Ballade von Spuki Huch

von Annelie Kelch
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Ballade von Spuki Huch

Wer spukt im Schloss bei Primasens?
Spuki Huch, das Nachtgespenst!

Und was geschieht, wenn' s keinen kümmert?
Dann heult es, schimpft und wimmert

und zittert wie ein junger Hase
beim Biss in Ritter Kunos Nase.

Der Herr schreckt auf mit einem Fluch -
und brummt: „Ach, du bist 's, Spuki Huch!“

Das ärgert Spuki sehr, drum zwickt er fest und lange,
dem Ritter Kunos Frau Mathilda in die Wange.

Die fährt empor mit einem Schrei – und gähnt:
„Ach, du bist 's Spuki Huch; mir war schon bange.“

Im Kinderzimmer lärmt der Geist ganz fürchterlich mit Schrubber
und mit Besen:
Der kleine Max wacht auf und seufzt: „Das ist wohl Spuki Huch gewesen.“

Und Lilifee hebt ihren Kopf aus Bechsteins Märchenbuch und ruft:
„Komm, lass uns spielen, Spuki Huch!“

„Was soll's, ich gehe fort von hier; ihr seid zu furchtlos: Das ist eine Qual“,
beklagt sich Spuki Huch am nächsten Tag im Großen Rittersaal.

Max ruft (und Thilda, Lilifee und Ritter Kuno stimmen ein):
„Ach, bitte, Spuki Huch, sei wieder gut und bleibe hier:
Wir haben alle riesengroße Angst vor dir!“

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