Kindergedichte ✓ die schönsten Gedichte für Kinder und über sie

Kind sitzt auf Büchern

Von-, für- und über Kinder, so können die Gedichte in der Kategorie Kindergedichte überschrieben sein. Sie finden hier besonders schöne und bekannte Kindergedichte von klassischen Autorinnen und Autoren. Aber auch moderne Kindergedichte machen diese Kategorie zu einer Fundgrube für die Schule oder den Kindergarten. Bringen Sie ihren Kindern Gedichte näher, diese wunderbare Art mit Sprache umzugehen. Viel Freude in dieser Kategorie!

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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 124 Texten in dieser Kategorie
von Bettina Wegner

Sind so kleine Hände
winz'ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zeh'n.
Darf man nie drauf treten
könn sie sonst nicht gehn.

von Sigrid Hartmann

Ein Eisbär traf' ’nen Pinguin.
Er war erstaunt und sagt' zu ihm:
„So was wie dich, ich muss gestehen,
das habe ich noch nie gesehen!

2 große Füße, kurze Beine,
sind nicht mal halb so lang wie meine!
2 Flügel,…

von Kurt Tucholsky

Alle stehn um dich herum:
Photograph und Mutti
und ein Kasten, schwarz und stumm,
Felix, Tante Putti …
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ein Gummihund.
„Baby, lach mal!“ ruft Mama.
„…

von Günter Ullmann

In einer Seifenblase
spiegeln sich Haus und Hase,
Baum und Vase,
Wolke und Straße,
Sonne und –
deine Nase.

von Michael Dahm

Wo die alten Weiden rauschten,
in vergangnen Kindertagen,
wir der Grillen Zirpen lauschten,
als wir auf der Wiese lagen.

Der Sommer schien so endlos lang,
Freude stand uns im Gesicht,
behütet noch des…

von Axel C. Englert

Da steht man – wie der Ochs vorm Berg:
In MEINEM Häuschen TANZT ein ZWERG?!
Der rüttelt sich – der schüttelt sich –
Er wirft?! Mit Säcken?! AU! Auf MICH!

Was hopsen Sie hier albern rum?!
Wer?! „BI-BA-BUTZEMANN“?!…

von Karin Steuck

Den Garten voller Kinder
ein buntes Blütenmeer.
Ja manchmal schaut ein Augenpaar
auch traurig und ganz leer.

Schafft sie es, sich zu finden
in ihrem Augenlicht.
So leicht erkennt sie jetzt schon
das…

von Ella Sander

Gestern, in der Vollmondnacht,
Klitzeklein, ein Wicht erwacht.
Reibt die kleinen Äuglein süß,
Reckt die Ärmchen, streckt die Füß'.

Seine Nase, knubbelrund,
Und die Haare, kunterbunt.
Auf der rechten Wange keck…

von Annelie Kelch

Was macht die Fledermaus am Tag,
wenn sie nicht fliegt und frisst?
Sie schläft, mein liebes Kind, sie schläft,
weil sie sehr müde ist.

Und warum schläft die Eule nicht,
wenn draußen dunkle Nacht?
Weil sie ein…

von Annelie Kelch

Ja, wir kommen alle aus dem Hort
und spazieren, wie man sieht,
durch unsere Stadt,
die vor kurzem erst
der Frühling abgebusserlt hat.

Wir sind gut gelaunt und schreiten fort.
Glücklich der, der Wanderlust im…

von Soléa P.

Weine nicht mein liebes Kind
die Sonne scheint auf Dich
das Leben ist ein Labyrinth
ich find Dich ohne Licht.

Angst vom dunkeln musst Du nicht haben
ein Engel hält die Wacht
auf weiten Schwingen wirst Du…

von Flora von Bistram

Dieses Leid in Kinderaugen
ist ein Dolch in meiner Brust.
Bestien, die ihnen rauben
Lebensfreude, Lebenslust.

Dieser Mob kennt kein Erbarmen,
macht nicht Halt vor eig‘nem Kind,
kennt kein tröstendes Umarmen,…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Kinder, Kinder putzt euch aus,
morgen kommt der Nikolaus.
Glänzen sollen eure Schuhe,
vor der Türe auf dem Flure.

Freudig Phantasie bewegt,
es wird eifrig überlegt,
was er wohl im Sacke trägt
und euch in…

von Soléa P.

Ganz traurig schaut die kleine Maus
aus ihrem Bau betrübt heraus.

Sieht nur Schatten, wenig Licht
weint und fragt sich wunderlich.

Warum ist nur alles grau
auch der Himmel gar nicht blau?

Machen meine Augen…

von Sigrid Hartmann

Vor unserer Türe stehen zwei Schuh,
Sind für den Nikolaus -
DER geht vorbei am Haus.
Die Kinder sehen's, rufen ihm zu:

„Warum nur, lieber Nikolaus,
Bringst du uns nichts zum Naschen?
Hol doch aus deinen…

von Sigrid Hartmann

Schaut euch die Tante Erna an,
was Tante Erna alles kann!
Sie steht und hüpft auf einem Bein,
wie alt mag Tante Erna sein?

Sie sieht so aus wie die Mama,
doch ist schon ziemlich grau ihr Haar
und Falten hat…

von Uwe Röder

Der Mond hält Wacht,
die Uhr schlägt Acht.

Die Uhr ist alt,
ihr Husten hallt.

Der Mond gleich weint
und nicht mehr scheint:

Sein Schal und Hut,
stehn ihm nicht gut!

Ein Wölkchen lacht,

von Susanna Ka

Die Maus und der Klaus
kämpften sich durch‘s Sturmgebraus,
wollten aus dem Wald hinaus,
wollten nimmermehr nach Haus.
Die graue Maus und der blaue Klaus.

Die Maus und der Klaus
liefen Hand in Hand.
Sie…

von Yvonne Zoll

Willkommen, kleiner Sonnenschein,
Du bringst helles Licht und Leben
In die traute Zweisamkeit hinein
Schreiend noch, doch bald schon strebend

Entdeckst die Welt, ob groß, ob klein
Auf zwei Beinchen dich erhebend,…

von Soléa P.

Auf strammen Beinen flitzt der Kleine
am Zaun aus Holz sicher entlang
(Angst hat er, wie es aussieht, keine)
zum Bauernhof, da gibt’s ein Lamm.

Dies will er knuddeln und auch drücken
das Tier ist genauso groß wie er…

von Soléa P.

Ein strammer Bursche, dieser Hase,
seine Leidenschaft – das Essen.
Nach Mitte Frankreich will er fahren –
als Gourmet, Gemüse testen.

Er packte alle sieben Sachen,
hängte sich seine Jacke um.
Schaute noch…

von Soléa P.

Ein Stacheltier, etwas kräftig
träumt von der großen weiten Welt
sein Catwalk ist ein grüner Teppich
als Gage gibt’s Schnecken, statt Ruhm und Geld.

Im spiegelnden Wasser wäscht er die Nase
Stacheln cool gestylt,…

von J.W. Waldeck

auf beiden Lamellen
schlurfte die Königsknolle
an Land
wo sich die blauen Wellen
auf heißem Sand
in traurigen Augen sonnten

so’n kleines Julchen
mit buschigen Haaren
das man nie ansehen darf

von Claudia Willmes

Oh weh,
mein Schatz,
auf einen Satz,
nehm ich mal Platz
und hoff, es ist okay.
Scheinst ganz verwirrt,
hast dich im Leben verirrt.
So erzähl´s mir doch, ganz ungeniert,
haben deine Freunde dich…

Rezitation:
Sprecher: Walter Zeis
von Willi Grigor

Du siehst den Stern, du siehst sein Licht,
wohin es zieht, das weiß man nicht.
Man weiß, es seinem Stern entflieht,
wie Wasser seiner Quell entfließt.
Das Licht rast durch den Weltenraum,
man sieht es nie,…

von Jürgen Wagner

Der Wind trägt einen Samen
an einen stillen Ort
Die Botschaft seiner Ahnen,
die führt er mit sich fort

Die Frau bringt eins der Kinder
aus ihrem Bauch zur Welt
Es wird zum Neuerfinder
des ganzen…

von Jürgen Wagner

Ich steh meist im Wald,
Du siehst mich nur halb
Würdest ganz mich einmal seh'n,
wäre es um mich gescheh'n

von Daniel Voß

hin und her und hin,
alleine nie langsam her,
schwingt die Schaukel hin

Rezitation:
Sprecher: Daniel Voß, 02.07.2018
von Somos Eleen

Ein Vogel ging einmal auf Reise,
so Schritt für Schritt, dabei ganz leise.
Am Meer bekam er nasse Zehn,
da wollt er nicht mehr weiter gehn.
Quer lief er, über heißen Sand,
bis an der Dünen breiten Rand.
Durch…

von Susanna Ka

Langgezogener Cirrus
im Azurblau.
Spur eines Flugzeugs
oder eines himmlischen LKWs,
seitlich auf zwei Rädern fahrend.

„Das war der Kleine Häwelmann …“
sagt mein Kind,
„der fährt immer viel zu schnell“.…

von Günter Ullmann

Ich habe Angst vor dem Winter.
Angst vor Eis und Schnee.
Die Blumen gehen alle weg.
Die Nase tut vor Kälte weh.

Ich habe Angst vor dem Winter,
Angst vor dem farblosen Baum.
Aber die Bäume werden wieder…

von Günter Ullmann

Ich bin dein  Hampelmann.
    Du musst mich nur
    an der Nase ziehn.
    Ich ziehe deine Stiefel an.
    Das Gras wird nie mehr grün.

von Soléa P.

Ein kleines Rentier, sein Name Franz
ist urplötzlich aus der Reihe getanzt

es will partout nicht mehr vor den Schlitten
und hat mit dem Weihnachtsmann bös gestritten

er solle sich endlich ein Auto kaufen
dann…

von Jürgen Wagner

Jetzt Vorhang auf und Bühne frei!
Geboten wird heut' vielerlei
Das Schauspiel ist bereits bekannt
Das Welttheater wird's genannt

Ganz vorne steht ein Advokat
Er sorgt für Recht mit Rat und Tat
Denn Räuber…

von Alfred Krieger

Osterhäschen, Mümmelnäschen,
malt mit einem zarten Gräschen
an … Frau B. Huhns frische Eier,
dass sie bunt zur Osterfeier.

Fleißig schafft es schon seit Tagen
ohne Murren, ohne Klagen …
Kunstbegabt, mit eig'…

Rezitation:
gelesen am 15.4.2017

Seiten

Kindergedichte - ergo kindergerechte Gedichte - sind eine feste Größe der Lyrik, und überhaupt in der Literatur. Auch wenn der Fokus des Interesses von Kindern heute (vielleicht schon immer) sicherlich nicht vordergründig auf die Literatur gerichtet ist, so werden sie dennoch - Zuhause, im Kindergarten, in der Schule oder im Kinderhort - an Kindergedichte, Kinderlieder oder auch Märchen (Prosa) herangeführt. Die hauptsächlich positiven Effekte dieses Mediums wirken sich vor allem auf die Sprachentwicklung, auf die Erschließung der eigenen Gefühlswelt und die Entwicklung der Fantasie von Kindern aus.

Klassische Kindergedichte gehören zum festen Bestandteil unserer Kultur. Die größten Dichter haben - im Bewusstsein über den Wert dieses Mediums - Gedichte für Kinder geschrieben, und in der Regel gehört dieses Genre zum nicht unwesentlichen - oder allgemein bekannteren - Umfang Ihrer überlieferten Werke. Der moderne Literaturmarkt liefert ständig - und in allen Auswüchsen - neue Literatur für Kinder und ist sich auch in der heutigen Zeit über die Bedeutung und natürlich auch den Bedarf bewusst.