Kindergedichte ✓ die schönsten Gedichte für Kinder und über sie

Kind sitzt auf Büchern

Von-, für- und über Kinder, so können die Gedichte in der Kategorie Kindergedichte überschrieben sein. Sie finden hier besonders schöne und bekannte Kindergedichte von klassischen Autorinnen und Autoren. Aber auch moderne Kindergedichte machen diese Kategorie zu einer Fundgrube für die Schule oder den Kindergarten. Bringen Sie ihren Kindern Gedichte näher, diese wunderbare Art mit Sprache umzugehen. Viel Freude in dieser Kategorie!

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Bibliothek

Sind so kleine Hände
winz'ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zeh'n.
Darf man nie drauf treten
könn sie sonst nicht gehn.

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Ein Eisbär traf' ’nen Pinguin.
Er war erstaunt und sagt' zu ihm:
„So was wie dich, ich muss gestehen,
das habe ich noch nie gesehen!

2 große Füße, kurze Beine,
sind nicht mal halb so lang wie meine!
2 Flügel,…

von Uwe Röder
Mitglied

Höre mir nicht zu,
ich mache dir jetzt ein Gedicht.
Erst löschen wir das
finstre Licht.

Dann schließen wir ganz
leise unsre rosa Augen,
um aus schwarzen
Fingern was zu saugen.

Aus den Fingern…

von Kurt Tucholsky
Bibliothek

Alle stehn um dich herum:
Photograph und Mutti
und ein Kasten, schwarz und stumm,
Felix, Tante Putti …
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ein Gummihund.
„Baby, lach mal!“ ruft Mama.
„…

von Michael Dahm
Mitglied

Wo die alten Weiden rauschten,
in vergangnen Kindertagen,
wir der Grillen Zirpen lauschten,
als wir auf der Wiese lagen.

Der Sommer schien so endlos lang,
Freude stand uns im Gesicht,
behütet noch des…

von Günter Ullmann
Bibliothek

In einer Seifenblase
spiegeln sich Haus und Hase,
Baum und Vase,
Wolke und Straße,
Sonne und –
deine Nase.

von Uwe Röder
Mitglied

Oma, Mama, Papa,
wissen wenig oder nix,

die kennen gar nicht
meine Tricks.

Das weiß
ein jedes Kind,

was Tiere lieben,
wie die sind.

Auf Löwen kann ich
schön weich reiten,

nur das…

von Karin Steuck
Mitglied

Den Garten voller Kinder
ein buntes Blütenmeer.
Ja manchmal schaut ein Augenpaar
auch traurig und ganz leer.

Schafft sie es, sich zu finden
in ihrem Augenlicht.
So leicht erkennt sie jetzt schon
das…

von Axel C. Englert
Mitglied, Moderator

Da steht man – wie der Ochs vorm Berg:
In MEINEM Häuschen TANZT ein ZWERG?!
Der rüttelt sich – der schüttelt sich –
Er wirft?! Mit Säcken?! AU! Auf MICH!

Was hopsen Sie hier albern rum?!
Wer?! „BI-BA-BUTZEMANN“?!…

von Uwe Röder
Mitglied

Es war schon spät, nur
finster war es noch.

Ich schlich zu Papas Bett
und seinem Nasenloch

und bohrte mit dem Finger
ihm ein größeres hinein.

Doch das schien
falsch zu sein.

Beim Wegziehen der…

von Annelie Kelch
Mitglied

Was macht die Fledermaus am Tag,
wenn sie nicht fliegt und frisst?
Sie schläft, mein liebes Kind, sie schläft,
weil sie sehr müde ist.

Und warum schläft die Eule nicht,
wenn draußen dunkle Nacht?
Weil sie ein…

von Uwe Röder
Mitglied

Komm hereinle,
liebstes Meinle,
drin ist´s feinle.

Müde Beinchen
hat mein Kleinchen,
komm hereinchen.

Hast bedachtle,
Wind weht sachtle,
es wird Nachtle!

Sag dein Grüßli,
wasch die…

von Uwe Röder
Mitglied

Der kleine Rabe krächzt
noch einmal alles,
was er krächzen muss.

Des Krebses Kinder rühren
nochmals um den
Schlamm im Fluss.

Die Schwalbenkinder
haben plötzlich Durst,
darunter geht es nie.

von Uwe Röder
Mitglied

Hörst du das Gewisper?
Es sind deine Baumgeschwister,
schlafe ein geschwind,
sie wiegen dich im Wind.

Wer wirft dir kleinem Tropf,
die Eicheln auf den Kopf?
Die Eiche, dieses Luder -
ist dein riesig…

von Annelie Kelch
Mitglied

Ja, wir kommen alle aus dem Hort
und spazieren, wie man sieht,
durch unsere Stadt,
die vor kurzem erst
der Frühling abgebusserlt hat.

Wir sind gut gelaunt und schreiten fort.
Glücklich der, der Wanderlust im…

von Somos Eleen
Mitglied

Mein Teddybär hat's manchmal schwer,
dann will er mit mir kuscheln.
Ich nehme ihn dann in den Arm
und hör ihm zu, beim Nuscheln.
Mein Bär spricht nämlich niemals laut,
doch ich kann ihn verstehen.
Uns beiden…

von Ella Sander
Mitglied

Gestern, in der Vollmondnacht,
Klitzeklein, ein Wicht erwacht.
Reibt die kleinen Äuglein süß,
Reckt die Ärmchen, streckt die Füß'.

Seine Nase, knubbelrund,
Und die Haare, kunterbunt.
Auf der rechten Wange keck…

von Uwe Röder
Mitglied

Hab früh keinen Hunger,
bin ja erst fünf Jahre alt,

doch Mama ruft:
"Kakao wird kalt!"

Zum Glück wird ein
Stück Butter Helikopter,

ich bin Chefpilot von dem,
und meine Mami foppt er,

der macht…

von Willi Grigor
Mitglied

Du siehst den Stern, du siehst sein Licht,
wohin es zieht, das weiß man nicht.
Man weiß, es seinem Stern entflieht,
wie Wasser seiner Quell entfließt.
Das Licht rast durch den Weltenraum,
man sieht es nie,…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Vor unserer Türe stehen zwei Schuh,
Sind für den Nikolaus -
DER geht vorbei am Haus.
Die Kinder sehen's, rufen ihm zu:

„Warum nur, lieber Nikolaus,
Bringst du uns nichts zum Naschen?
Hol doch aus deinen…

von Soléa P.
Mitglied

Ein Stacheltier, etwas kräftig
träumt von der großen weiten Welt
sein Catwalk ist ein grüner Teppich
als Gage gibt’s Schnecken, statt Ruhm und Geld.

Im spiegelnden Wasser wäscht er die Nase
Stacheln cool gestylt,…

von Soléa P.
Mitglied

Auf strammen Beinen flitzt der Kleine
am Zaun aus Holz sicher entlang
(Angst hat er, wie es aussieht, keine)
zum Bauernhof, da gibt’s ein Lamm.

Dies will er knuddeln und auch drücken
das Tier ist genauso groß wie er…

von Uwe Röder
Mitglied

Der Mond hält Wacht,
die Uhr schlägt Acht.

Die Uhr ist alt,
ihr Husten hallt.

Der Mond gleich weint
und nicht mehr scheint:

Sein Schal und Hut,
stehn ihm nicht gut!

Ein Wölkchen lacht,

von Jürgen Wagner
Mitglied

Ich steh meist im Wald,
Du siehst mich nur halb
Würdest ganz mich einmal seh'n,
wäre es um mich gescheh'n

von Susanna Ka
Mitglied

Die Maus und der Klaus
kämpften sich durch‘s Sturmgebraus,
wollten aus dem Wald hinaus,
wollten nimmermehr nach Haus.
Die graue Maus und der blaue Klaus.

Die Maus und der Klaus
liefen Hand in Hand.
Sie…

von Flora von Bistram
Mitglied

Dieses Leid in Kinderaugen
ist ein Dolch in meiner Brust.
Bestien, die ihnen rauben
Lebensfreude, Lebenslust.

Dieser Mob kennt kein Erbarmen,
macht nicht Halt vor eig‘nem Kind,
kennt kein tröstendes Umarmen,…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Willkommen, kleiner Sonnenschein,
Du bringst helles Licht und Leben
In die traute Zweisamkeit hinein
Schreiend noch, doch bald schon strebend

Entdeckst die Welt, ob groß, ob klein
Auf zwei Beinchen dich erhebend,…

von Soléa P.
Mitglied

Ein strammer Bursche, dieser Hase,
seine Leidenschaft – ist Essen.
Nach Mitte Frankreich will er fahren –
als Gourmet, Gemüse testen.

Er packte alle sieben Sachen,
hängte sich seine Jacke um.
Schaute noch…

von Jürgen Wagner
Mitglied

Jetzt Vorhang auf und Bühne frei!
Geboten wird heut' vielerlei
Das Schauspiel ist bereits bekannt
Das Welttheater wird's genannt

Ganz vorne steht ein Advokat
Er sorgt für Recht mit Rat und Tat
Denn Räuber…

von Wolfgang Borchert
Bibliothek

Stell dich mitten in den Regen,
glaub an seinen Tropfensegen
spinn dich in das Rauschen ein
und versuche gut zu sein!

Stell dich mitten in den Wind,
glaub an ihn und sei ein Kind –
laß den Strum in dich hinein…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez
Mitglied

Kinder, Kinder putzt euch aus,
morgen kommt der Nikolaus.
Glänzen sollen eure Schuhe,
vor der Türe auf dem Flure.

Freudig Phantasie bewegt,
es wird eifrig überlegt,
was er wohl im Sacke trägt
und euch in…

von Günter Ullmann
Bibliothek

Ich habe Angst vor dem Winter.
Angst vor Eis und Schnee.
Die Blumen gehen alle weg.
Die Nase tut vor Kälte weh.

Ich habe Angst vor dem Winter,
Angst vor dem farblosen Baum.
Aber die Bäume werden wieder…

von Jürgen Wagner
Mitglied

Der Wind trägt einen Samen
an einen stillen Ort
Die Botschaft seiner Ahnen,
die führt er mit sich fort

Die Frau bringt eins der Kinder
aus ihrem Bauch zur Welt
Es wird zum Neuerfinder
des ganzen…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Schaut euch die Tante Erna an,
was Tante Erna alles kann!
Sie steht und hüpft auf einem Bein,
wie alt mag Tante Erna sein?

Sie sieht so aus wie die Mama,
doch ist schon ziemlich grau ihr Haar
und Falten hat…

von Günter Ullmann
Bibliothek

Ich bin dein  Hampelmann.
    Du musst mich nur
    an der Nase ziehn.
    Ich ziehe deine Stiefel an.
    Das Gras wird nie mehr grün.

von Günter Ullmann
Bibliothek

Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
lutscht jetzt schon Eis von Feld und Straße
und malt dem Winter ins Schneegesicht
riesengroß eine Knollennase.

Der Frühling, der Frühling, das wilde Kind
zieht aus dem…

von Annelie Kelch
Mitglied

Morgens weck ich dich
abends deck ich dich
sorgsam zu.

Mittags koch ich dir.
Du fragst: Hilfst du mir,
eine Ritterburg zu baun?

Vorher lachten wir
und dann gingen wir:
du mit mir
ich mit dir…

von Claudia Willmes
Mitglied

Oh weh,
mein Schatz,
auf einen Satz,
nehm ich mal Platz
und hoff, es ist okay.
Scheinst ganz verwirrt,
hast dich im Leben verirrt.
So erzähl´s mir doch, ganz ungeniert,
haben deine Freunde dich…

Rezitation:
Sprecher: Walter Zeis
von Susanna Ka
Mitglied

Langgezogener Cirrus
im Azurblau.
Spur eines Flugzeugs
oder eines himmlischen LKWs,
seitlich auf zwei Rädern fahrend.

„Das war der Kleine Häwelmann …“
sagt mein Kind,
„der fährt immer viel zu schnell“.…

von Soléa P.
Mitglied

Ein kleines Rentier, sein Name Franz
ist urplötzlich aus der Reihe getanzt

es will partout nicht mehr vor den Schlitten
hat mit dem Weihnachtsmann bös gestritten

er solle sich endlich ein Auto kaufen
dann müssten…

von Manfred Peringer
Mitglied

schau wie verschlungen dieser park angelegt ist
das stumme mitzählen der schritte erinnert dich
an manches versteckspiel in vergangenen tagen

immer nach rechts abzubiegen führt nicht ans ziel
du hast die orientierung…

von Wolfgang Borchert
Bibliothek

Muscheln, Muscheln, blank und bunt,
findet man als Kind.
Muscheln, Muscheln, schlank und rund,
darin rauscht der Wind.

Darin singt das große Meer in
Museen sieht man sie glimmern,
auch in alten Hafenkneipen…

von Alfred Krieger
Mitglied

Osterhäschen, Mümmelnäschen,
malt mit einem zarten Gräschen
an … Frau B. Huhns frische Eier,
dass sie bunt zur Osterfeier.

Fleißig schafft es schon seit Tagen
ohne Murren, ohne Klagen …
Kunstbegabt, mit eig'…

Rezitation:
gelesen am 15.4.2017
von Daniel Voß
Mitglied

hin und her und hin,
alleine nie langsam her,
schwingt die Schaukel hin

Rezitation:
Sprecher: Daniel Voß, 02.07.2018
von Susanna Ka
Mitglied

Wer bist du
Und wer bin ich
Verschlungene Seelen
Find‘ die Grenze nicht

Du stehst erst am Anfang
Und ich bald am End
Doch die Spanne der Zeit
Uns beide nicht trennt

Die Zeit ist ein Band
Und…

von Somos Eleen
Mitglied

Ein Vogel ging einmal auf Reise,
so Schritt für Schritt, dabei ganz leise.
Am Meer bekam er nasse Zehn,
da wollt er nicht mehr weiter gehn.
Quer lief er, über heißen Sand,
bis an der Dünen breiten Rand.
Durch…

von Jan Jendrejewski
Mitglied

Wir geh'n im Wald spazieren,
wir geh'n im Wald spazieren,
wo viele grüne Bäume steh'n,
wo viele grüne Bäume steh'n,
da kann man Vögel singen hör'n,
kann man Vögel singen hör'n,
und Waldbewohner leben seh'n,…

von Somos Eleen
Mitglied

Heut morgen fand ich eine Maus
mit süßen grauen Ohren.
Ich nahm sie einfach mit nach haus,
sie hatte so gefroren.
In meiner Hand da war's schön warm,
sie hat sich eingekuschelt.
Danach lief sie auf meinen Arm,…

von Soléa P.
Mitglied

Es war einmal ein kleines Mädchen,
das wollte in die Welt hinaus
es hatte kein Geld, auch fehlte ein Zähnchen
mit wilden Locken sah’s possierlich aus.
 
In Sommerrock und bunter Bluse
es einen Weg ins Dorfe…

von Susan Melville
Mitglied

Klitzekleine Katze,
tappse, tappse, tappse,
auf vier Pfoten sacht,
sieh wie die Sonne lacht.

Klitzekleine Tatzen,
kratzen, kratzen, kratzen,
morgens früh um Acht,
ist sie längst aufgewacht.

Seiten

Kindergedichte - ergo kindergerechte Gedichte - sind eine feste Größe der Lyrik, und überhaupt in der Literatur. Auch wenn der Fokus des Interesses von Kindern heute (vielleicht schon immer) sicherlich nicht vordergründig auf die Literatur gerichtet ist, so werden sie dennoch - Zuhause, im Kindergarten, in der Schule oder im Kinderhort - an Kindergedichte, Kinderlieder oder auch Märchen (Prosa) herangeführt. Die hauptsächlich positiven Effekte dieses Mediums wirken sich vor allem auf die Sprachentwicklung, auf die Erschließung der eigenen Gefühlswelt und die Entwicklung der Fantasie von Kindern aus.

Klassische Kindergedichte gehören zum festen Bestandteil unserer Kultur. Die größten Dichter haben - im Bewusstsein über den Wert dieses Mediums - Gedichte für Kinder geschrieben, und in der Regel gehört dieses Genre zum nicht unwesentlichen - oder allgemein bekannteren - Umfang Ihrer überlieferten Werke. Der moderne Literaturmarkt liefert ständig - und in allen Auswüchsen - neue Literatur für Kinder und ist sich auch in der heutigen Zeit über die Bedeutung und natürlich auch den Bedarf bewusst.