wind

von Walter W Hölbling
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wild
wild
weht der wind
über die insel
vor der küste afrikas

ich sitze am hang des vulkans
und lausche dem klang der dinge

straßenschilder klappern zueinander
leere bierdosen rollen lärmend
durch mitternächtliche strassen
plastiktaschen fliegen
zischend davon
wie sie es nie zu träumen wagten

die ohren des kleinen hundes
der gaubt ich sei sein herr
stehen in seltsamen winkeln
während er sich in meinen schoß kuschelt

warme körper
in stürmischen zeiten

windböen bringen mir
bruchstücke von tanzmusik
aus dem tal
beinahe glaube ich
das rauschen der wolken zu hören
die einander jagen
unter sternenbestücktem himmel

hier sitze ich
am hang des vulkans
lausche den klängen der welt

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102 Seiten / Taschenbuch
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Kommentare

26. Mai 2017

Das ist ein schönes Gedicht, Walter. Hast du das wirklich erlebt - dort, auf der Insel, vor der Küste Afrikas?

LG Annelie

Walter W Hölbling
26. Mai 2017

Ja, Annelie - es war die östlichste der Kanarischen Inseln, Lanzarote. etwas über 100km von der afrikanischen Küst entfernt.
LG, Walter

26. Mai 2017

Danke für deine Antwort.

Liebe Grüße und einen schönen Abend,
Annelie