Vollmondnacht

von Ella Sander
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Gestern, in der Vollmondnacht,
Klitzeklein, ein Wicht erwacht.
Reibt die kleinen Äuglein süß,
Reckt die Ärmchen, streckt die Füß'.

Seine Nase, knubbelrund,
Und die Haare, kunterbunt.
Auf der rechten Wange keck,
Sitzt ein kleiner Leberfleck.

Plötzlich fängt es an zu gießen,
Kleiner Wicht muss lauthals niesen,
Schaut sich um und weiß schon bald,
Aufgewacht bin ich im Wald.

"Guter Vollmond, sei mir Licht,
Seh' die Hand vor Augen nicht.
Und der Regen, welch ein Graus,
Hab' ja noch kein warmes Haus!"

Und aus kleinen Zweigen, schnell,
Baut ein Haus, der kleine Schelm.
Als er dann hinein will schlüpfen,
Hört der Regen auf zu tropfen.

Ganz durchnässt, die Haare platt,
Hat er diese Welt schon satt!
"Nacht und Regen lass' ich sein,
Tschüss! Bis bald, bei Sonnenschein!"

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Kommentare

21. Sep 2018

Hallo liebe Ella, dein gedichtetes Märchen könnt auch Teil der irischen Sagen sein, da spielen auch oft Kobolde mit, zumindest bei den paar, die ich kenne.

Süß, dein Gedicht, ich werde es bei nächster Gelegenheit meinem kleinen Neffen vorlesen
alles Liebe
Anouk

21. Sep 2018

Oh, wie schön, liebe Anouk!
Etwas besseres kann dem Kleinen Wicht gar nicht passieren.
Wünsche Euch ganz viel Spass dabei :)

Vielen Dank und ganz liebe Grüße,
Ella

22. Sep 2018

Wirklich, Ella, ein hübsches Gedicht für die Kleinen.

Liebe Grüße,
Annelile