marie,
das war schon eine Umarmung wert, daher
habe ich auf dem Foto meine Arme ausgebreitet.
Die Heimat in die Arme schließen und festhalten !
Ein super Gefühl.
Inspiriert zu dem Haiku-Gedicht hat mich Marie Luise
Kaschnitz mit ihrem 1981 im Insel-Verlag (später auch
bei Piper aus München) erschienen Buch "Beschreibung
eines Dorfes". Mit ihren ersten Worten in Kapitel 1 berührte
sie mein Heimatgefühl: " Eines Tages, vielleicht sehr bald schon,
werde ich den Versuch machen, das Dorf zu beschreiben. Ich
werde überlegen, womit anfangen.......etc." In dem Band, der
sich -Buch der Schönheit und Besinnung- nennt, spürt jeder
Leser die Annäherung an das Dorf, welches sie irgendwann
verlassen hat. Auch ich habe viele Orte als Heimat
bei mir aufgenommen. Aber echte Heimat ist dort,
wo man geboren und als Kind aufgewachsen ist.
In meinem Augen eine mühsam erkämpfte
Chance Heimat neu zu entdecken.
So habe ich mich auf den Weg gemacht, um das Gelesene
bei einem Spaziergang in meinem Heimatort ebenfalls
zu entdecken. Das war wichtig und gut. Ich hätte das
ganze Erlebte in ein unendliches Gedicht packen
können, aber mein Ansporn war es, so kurz als irgend
möglich zu fassen. Und das war die meinige Lösung, es
sollte ein Haiku sein.
Ich danke für Deine Worte
und wünsche einen guten Wochenanfang,
Volker

20. Aug 2017

Hallo Annelie,
nett und schön von Dir zu hören !
Nun gut, wenn ich einmal auf dem Weg bin,
dann kann ich immer noch an der nächsten
Wegkreuzung rechts, links oder geradeaus
gehen. Oder umkehren. Zum Glück bleibt
das einem Dichter freigestellt.
Das ist ja immer die Schwierigkeit, über
Lockerungsgedanken sich auf die Suche
nach dem ersten Wort (der ersten Sequenz)
zu machen. Schnell verkrampft man und
neigt zum Wortklammern. Haiku`s hatten
auf mich immer eine große Anziehungskraft
und ich fühle mich in dieser Schreibregion sehr wohl.
Aber auch unter den Haiku-Professionellen gibt es
Unterschiede, einer sagt ja, einer sagt nein, einer
hält sich dezent raus ! Haiku ist für mich die
individuellste Darbietung eines Kurzgedichts.
Der Weg ist das Ziel und hat immer eine subjektive
Betrachtung !!!
Dank und Gruß für Deinen Kommentar,
Volker

21. Aug 2017

Pardon, Volker, dass ich mich schon wieder "eingemischt" habe, aber ich liebe Haiku so sehr, dass ich sie am liebsten immer "perfekt", unmittelbar und nicht zukünftig haben möchte. Das ist wahrscheinlich ein (kleiner) Fehler.

LG Annelie

21. Aug 2017

Guten Abend Annelie,
Haiku-Schreiberinnen und -Schreiber gehen immer
sehr ehrgeizig ans Werk und tauchen ein in die Natur,
in die Schauplätze, die so bunt und vielfältig erscheinen.
Ich verspüre keinen Drang zu Macht und Krone.
So mag ich es, wenn Schmetterlinge meinen Weg
kreuzen, auf einer Parkbank sitzend Wege in die Vergangenheit
finde, mir Irrtümer lobe, Rätselhaftes und Irrsinniges durchdenke,
von heiter bis wolkig hinter die Kulissen der Welt schaue und in meinem
Gebiet die unbegrenzten Möglichkeiten des Daseins erlebe und mit meinem
Stift skizziere.
Kleine Fehler werden schnell verziehen
und so perfekt muss ich nicht sein !!!
Danke für Deinen Kommentar
und liebe Grüße,
Volker

22. Aug 2017

Ganz im Sinne des Zen, nicht wahr, Volker?! - Daran habe ich auch schon mal gedacht, aber es sofort wieder verworfen. Ich will mich noch lange nicht "zur Ruhe setzen." Dein Haiku ist wirklich nicht schlecht, das beste jedenfalls, das ich je von dir gelesen habe. - Aber bei manchen kommen mir halt die Tränen, weil ich die sieben Haikuregeln auswendig kenne - und weil ich weiß, dass Kontemplation und hohe geistige Aufmerksamkeit (Beobachtungen) nötig sind, um Haiku zu schreiben, die zu lesen sich lohnen.

Liebe Grüße und einen wunderschönen Tag,
Annelie