Der neutrale Anblick

von Alf Glocker
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Sieh dich an – wen willst du spielen?
Einen Clown in Recht und Robe?
An den Händen hast du Schwielen,
auf der Stirn steht: „Geh und lobe
allen Schwachsinn den du brauchst,
wenn du im Dasein untertauchst!“

„Leben“ kann man's ja nicht nennen,
was du da so - kriechend – treibst.
Deine Chancen zu verpennen,
während du dir „Wissen“ einverleibst,
von dem du annimmst es zu müssen,
ja, das pflegst du, ganz verbissen!

In Wirklichkeit bist du bescheuert
und du willst dir nicht eingestehen:
daß, was man, heiligst, dir beteuert,
unvernünftig ist - nicht zu verstehen.
Doch das macht dir gar nichts aus -
du bist DER Patient im Irrenhaus!

Und dein Spiegel zeigt die Fratze
eines Höllenwesens: „Seelenlos“!
Dein Geist ist unfruchtbar, die Glatze
mit dem bevorzugt dummen Schoß,
den man dir im Joch verordnet hat -
du bist klein und längst schachmatt!

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